Wie bestellt, so geliefert: NIMBY-Anwohner in Münchner Villenviertel wehren sich gegen Asylunterkunft
Im wohlhabenden Münchner Stadtteil Solln macht man aktuell die Erfahrung: Wie bestellt, so geliefert. Und einmal mehr zeigt sich die widerliche links-grüne Doppelmoral: Vorher Hunderttausende Massenmigranten aus der islamischen und afrikanischen Welt eingeladen, wehren sich die Sollner Anwohner gegen eine Asylunterkunft.
Eine Asylunterkunft? „Will hier kaum jemand“. Und schon gar nicht in links-grünen Hochburgen. Ein Paradebeispiel für diese widerliche links-grüne Moral: Der wohlhabende Münchner Villen-Stadtteil Solln, Teil des Stadtbezirks Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln. Denn dort hat der Besitzer ein Villa in der Beuerberger Straße sich nun umentschieden. Zuerst sollte eine Kindertagesstätte einziehen. Doch Anwohner klagten wegen Lärm, Verkehr und Parkproblemen. Der Umbau wurde gestoppt. Der Eigentümer, ein Immobilienunternehmen, stellte daraufhin den Antrag, das Gebäude als Asylbewerberunterkunft zu nutzen.
Die Anwohner des wohlhabenden Viertels, die gegen die Kita protestierten, weigern sich nun, den neuen Antrag zu akzeptieren. Und plötzlich zeigte sich, wie schnell sich das moralische links-grüne Selbstbild verflüchtigt, wenn die Folgen der eigenen Wahlentscheidungen vor der Haustür stehen. „Asylanten will hier eigentlich kaum jemand“, heißt es offen von Anwohnerseite. Hart muss nun wohl bei den linksgrünen Wohlfühlsozialisten gelernt werden, das man das geliefert bekommt, was man bestellt hat: Bei der letzten Kommunalwahl holten die Grünen hier 25,9 %, die SPD 22,3 %. Zusammen also fast die Hälfte der Stimmen für Parteien, die seit Jahren für offene Grenzen, eine großzügige Asylpolitik und mehr Islam werben. Gisela Paque, eine Anwohnerin, ist überzeugt, den Besitzern der Villa gehe es nur um das Geld. „Jemand will da den großen Reibach machen. Asylanten in nächster Nähe will eigentlich kaum jemand. Da gibt es andere Möglichkeiten“, so die Anwohnerin, deren Wahlverhalten leider nicht bekannt ist, sie gegenüber WELT TV. Man könne die „Asylanten“ auch in umliegenden Schlössern unterbringen. Mit dem Flyer mit der Aufschrift „Asylheim oder Kita im Viertel?“ sollen nun Unterschriften gegen eine Umnutzung der Villa gesammelt werden.
Dieses Verhalten ist typisch für die wohlfühlsozialistische Blase: Auf dem Wahlzettel Solidarität ankreuzen, in Talkshows und sozialen Medien für Menschlichkeit trommeln – aber wehe, der „gesellschaftliche Fortschritt“ klopft an die eigene Tür. Dann ist es vorbei mit der Großherzigkeit, und es wird erbittert Widerstand geleistet. Not in my backyard – aber bitte weiter ein gutes, links-grünes Gewissen pflegen.
In den Kommentarspalten scheint man das ähnlich zu sehen:
„Tja, liebe grünewählenden Vorstädtler: Wie gewählt, so bekommen!“
„Eine ähnliche Entscheidung mußten Anderorts viele schon verkraften und das lang erarbeitete Häuschen war plötzlich unverkäuflich…..wer keine Kita will, dürfte sich diese unter den neuen jetzt wohl geradezu wünschen!“
„Natürlich gönnt man den Grünwählern ihre Asylunterkunft in nächster Nähe. Aber – eine Villa für Asylbewerber? Normalsterbliche können sich eine solche Unterkunft nicht leisten. Und nun bringt man Menschen ohne Einkommen auf Kosten der Allgemeinheit vornehm in einer Villa unter? Ich finde das schamlos.“
(SB)