Neulich in Gaza-Germany (Foto; Mohammed musthafa p/Shutterstock)
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Hamas & Friends: Deutschlands System-Kulturschaffende auf Du und Du mit Judenhassern

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Wenn es gegen Israel geht, ist auf Deutschlands “Kulturschaffende” Verlass: Unter dem Motto „Stoppt den Völkermord in Gaza! Keine Waffen in Kriegsgebiete! Frieden statt Wettrüsten!“ will ein Bündnis von Künstlern und der BSW-Vorsitzenden Sahra Wagenknecht am 13. September eine Großdemonstration am Brandenburger Tor gegen die deutsche Politik in der Ukraine und im Nahen Osten durchführen. Neben Wagenknecht schließen sich unter anderem Alt-Rocker Peter Maffay, Dieter Hallervorden und die Rapper Massiv und Bausa den Erstunterzeichnern des Aufrufs an:

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(Screenshot:Facebook)

Darin heißt es: „Wir verurteilen Kriegsverbrechen, egal ob sie in der Ukraine, in Gaza, im Iran oder anderswo begangen werden. Unter jedem Krieg leiden nicht die, die ihn befehlen, sondern unschuldige Frauen, Männer und Kinder. Gaza ist heute der größte Kinderfriedhof der Welt. Auch im Iran waren die Opfer der Bomben überwiegend Zivilisten, die Mullahs sitzen fester im Sattel als zuvor und werden jetzt erst recht nach atomarer Bewaffnung streben.“ Und weiter: „Wer die Netanyahu-Regierung weiter unterschützt, trägt Mitschuld an einem Völkermord.

Nichts von dem, was hier steht, ist wahr – und vor allem nicht der erste Satz. Denn diese Selektivempörten verurteilen Kriegsverbrechen gerade nicht gleich, egal wo sie begangen werden. Solche Aufrufe las von man von dieser Mischpoke noch nie über tatsächliche (Bürger-)Kriegsgreuel in Kongo, im Jemen, in Darfur oder im Südsudan oder in Myanmar. Erst wenn Juden ins Spiel kommen und es um Israels Reaktion auf den schlimmsten Massenmord an Juden seit dem Holocaust am 7. Oktober 2023 geht, jaulen sie auf.

Gemeinsamer Kitt des latenten Antisemitismus

Hier findet sich endgültig zusammen, was nicht zusammengehört. Ukraine, Gaza, das iranische Atomprogramm – alles wird hier zusammengemixt, ohne sich darum zu kümmern, dass es sich um grundverschiedene und hochkomplexe internationale Konflikte handelt. In Kleinkind-Manier wünscht man sie sich einfach weg. Haltloses Gefasel und die unkritische Übernahme von Narrativen wie Gaza als „größter Kinderfriedhof der Welt“ oder vom angeblichen „Völkermord“ Israels im Gazastreifen zeigt, wie die Hamas-Propaganda ihre unselige Wirkung entfaltet.

Abgesehen von dieser Heuchelei ist erstaunlich, welche Extremfiguren hier plötzlich Seit‘ an Seit‘ miteinander gehen und wie wenig Berührungsängste es noch gibt, wenn der gemeinsame Kitt des latenten Antisemitismus einmal aushärtet. Dass Musikstars wie Peter Maffay oder ein großer und an sich human orientierter Künstler wie Dieter Hallervorden ihr Vermächtnis belasten, indem sie sich gemeinsam mit Gestalten wie dem Assi-Rapper Massiv aufs Tableau hieven lassen, zeigt, dass die ansonsten gegenüber AfD-Politikern gepflegte “Kontaktschuld” für Linke nicht zu gelten scheint; diese Haltungsprominenten haben anscheinend kein Problem damit, dass Massiv bereits “massive” antisemitische Stereotype verbreitete: Bereits vor fünf Jahren verbreitete er die zigfach widerlegte und irrsinnige Verschwörungstheorie, Israel sei an den Terroranschlägen vom 11. September 2001 schuld und “4.000 Israelis” seien am 11. September 2001 im World Trade Center nicht zur Arbeit erschienen. Wagenknecht, Hallervorden, Maffay und andere, denen man mehr Verstand zugetraut hätte, finden offensichtlich nichts dabei, mit einer hetzerischen und primitiven Gestalt zusammenzuwirken.

Bleckende Unkenntnis

Das BSW entlarvt sich hier ein weiteres Mal als Bewegung, die dem Israel- und Judenhass der mit palästinensischen Extremisten eng verbandelten Linkspartei in nichts nachsteht. Doch auch die deutsche “Creme” der Unterhaltungsbranche ist eine einzige Schande, wie der fast zeitgleich zu Wagenknechts Demo-Aufruf verbreitete, ebenfalls von bleckender Unkenntnis strotzende offene Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt, der ursprünglich von 200 „Kulturschaffenden“ signiert wurde und inzwischen sogar 360 Unterzeichner aufweist. Unter den neu Hinzugekommensind unter anderem der Musiker Clueso, die Sängerin Nina Chuba, der Regisseur Fatih Akin, die Schauspielerinnen Sandra Hüller und Yvonnne Catterfeld – und die linksradikale Witzfigur Sebastian Hotz, besser bekannt als „El Hotzo“.

Was sich hier an Arroganz, Dummheit, Unwissenheit, Antisemitismus und Wichtigtuerei versammelt, ist unerträglich, aber auch ein perfektes Abbild dieses Landes, dem jeder Kompass verlorengegangen ist. Das Pamphlet, was sie hier mit unterstützen, bedient ebenfalls plumpe Hamas-Apologien und steht unter dem Motto: „Lassen Sie Gaza nicht sterben, Herr Merz“. Israel hingegen soll aus unausgesprochener Sicht dieser Scheinheiligen hingegen durchaus sterben dürfen – was der Fall wäre, würde sich das Land nicht gegen den Dauerterror seiner Nachbarn verteidigen müssen. Allein dass diese realen Kausalitäten und Zusammenhänge völlig verdrängt werden, zeigt, wie sehr die Täter-Opfer-Umkehr hier fortgeschritten ist. (OG)

 

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