Im April hatten Israelis mit Landesflaggen noch keine Schwierigkeiten, nach Auschwitz zu gelangen... (Foto:Imago)
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Pervers: Polen verwehrt israelischen Soldaten mit Israelflaggen Zutritt zu KZ-Gedenkstätte Auschwitz

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Die antisemitische Saat geht auf: Die  internationale Kampagne gegen Israel nimmt immer groteskere Züge an. Der Versuch, gerade zu militant zwischen Israel und dem Judentum zu unterscheiden und den israelischen Staat als eine Art Terrororganisation oder politische Bewegung – daher auch die unterkomplexe Neuentdeckung des Begriffs “Zionismus” als Kampfparole und Alias für ungefähr das, was bei Hitler “internationales Weltjudentum” oder “ -Finanzjudentum” hieß, hat selbst bei Regierungen Erfolg: So wurde nun einer Delegation der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF), die am Gedenkprogramm „Zeugen in Uniform“ teilnehmen wollte,  von der polnischen Polizei der Zutritt zur Gedenkstätte verweigert – weil die Soldaten israelische Flaggen bei sich trugen, was laut den Behörden gegen die Regeln der Gedenkstätte verstieß.

Tatsächlich waren Israel-Fahnen sowohl von offiziellen wie Besuchern aus dem jüdischen Staat als auch von europäischen Besuchern, die sich mit Israel solidarisierten, in der Gedenkstätte seit jeher zu sehen gewesen und wurden bislang immer toleriert; nun aber, 22 Monate nach dem schlimmsten Massaker an Juden seit dem eben dort verübten Holocaust, ist die Täter-Opfer-Umkehr so weit fortgeschritten, dass Israel als “Aggressor”, “Völkermörder” und “Kriegsverbrecher” am Pranger steht, während die für alles, was in Gaza geschieht, ausnahmslos alleinverantwortliche Terrororganisation Hamas den Unschuldsengel spielt und von aller Welt mit Mitgefühl und Hilfsmilliarden zugeschmissen wird. Als Folge dieses Propagandasieges wird nun die Flagge Israels als “politische Botschaft” im kruden Sinne einer Befürwortung dieser angeblichen “Kriegsverbrechen” interpretiert – und just in Auschwitz, wo zahllose Vorfahren der Juden, die heute ums Überleben ihres Staates kämpfen, für unerwünscht erklärt.

Affront gegen Israel

Nicht einmal die Tatsache, dass das Programm „Zeugen in Uniform“ der IDF seit Jahren israelische Soldaten nach Polen bringt, um an den Stätten des Holocausts an die Verbrechen der Nationalsozialisten zu erinnern – eine Maßnahme, die deren Bewusstsein für die Geschichte stärken und die Bedeutung des Gedenkens für die israelische Gesellschaft unterstreichen soll –, konnte die polnischen Behörden zum Einlenken bewegen. Welch eine Schande: Da reist eine eigene IDF-Delegation aus Soldaten und Offizieren in Uniform an, um an einer offiziellen Zeremonie in Auschwitz-Birkenau teilzunehmen – und wird von der Polizei am Eingang gestoppt, als handele es sich um Hooligans oder gar Neonazis.

Dass dieser Affront in Israel für große Bestürzung und Empörung sorgte, scheint im völlig islamunterwürfigen, Hamas-terroraffinen Europa, das einen Verrat nach dem anderen gegenüber Israel begeht, völlig gleichgültig hingenommen zu werden. Nicht einmal die sonst so hochgehaltene Gedenkkultur aufgrund der historischen Verbindung des jüdischen Volkes zur Shoah, die sich an der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau kristallisiert, ändert daran offenbar etwas.  Zynisch auch die Statements der globalistenhörigen polnischen Tusk-Regierung, die ganz im Gleichklang mit Berlin und der EU eine Pseudodistanz zur Regierung Netanyahu hält: Sie erklärte, die Regeln gelten “für alle Besucher gleichermaßen” – als ob offizielle Delegierte aus Israel, das seit 77 Jahren gegen eine Wiederholung der Geschichte kämpft, normale Touristen wären. Wer die Flagge des einzigen Staates, der heutiges jüdisches Leben noch schützt, ausgerechnet an dem Ort verbietet, an dem jüdisches Leben fast ausgelöscht worden wäre, der braucht von historischer Verantwortung nicht mehr zu reden. Dann kann Polen die KZ-Gedenkstätte gleich schließen — was vermutlich vielen der Hamas-Sympathisanten und Judenhasser von links und rechts auch in Deutschland am liebsten wäre. (TPL).

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