Ein offener Brief, unterschrieben von Dutzenden sogenannter „Kulturschaffenden“ – fast alle davon öffentlich-rechtliche Staatsmimen aus dem linken Wohlfühllifestile – darunter Nina Chuba, Fatih Akin, Sandra Hüller, Joko und Klaas, Daniel Brühl, Shirin David – fordert den Gerade-mal-so-Kanzler Friedrich Merz dazu auf, „Gaza nicht sterben zu lassen“. Dieser Gaza-Heulbrief entpuppt sich als das was er ist: Eine selbstgefällige wie ebeso gefährliche Mischung aus Einseitigkeit, Hypermoral und politischer Naivität.
Bei den nun mehr als 360 Unterzeichner, über die sich der Deutschlandfunk wie bekloppt freut, und die mit widerlichem linkem Pathos den „humanitären Zugang zu Gaza“ fordern, bleibt ein entscheidender Punkt konsequent ausgespart: die islamischen Menschenschinder der Hamas. Kein Wort über israelische Geiseln. Kein Wort über die tausenden Raketen auf zivile Ziele in Israel. Kein Wort über die systematische Instrumentalisierung der Zivilbevölkerung durch die muslimische Terrororganisation. Stattdessen: moralische Entrüstung, wohldosiert für die Kameras – ganz ohne Kontext, aber mit viel, viel, ganz ganz viel Gefühl.
Was sich hier inszeniert, ist keine differenzierte Friedensbewegung, sondern ein rotzfreier Empörungschor aus der linken Wohlstandsbubble. Dass viele dieser „Staatskünstler“ großzügig von staatlichen Subventionen leben, aber gleichzeitig die Legitimität eines demokratischen Verbündeten infrage stellen, ist mehr als nur ironisch – es ist nicht nur irrational und peinlich – es ist krank.
Die schärfste, aber treffendste Kritik kam aus der jüdischen Community selbst: „Liebe Kulturschaffende, liebe nützliche Idioten“ – so der Titel einer vielbeachteten Replik. Der Vorwurf: Wer derart simplifizierend und selektiv mit Schuld und Opferstatus hantiert, wird schnell zum Steigbügelhalter antisemitischer Narrative – selbst wenn er es nicht beabsichtigt. Moralisch aufgeladen, aber geopolitisch blind, liefern sich diese Unterzeichner dem Applaus der Falschen aus.
Wenn Kulturschaffende, die weit weg vom islamischen Terror und der möglichen Vernichtung Israels ihr linken Leben leben, glauben, Komplexität durch Haltung ersetzen zu können, dann betreiben sie keine Aufklärung, sondern gefährliche Realitätsverweigerung. Es ist leicht, in Berlin-Mitte für Gaza zu weinen. Schwerer ist es, sich einzugestehen, dass Humanität ohne Kontext zur Propaganda werden kann. Wer sich als moralische Instanz begreift, sollte mit gutem Beispiel vorangehen – und nicht sich als nützlicher Idiot verkaufen.
(SB)























