Macron (Bild: shutterstock.com/Von Frederic Legrand - COMEO)
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Hat er es getan? Macron und die drei toten Kritiker

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Drei Tote. Acht Wochen. Drei Männer, die den französischen Präsidenten Emmanuel Macron öffentlich kritisierten – und plötzlich tot sind. Offiziell: Selbstmord. Inoffiziell: ein Muster, das mehr als nur Fragen aufwirft.

Keiner der Fälle wurde umfassend journalistisch untersucht. Keine große TV-Doku, keine monatelange Recherche, kein öffentlicher Druck. Dabei verbindet die drei Toten mehr als nur ihre politische Haltung: Jeder hatte Informationen oder Positionen, die Macron gefährlich werden konnten. Alle starben unter Umständen, die Zweifel geradezu provozieren.

Fall 1: Olivier Marleix – konservativer Abgeordneter, wortgewaltig, bekannt für seine kompromisslose Haltung bei Fragen der nationalen Industrie. Am 2. Juli stand er im Parlament, hellwach, leidenschaftlich. Er sprach über Einwanderung, Bürgerrechte und vor allem über die Korruptionsvorwürfe rund um den Verkauf des französischen Energiekonzerns Alstom an General Electric. Er stellte offen die Frage, ob dieses Geschäft Teil einer verdeckten Wahlkampffinanzierung Macrons gewesen sei. Fünf Tage später, am 7. Juli, wird er in seinem Haus erhängt aufgefunden.

Fall 2: Dr. François Favre – plastischer Chirurg, bekannt für seine Kontakte in einflussreiche Kreise. Er deutete mehrfach an, über private Details aus Macrons Ehe zu verfügen, die das offizielle Bild des Präsidenten infrage stellen könnten. Kurz darauf angeblich Freitod: Sturz aus dem zwölften Stock. Es gibt weder Überwachungsvideo noch Abschiedsbrief, keine unabhängige Obduktion. Freunde berichten, Favre habe „in den nächsten Wochen etwas klarstellen“ wollen.

Fall 3: Eric Denécé – ehemaliger Geheimdienstoffizier und Direktor eines anerkannten Forschungszentrums für Nachrichtendienste. Kritischer Analytiker, oft unbequem für die Regierung. Er arbeitete an neuen Veröffentlichungen, die sich mit Frankreichs Sicherheitsapparat befassten. Gefunden: erhängt in seiner Wohnung. Familie und Kollegen halten Selbstmord für ausgeschlossen.

Drei Kritiker. Drei Todesarten, die offiziell als Suizid gewertet werden. Ein Zeitfenster von zwei Monaten. Zufall? Möglich – aber schwer zu glauben. In Russland oder Polen wäre der mediale Aufschrei gewaltig, unsere links-woke Politikerkaste samt medialem Anhängsel würden Untersuchungen fordern, Aber- weder in Frankreich noch hierzulande auch nur eine Schlagzeile, keine investigative Serie, keine Quasseltalkshows.

Es geht nicht um schnelle Schuldzuweisungen. Es geht schlicht um die Frage, ob in einer Demokratie mächtige Personen tatsächlich über jeden Zweifel erhaben sind – selbst wenn ein Muster im Raum steht. Es geht um die Frage, warum nicht einmal geprüft wird, ob es eine politische Verbindung geben könnte. Die Frage bleibt: Was weiß Macron – und was darf niemand wissen?

(SB)

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