Die Klimapolitik liegt immer mehr in den Trümmern und erweist sich als das epochale Desaster, das von Anfang an absehbar war. Bei einer Auktion für einen Windpark zwei Flächen mit einer Gesamtleistung von 2.500 Megawatt in der Nordsee wurde tatsächlich kein einziges Gebot (!) abgegeben, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilte. „Das erstmalige Ausbleiben von Geboten zeigt, dass die Risiken für Offshore-Windpark-Entwickler in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben“, erklärte Kerstin Andreae vom BDEW.
Die geringe Wirtschaftlichkeit der Flächen sei ein zentrales Problem gewesen, hieß es weiter. Wegen der geplanten hohen Bebauungsdichte würden sich die Windräder gegenseitig verschatten, was die sogenannten Volllaststunden und damit die Erträge deutlich senke. Man wundert sich also allen Ernstes, dass ein Projekt, das offensichtlich nicht den allergeringsten wirtschaftlichen Ertrag bieten wird, keine Investoren findet! Das ausgeschriebene Gebiet sei aufgrund seiner geologischen Bedingungen mit höheren Risiken behaftet. Dies führe zu entsprechenden Aufschlägen bei den Bietern, teilte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mit. Außerdem seien Kunden in Zeiten von Negativpreisen bei Stromabnahmeverträgen nicht mehr bereit, diese zu erfüllen, was den gesamten Finanzierungsplan eines Projektes infrage stelle. Schließlich verwies sie auch noch auf geologische Risiken in dem Gebiet, was erneut die Frage aufwirft, warum das Ungetüm überhaupt an dieser Stelle errichtet wurde.
Der BDEW fordert deshalb, das Fördermodell auf zweiseitige Differenzverträge (Contracts for Difference) umzustellen, bei denen ein fester Strompreis zwischen dem Staat und dem Anlagenbetreiber vereinbart wird.
Windenergie ist eine wirtschaftliche Katastrophe
Liegt der tatsächliche Marktpreis darunter, gleicht der Staat die Differenz aus, wenn der Marktpreis über dem vereinbarten Preis liegt, muss der Betreiber die Mehrerlöse an den Staat abführen. Dies ist jedoch ebenfalls ein Lotteriespiel zulasten des Steuerzahlers, da die Windenergie nun einmal chronisch unberechenbar ist. Das erstmalige Ausbleiben von Geboten in einer Offshore-Wind-Ausschreibungsrunde sowie das bereits stark gesunkene Interesse an der Juni-Ausschreibung 2025 zeigen, dass die Risiken für Offshore-Windpark-Entwickler in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben“, so Andreae weiter. Bereits die letzte Auktion im Juni war mit nur 180 Millionen Euro bezuschlagt worden.
Reiche meint nun, es wäre „sicherlich gut, wenn die Bundesnetzagentur einen Blick über den Kanal wirft und gegebenenfalls die Ausschreibungsbedingungen anpasst“. Damit bezog sie sich auf Großbritannien, wo in einem ähnlichen Fall das Verfahren nachgeschärft worden sei. Auch das wird jedoch nichts daran ändern, dass mittlerweile -wenn auch viel zu spät- die Einsicht um sich greift, dass die Windenergie eine wirtschaftliche Katastrophe ist. Deutschland will bis 2030 einen Anteil von 80 Prozent erneuerbarer Energien am Stromverbrauch erreichen, wobei Windenergie eine zentrale Rolle spielt. Nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie sind derzeit 1.639 Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 9,2 Gigawatt am Netz. Im ersten Halbjahr 2025 wurde jedoch nicht ein einziges Windrad in der Nord- und Ostsee neu ans Netz angeschlossen. Auch auf diesem Gebiet setzt die deutsche Politik ihre Irrfahrt also fort. (TPL)























