Der Leipziger Hauptbahnhof, einer der größten Bahnhöfe Deutschlands, hat sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot für Kriminalität und Gewalt entwickelt. Laut einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess wurden im ersten Halbjahr 2025 allein 426 Gewaltdelikte am Leipziger Hauptbahnhof registriert, was ihn zu einem der gefährlichsten Bahnhöfe Deutschlands macht. Bei Sexualdelikten liegt Leipzig nach Dortmund an zweiter Stelle. Die Zahlen unterstreichen die alarmierende Entwicklung:
Im Jahr 2024 führte die Gemeinsame Einsatzgruppe „Bahnhof-Zentrum“ (GEG BaZe) von Bundes- und sächsischer Polizei rund 4.600 Kontrollen durch, wobei etwa 2.400 Personen durchsucht und 251 Platzverweise erteilt wurden. Neben 1.000 Gewaltdelikten innerhalb des Bahnhofs fielen 3.400 weitere im umliegenden Bahnhofsviertel an, wo die sächsische Polizei zuständig ist. Zu den häufigsten Straftaten zählen Eigentumsdelikte wie Diebstahl und Raub, Betäubungsmittelkriminalität sowie Verstöße gegen das Ausländerrecht.
Aussperrung von Intensivstraftätern und andere Maßnahmen
Sebastian Wippel, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, kritisiert die Sicherheitslage scharf: „Der Leipziger Hauptbahnhof nimmt bei Gewaltdelikten eine erschreckende Spitzenposition in Deutschland ein. Über alle Deliktgruppen hinweg sind ausländische Staatsangehörige deutlich überrepräsentiert.“ Er fordert mehr Personal und Mittel für die sächsische Polizei, um durch verstärkte Kontrollen Straftaten im Bahnhofsviertel zu verhindern, die oft auf den Bahnhof und Züge übergreifen.
Die Kriminalitätsentwicklung zeigt einen klaren Anstieg: 2019 verzeichnete die Bundespolizei 295 Gewaltdelikte und 999 Eigentumsdelikte, während 2023 bereits 558 Gewaltdelikte und 1.647 Eigentumsdelikte registriert wurden. Die Polizei hat Maßnahmen ergriffen, darunter die Aussperrung von 21 Intensivstraftätern aus dem Bahnhofsbereich, um die Sicherheit zu erhöhen. Dennoch bleibt die Lage angespannt, und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger leidet, wie eine Umfrage von 2023 zeigte. Die Herausforderung liegt in der Zusammenarbeit von Bundes- und Landespolizei, da sich Kriminelle oft zwischen den Zuständigkeitsbereichen bewegen. Die GEG BaZe, seit 2000 aktiv, versucht, dieser Dynamik entgegenzuwirken. Doch die steigenden Zahlen verdeutlichen: Es bedarf umfassender Maßnahmen, um den Leipziger Hauptbahnhof wieder sicherer zu machen.























