Die EU bekämpft unter lächerlichen Wieselworten wie „Hass und Hetze“ oder „Desinformationen“ nicht nur die Meinungsfreiheit in Europa, sondern bekämpft dieses Phantom auch im Ausland – und das wie immer mit dem Geld der Steuerzahler. Zwischen dem 5. März 2023 bis zum 14. September 2025, stellt Brüssel insgesamt 999.995 Euro für das Projekt „Defy Hate Now“ zur Verfügung, um „die Stimmen und Maßnahmen von friedens- und jugendorientierten zivilgesellschaftlichen Organisationen im Südsudan zu stärken“. Ziel sei es, das Bewusstsein für Hassreden, Konfliktrhetorik und Online-Aufrufe zur Gewalt in den sozialen Medien zu schärfen und Mittel zu ihrer Eindämmung zu entwickeln. Dabei soll auch „die südsudanesische Diaspora in den Online-Friedensprozess“ eingebunden werden. Bereits von 2020 bis 2022 wurden dafür 214.300 Euro gezahlt. Chefin des Projekts war Marina Modi, nach eigenen Angaben eine „begeisterte Verfechterin sozialer Veränderungen, Journalistin für Entwicklungshilfe und Feministin“. Ihrer Ansicht nach ist „Hassrede im Internet weit verbreitet“, weshalb Ihre Bekämpfung „eine umfassende und gut finanzierte Öffentlichkeitsarbeit“.
Andere Sorgen als verbale Gewalt
Wie das Geld verwendet wird, weiß man nicht. Die Erfolge im Kampf gegen „Hassrede“ dürften überschaubar sein, da im bürgerkriegsgeschüttelten humanitärer Notstandsgebiet Südsudan, wo die Menschen garantiert ganz andere Sorgen als verbale Gewalt haben, laut Angaben der Weltbank 2020 nur ganze 9,3 Prozent der rund 11,4 Millionen Einwohner Internet-Zugang hatten. Auch das Interesse an dem Projekt hält sich in äußerst engen Grenzen: Die im vergangenen Jahr veröffentlichten YouTube-Videos brachten es nur auf zwischen 8 und 164 Aufrufe, dem Instagram-Kanal folgen ganze 816 Personen. Hinter dem Projekt steckt die Berliner NGO „r0g_agentur für offene Kultur und kritische Transformation gGmbH“, das wiederum Geld aus dem Auswärtigen Amt und dem Entwicklungshilfeministerium erhielt. Vor sechs Jahren wurde die „#defyhatenow-Gemeindeorganisation im Südsudan“ rechtlich registriert, in Kamerun und Äthiopien wurden „weitere Kriseninterventionsinitiativen“ eingerichtet.
Auch diese Posse zeigt wieder, welche eine gigantische Geldvernichtungsmaschine das NGO-Unwesen ist. Die EU zahlt rund eine Million Euro, um eine nicht existierende Gefahr im Internet zu bekämpfen, in einem Land, in dem 90 Prozent der Einwohner keinen Zugang zum Internet haben. Das Geld der Steuerzahler wird für irgendwelchen Unsinn verbraten, während die Initiatoren sich eine goldene Nase damit „verdienen“. Man kann nur immer betonen, dass dieser gesamte Sumpf komplett trockengelegt werden muss. (TPL)























