Zwei Wochen, nachdem die ARD sich bei ihrem „Sommerinterview“ mit AfD-Chefin Alice Weidel wieder einmal als manipulativer Propagandaapparat erwiesen hat, indem sie tatenlos und geradezu genüsslich duldete, dass das Interview durchgehend von linken Krawallmachern gestört wurde, sodass Weidel kaum zu verstehen war, traf sie nun gründlichste Vorbereitungen, damit das Interview mit dem Grünen-Co-Vorsitzenden Felix Banaszak, einem ihrer Lieblinge, so reibungslos wie nur möglich über die Bühne gehen konnte. Auf keinen Fall sollte den Zuschauern auch nur eins der -aus ARD-Sicht- weisen Worte entgehen, die der Ober-Grüne von sich gab. Als willkommener Vorwand dafür diente die Ankündigung zweier Gruppen, unter anderem einer Pro-Atomkraft-Organisation, während des Banaszak-Interviews in Sichtweite des Aufzeichnungsortes zu protestieren – allerdings wurde zugesichert, dass dies nicht verbal, sondern lediglich durch das Hochhalten von Schildern geschehen solle. Eine akustische Störung des Interviews wurde ausdrücklich ausgeschlossen.
Dennoch wurde es sicherheitshalber bereits am Sonntagvormittag aufgezeichnet. Die Polizei, die untätig zugesehen hatte, wie sich die linken Demonstranten vor zwei Wochen in der Sicherheitszone um den Reichstag tummelten, obwohl die dafür erforderliche Genehmigung nicht vorlag, sperrte das Gebiet gestern großflächig ab. Das ARD-Hauptstadtstudio hatte bereits im Vorfeld angekündigt, „Sicherheitsvorkehrungen“ zu treffen, ohne dies näher auszuführen. Die ARD behauptet, unterschiedliche Aufnahmezeitpunkte seien gängige Praxis bei den Sommerinterviews. Man wolle Protestierende nicht täuschen. „Die jeweilige Aufzeichnungszeit der Interviews variiert, wie in den vergangenen Jahren auch, von Gast zu Gast“, erklärte eine Sprecherin.
DDR-Staatsfernsehen 2.0
Selbst in ihrem Versuch, diesmal ein ordnungsgemäßes Interview zu gewährleisten, entlarven ARD und Polizei sich selbst: der linke Aufmarsch beim Weidel-Gespräch hätte umgehend aufgelöst werden und die ARD hätte das Gespräch abbrechen und an einen anderen Ort verlegen oder die Störgeräusche, vor allem das permanente „Scheiß AfD“-Gegröle, wenigstens nachträglich entfernen müssen, was technisch völlig mühelos möglich gewesen wäre. Doch stattdessen ließ man es zu, dass Weidel eine halbe Stunde gegen das Geschrei linker Störer anreden musste, während Moderator Markus Preiß so tat, als gäbe es kein Problem und sogar noch die Dreistigkeit besaß, in die Kamera zu sagen: „Ich möchte nur nochmal kurz für die Zuschauer erklären: Wir führen hier ein ARD-Sommerinterview. Frau Weidel sagt gerne mal, dass sie etwas nicht verstanden hat.“
Er vermittelte also den Eindruck, Weidel tue nur so, als verstehen sie nichts, obwohl der Lärm im Hintergrund es auch für die Zuschauer unmöglich machte, dem „Gespräch“ zu folgen. Dass man nun beim Grünen-Chef alles tat, damit seine Weisheiten störungsfrei über den Äther gingen, bestätigt indirekt die Vorwürfe, die man der ARD, die zunehmend eine Art DDR-Staatsfernsehen 2.0 wird, zu Recht macht – nämlich, dass sie ein linkslastiger Propagandamoloch ist, der seine Günstlinge belohnt und seine Gegner sabotiert. Es wäre unvorstellbar, dass man einem Politiker der Alt-Parteien einen solchen Spießrutenlauf zugemutet hätte, wie Weidel. Allerdings ging der Schuss gründlich nach hinten los. Das skandalöse Verhalten beim Weidel-Interview hat ihr vor einer breiten Öffentlichkeit endgültig die verlogene Maske der Unparteilichkeit vom Gesicht gerissen und die Glacé-Handschuhe, mit denen man Banaszak anfasste, bestätigen dies erneut. (TPL)























