Plagiatsjäger Weber (Foto:Wikicommons)
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Nach überfälligem Brosius-Gersdorf-Aus: Plagiatsjäger Weber rechnet mit deutschen Medien ab

Nachdem die SPD-Verfassungsrichterkandidatin gestern nach fünf Wochen quälend langer Diskussionen endlich den Verzicht auf ihre Kandidatur erklärt hat, überschlagen sich die Linksparteien und ihre Medien mit Protest und Geheul. „Die Einzige, die sich in der hässlichen Affäre um die gescheiterte Nachwahl einer Richterin für das Bundesverfassungsgericht vorbildlich verhalten hat, ist Frauke Brosius-Gersdorf selbst“, befindet die „Zeit“ in einem moralinsauren Rührstück. Man könne „nur spekulieren, wie schwer ihr der Schritt gefallen ist“. Niemand unter den ernst zu nehmenden Kritikern ihrer Wahl habe ihre juristische Qualifikation bestritten, wird allen Ernstes behauptet. Damit wird das umfangreiche Gutachten des „Plagiatsjägers“ Stefan Weber, das mehr als plausibel aufzeigt, dass Brosius-Gersdorfs Doktorarbeit zu weiten Teilen höchstwahrscheinlich nicht von ihr, sondern von ihrem Ehemann Hubertus Gersdorf verfasst wurde, einfach als nicht ernst zu nehmen abgetan, obwohl auch andere Experten sich Webers Ansicht angeschlossen hatten. „Noch nie gab es eine solche Kampagne voller Verzerrungen und Bösartigkeiten gegen eine potenzielle Richterin“, klagt die „Zeit“. Die Kollegen vom „Stern“ verklären Brosius-Gersdorfs Rückzug zur „staatstragenden Handlung“.

Seit Wochen ist in der linken Mainstream-Journaille von einer angeblichen „rechten“ Kampagne gegen die Juristin die Rede. Das ZDF unterschrieb kürzlich eine Unterlassungserklärung, weil seine Moderatorin Dunja Hayali die glatte Lüge verbreitet hatte, das Portal „Apollo News“, das die Berichterstattung über die radikalen Ansichten Brosius-Gersdorfs begonnen hatte, habe „Falschmeldungen“ über Brosius-Gersdorf verbreitet. Diese staatstragende Medienmischpoke hat nun eine schwere Niederalge einstecken und einsehen müssen, dass sich eine kritische Gegenöffentlichkeit etabliert hat. Sie kann den Diskurs nicht mehr nach Belieben bestimmen.

“Dumm, naiv und im Tunnelblick gefangen”

Weber selbst griff dies in einem Twitter-Beitrag noch einmal auf. Die „ultrarechte Hetzkampagne“ sei „eine einzige riesige Propagandalüge, ein Konstrukt der Medien Spiegel, taz, Süddeutsche, Stern, des ÖRR und zum Teil auch von FAZ und Zeit. Ein offenbar immergleiches, ödes Narrativ der Ablenkung“, stellte er klar. Seit dem 11. Juli habe er Artikel gelesen, in denen kaum ein Satz stimme. Die Wirklichkeit sei meist um 180 Grad umgedreht worden: „Berechtigte Sorgen von Bürgern und Einzelkämpfern, die oft nicht einmal voneinander wussten, die sich eben nicht mehr alles so gefallen lassen, wurden in eine rechtsextreme konzertierte Aktion umgeschrieben“, so Weber. Der angebliche Angriff auf die Demokratie sei in Wahrheit eine seltene Sternstunde für sie gewesen. Bürger würden ab jetzt nicht nur bei Politikern, sondern auch bei (Höchst-)Richtern genauer hinschauen, „bei Doktorarbeiten und Büchern, bei Lebensläufen und Titeln“. Die Universitäten hätten versagt. Sie seien „die Brutstätte all dieser Probleme“ – ein „milliardenschwerer Dampfer, aus Eurem Steuergeld finanziert, der längst mit dem Eisberg kollidiert ist“.

Als „erkenntnistheoretische wie kognitionspsychologische Grundfrage“ formuliert Weber: „Meinen die Journalisten der Mainstream-Presse ihre Spins wirklich ernst?“ Dann seien sie „dumm, naiv und im Tunnelblick gefangen“. Wenn sie hingegen wirklich glaubten, so schreiben zu müssen, eigentlich aber anders denken, dann seien sie „allesamt Feiglinge und Mitläufer ohne Rückgrat“. Man muss befürchten, dass es sich bei den meisten Mainstream-Journalisten um Überzeugungstäter handelt, die den Linkstaat, dessen Teil sie sind, mit allen Mitteln verteidigen, selbst wenn sie insgeheim wissen, dass Brosius-Gersdorf eine völlig ungeeignete Kandidatin war. Deshalb geht dieser Kampf auch sofort weiter, denn die Kräfte, die nun eine empfindliche Schlappe hinnehmen mussten, werden nicht ruhen, um ihre katastrophale Agenda nun noch entschlossener und skrupelloser umzusetzen. (TPL)

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