Der „Hitzesommer“ 2025 fordert weitere Opfer – allerdings keine Hitzetoten oder Dürren, dafür aber Ernteausfälle infolge des Dauerregens, der seit Wochen anhält. Dieser und das viel zu kühle Wetter haben die Getreideernte in Sachsen-Anhalt so sehr verzögert, dass man nun schon um deren Qualität fürchtet. „In den vergangenen zwei Wochen standen die Mähdrescher in Sachsen-Anhalt oft still“, erklärte der Landesbauernverband. Noch immer stehe mehr als die Hälfte des Winterweizens auf den Feldern. Gerade bei Getreide sinke die Qualität durch anhaltende Feuchtigkeit, wodurch die Vermarktung erschwert werde. Eine genaue Einschätzung der Ertragsgüte sei jedoch erst nach der Ernte möglich.
Nun hofft man auf besseres Wetter. Falls es bis nächste Woche hinein sonnig bleibe, stünden die Chancen gut, dass die meisten Bestände eingebracht werden können, hieß es weiter. Viele Betriebe würden sich derzeit darauf vorbereiten, die Ernte wieder aufzunehmen, sobald es trocken genug sei. Auch in Sachsen hat der Regen dazu geführt, dass das Getreide vielerorts bereits von Pilzen befallen ist. „Man sieht es teilweise auch, wenn man aufmerksam durch die Regionen fährt, dass dort die Weizenbestände dunklere Stellen aufweisen“, berichtet Diana Henke, die Hauptgeschäftsführerin des Bauernverbandes Sachsen. Die dunklen Ähren seien ein Zeichen für Pilzbefall. Durch den Regen werde zudem Stärke aus dem Getreide ausgewaschen, wodurch die Qualität ebenfalls sinke. Es bestehe die Gefahr, dass das Getreide nur noch als Futter verwendet werden könne, so Henke weiter. Alternativ müsste es aufwendig getrocknet werden, was mit hohen Energiekosten verbunden sei.
Bizarre Horrorprophezeiungen ins Wasser gefallen
Das ist also der „Höllensommer“, der im Mai mit riesigem medialem Getöse angekündigt wurde. Der Meteorologe Jan Schenk prophezeite vor zwei Monaten: „Laut aktuellen Klimaprognosen steht Deutschland und Europa ein außergewöhnlich heißer Sommer bevor. Die Vorhersagen deuten mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen der heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hin. Der Jahrhundert-Sommer 2003 könnte übertroffen werden.“ Es komme „zu intensivem Hochdruckwetter mit viel Sonnenschein und wenig Regen. Die 40-Grad-Marke könnte im Sommer 2025 mehrfach überschritten werden“, prophezeite er. Die derzeitigen Prognosen würden nahelegen, dass die Hitze bis Ende August, möglicherweise sogar darüber hinaus, anhalten werden. Damit nicht genug, seien auch noch „die Aussichten beim Regen besorgniserregend“ – allerdings nicht wegen der extremen Regenfälle, die seit Wochen anhalten, sondern, im Gegenteil, weil der Regen völlig ausbleibe. In weiten Teilen Deutschlands drohe „eine beispiellose Dürre“. Ab ca. Mitte Juni seien „mindestens zwei weitere Monate extremer Trockenheit zu erwarten“, so Schenk.
Wie immer bei den Klimaprognosen, auf denen diese groteske Fehleinschätzung beruhte, ist das genaue Gegenteil eingetroffen. Nicht die herbeigefaselte Dürre und Höllenhitze, sondern die wochenlangen Regenfälle und das nasskalte Herbstwetter bringen die Ernten in Gefahr. Eine drastischere Entlarvung des Unsinns, den die Klimahysteriker regelmäßig von sich geben, hat es noch nicht gegeben. Inzwischen dürfte auch dem Letzten klar sein, was davon zu halten ist. (TPL)























