Wenn das Medienkartell einmal nicht fordert, die AfD zu verbieten, versucht man, zumindest ihr Programm verfälscht darzustellen. „Tagesspiegel“-Redakteur Sebastian Leber hielt es nun sogar für geboten, ihre Anhänger auf “eine Enttäuschung” vorzubereiten. Nur der Zeitpunkt des Realitätsschocks sei noch unklar, orakelte er. Dabei geht es um die, so Leber, „Illusion forcierter Massenauswanderung“. Das angeblich zentrale Versprechen, dass nach einer Machtübernahme der AfD „viele Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, darunter auch solche mit deutschem Pass“, das Land verlassen würden, sei nämlich nicht umsetzbar, weil dem das Grundgesetz im Weg stünde. „Mit einem gewaltsamen Umsturz könnte die AfD dieses Ziel theoretisch erreichen“, faselt Leber.
Er will auch wissen, dass sich zwei Lager unter denen gebildet hätten, die das Problem erkannt hätten. Die einen wollten „am bisherigen Versprechen festhalten und den unvermeidlichen Realitätsschock möglichst weit in die Zukunft verschieben“ und würden auch keinen Grund sehen, sich von der „Identitären Bewegung“ abzusetzen, „die offensiv Massenauswanderungen sowie den hierfür notwendigen, jedoch verfassungswidrigen „Druck“ einfordert“. Die anderen wollten die Erwartungen jetzt drosseln und sukzessive von alten Forderungen abrücken. Dies hätte jedoch Konsequenzen. Denn wenn das zentrale Versprechen millionenfacher Auswanderungen von Deutschen mit Migrationshintergrund wegfiele oder sich in der eigenen Anhängerschaft die Uneinlösbarkeit dieses Versprechens herumspräche, könnten sich Teile der Wählerschaft enttäuscht von der Partei abwenden, fabuliert Leber weiter.
Hanebüchenes Geraune
Ein Schrumpfen der Wählerschaft wollten die AfD-Oberen jedoch unbedingt verhindern – und zwar erstens, weil es das „Projekt Machtübernahme“ durchkreuzen würde und zweitens wegen der angeblich „intern weit verbreiteten Logik“, die besage, dass die Partei in den Umfragen niemals deutlich absacken dürfe, weil sie sonst verboten werde. Denn in diesem Fall gehe ein zentraler Schutz verloren, nämlich das Argument, „die Partei sei einfach zu groß, um sie verbieten zu können“.
Nichts an diesem hanebüchenen Geraune entspricht auch nur im Entferntesten der Realität. Vielmehr wirkt es wie der x-te Aufguss des Lügenmärchens vom Potsdamer „Geheimtreffen“, wo angeblich ebenfalls die Abschiebung von Millionen deutscher Staatsbürger erörtert worden sei. Es geht der AfD um die Ausweisung der zahllosen illegalen Migranten, die in den letzten Jahren ins Land geströmt sind und solcher, die sich hier strafbar gemacht haben. Dass das Grundgesetz die Abschiebung deutscher Staatsangehöriger verbietet, ist auch in der AfD bekannt. Das Versprechen, auf dessen Bruch Leber ihre Anhänger so fürsorglich vorbereiten will, hat sie nie gemacht. Der Artikel hat keinerlei Substanz, bietet keinerlei Informationen und enthält auch noch niederträchtige Anspielungen über einen „gewaltsamen Umsturz“ der AfD, was seine wahre Intention noch einmal unterstreicht. Er besteht aus nichts als Falschbehauptungen und Unterstellungen und ist ein Lehrbuchbeispiel für alles, was mit der deutschen Mainstream-Journaille nicht stimmt. (TPL)























