Die Grünen inszenieren sich zwar stets als Partei des Umweltschutzes und der Grünflächen, wenn sie aber die Möglichkeit zur Gestaltung der Umwelt haben, entstehen bloß öde Steinwüsten. Darauf macht der emeritierte Finanzwissenschaftler Stefan Homburg mit Blick auf die Schmiedestraße in Hannover aufmerksam. Diese wurde unter dem grünen Oberbürgermeister Belit Onay für Millionen an Steuergeld neu gestaltet – und ist an Hässlichkeit und Eintönigkeit kaum zu überbieten.
„Ich werde nie verstehen, mit welcher Inbrunst die Grünen Natur und Pflanzen bekämpfen. Zufrieden sind sie erst, wenn dort, wo es vorher Bäume und Wiesen gab, ihre Insignien des Klimaschwindels stehen“, so Homburg. Der Vorteil für die Grünen sei, dass hier jeder die „globale Erwärmung” am eigenen Leib erlebe, bemerkte er mit galliger Ironie. In puncto Urwirtlichkeit sei das Bauprojekt fast eine Kopie des verunstalteten Berliner Gendarmenmarkts.
Deprimierender Anblick
„Wir sind im historischen Herz unserer Innenstadt. Wir wollen die Einkaufscity noch stärker zusammenführen mit der Altstadt. Es ist schon jetzt sichtbar, welche Möglichkeiten die neu entstandene Flanier-Atmosphäre bietet“, frohlockte Onay, als er vor zwei Jahren den ersten umgebauten Straßenabschnitt einweihte. Das werde „die Marschroute sein, unsere Stadt noch schöner zu machen und ab heute anders zu erleben“, verkündete er damals. Grünen-Fraktionschefin Elisabeth Clausen-Muradian trompetete: „Es ist ein gelungenes Beispiel für den Stadtumbau im Interesse der Menschen. Es ist ein sichtbarer Auftakt dafür, wie die Zukunft der Innenstadt aussehen soll. Wir wollen Vorreiter sein.“ Ein Raum für Leben, Fußgänger, Radfahrer und Nutzungen wie die bereits ausgeweitete Gastronomie.
Die Wahrheit hinter diesem Geschwafel ist jedoch ein grauer, geradezu deprimierender Anblick. Der Autohasser Onay wollte die Schmiedestraße komplett autofrei haben. Dies ist ihm auch gelungen. Allerdings ist der Preis dafür Hässlichkeit und Tristesse – wie immer bei grüner Politik. (TPL)























