Deutschland bricht kulturell, wirtschaftlich und sozial zusammen und die Politiker, die dafür verantwortlich sind, tun alles, um die Kritik der Bürger zu verbieten und zu kriminalisieren. Da ARD und ZDF als oberste Propagandaorgane des Staates den Bogen so weit überspannt haben, dass immer weniger Menschen auf den Unsinn hereinfallen, der ihnen für fast zehn Milliarden Euro Zwangsgebühren im Jahr täglich vorgesetzt wird, zieht man die Zensurschraube immer enger. Das Internet wird überwacht und auch die Jüngeren sollen möglichst nicht zu früh die Möglichkeit erhalten, sich zu informieren.
Der Thüringer CDU-Ministerpräsident Mario Voigt hat nun in einem eigenen Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ ein „digitales Schutzprogramm“ für Kinder vorgeschlagen. Smartphones sollen nicht unter 14 Jahren verwendet werden, der Zugang zu Social Media solle nicht unter 16 Jahren erlaubt sein, und Schulen sollten „Smartphone-frei“ werden, fordert er. Voigt meint, Kinder bräuchten „kein Internet in der Hosentasche, sondern echte Abenteuer“, befand er. Ein Tastenhandy reiche völlig aus, um erreichbar zu sein. Wer soziale Medien zu früh nutze, entwickle weniger Selbstwertgefühl, mehr Vergleichsdenken und oft depressive Symptome. Daher solle die Nutzung erst ab 16 Jahren zugelassen werden. Als generelle Absage an die Technik will er dies jedoch nicht verstanden wissen.
“Digitaler Dauerbeschuss”
Schulen müssten aber Oasen des echten Lernens bleiben. Digitalkompetenz gehöre als eigenes Fach in den Lehrplan. „Unsere Gesellschaft wird nicht durch Technologie zerstört, sondern durch unsere Gleichgültigkeit gegenüber ihren Nebenwirkungen“, so Voigt. Wer Kinder wirklich liebe, lasse sie nicht in „digitalen Dauerbeschuss geraten“. Dass in deutschen Schulen von „Oasen des Lernens“ schon lange nicht mehr die Rede sein kann, sondern vielerorts Migrantenanteile von über 80 Prozent jeden Unterricht, der diese Bezeichnung noch verdienen würde, unmöglich machen, erwähnt Voigt natürlich nicht. Stattdessen setzt er lieber bei Phantomproblemen an und fordert Verbote.
Auch der Grüne Cem Özdemir, der nächstes Jahr Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden will, fordert ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. „Wir lassen Jugendliche auch nicht einfach ohne Führerschein hinters Steuer. Es gibt Fahrstunden und ein schrittweises Ranführen. So müssen wir es auch mit den sozialen Medien halten“, meint er. Deshalb halte er eine Altersgrenze für TikTok und andere soziale Medien für richtig, die bei 16 Jahren liegen solle. Angeblich haben ihm Jugendliche bei einem Treffen gesagt, dass ihnen klare Regeln helfen würden und sie mit dem, was da in den Netzwerken auf sie einprassele, oft überfordert seien. „Gerade lassen wir die Jugendlichen allein mit sozialen Medien. Übrigens, auch die Eltern, Lehrer und die Schulen“, fabulierte Özdemir weiter. Selbst er sei damit überfordert, gestand er, obwohl er sich einbilde, „mobiltelefonaffin“ zu sein. Das Argument, dass man Altersgrenzen nicht wirksam kontrollieren könne, überzeugt ihn nicht. Das sei eine Frage des politischen Willens.
Konzertierte Forderungen
Es fällt auf, dass diese offensichtlich konzertierten Forderungen, die auch von Mainstreammedien prompt massiv vorgebracht werden, alle gleichzeitig aufgeworfen werden. So funktioniert im linken NGO-Land die Willensbildung von oben: Agendathemen und Forderungen werden konzentriert von Politik, Medien und “die Wissenschaft” eingebracht und dominieren plötzlich die „Debatte“ über Probleme, die eigentlich niemand hatte. Außer natürlich das politmediale Kartell, dem angesichts “rechter”, vielerorts mehrheitlich AfD-affiner Jugendlicher die Meinungskontrolle im Netz zu entgleiten droht.
„Zufällig“ hat parallel zu diesen Vorstößen auch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina einen ganzen Maßnahmenkatalog vorgelegt, um Kinder und Jugendliche besser vor Auswirkungen von Sozialen Medien zu schützen. Nicht nur in Deutschland und der EU, sondern darüber hinaus -also am besten weltweit-, müssten bestehende Schutzmaßnahmen müssten wirkungsvoller gestaltet und gezielt ergänzt werden. So müssten Altersbeschränkungen konsequent durchgesetzt und bessere Möglichkeiten zur von Eltern begleiteten Nutzung geschaffen werden. Für Kinder unter 13 Jahren seien soziale Medien „grundsätzlich ungeeignet“, bis 17 Jahren sollten sie dann nutzbar sein, aber nur altersgerecht, also mit deutlichen Einschränkungen. Im Alter von 13 bis 15 Jahren wird eine von den Eltern begleitete Nutzung empfohlen, in Kitas und Schulen soll die Nutzung von Smartphones bis zur zehnten Klasse untersagt werden. All das sind die üblichen Bevormundungsmechanismen eines Staates, der nur noch verbieten und regulieren kann. Sicher ist gegen eine begleitete Nutzung sozialer Medien und von Smartphones sowie eine Medienschulung nichts einzuwenden, die Festsetzung pauschaler und willkürlich gesetzter Altersgrenzen für deren Nutzung, unabhängig von der persönlichen Reife, ist aber typisch für diesen Obrigkeitsstaat, der immer tiefer ins Privatleben seiner Bürger hineinregieren will, während er die wahren Probleme im Land, die er größtenteils selbst geschaffen hat, längst nicht mehr in den Griff bekommt. (TPL)























