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Die „Willigen“ am Katzentisch von Washington

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Friedrich Merz, in gewissen Kreisen auch „Bundeskanzler der Ukraine“ genannt, hat es geschafft. Er darf mit seiner Gang der Willigen am Katzentisch von Washington dem Vorstellungsgespräch von Herrn Selenskyi beim amerikanischen Präsidenten lauschen – und wenn Trump dann noch Zeit und Lust hat, ein paar europäische Forderungen vortragen.

Aus Merz Sicht ein vorzeigbarer Erfolg. Mehr ist das nicht. Und es kaschiert auch nicht sein Totalversagen im „Heimatland“. Es ist ein Ausweichmanöver, weil er in Deutschland nichts auf die Reihe kriegt. Das weiß er – und genau deshalb rutscht er auch lieb er auf dem internationalen Parkett herum.

Doch wird er durchschaut.

Eine gute Analyse liefert der Autor Manaf Hassan ab:

Die jüngsten Entwicklungen offenbaren eine beschämende Selbstdarstellung. Friedrich Merz, Ursula von der Leyen und die EU insgesamt – sie alle blamieren nicht nur sich selbst, sondern leider auch uns, die Bürger Europas. Ihre Politik schadet uns. Doch auch Großbritannien setzt sich ins falsche Licht. In dem verzweifelten Versuch, Stärke zu demonstrieren, inszenieren sie sich als relevante Akteure am Verhandlungstisch.

Die Realität ist ernüchternd: Weder Merz noch von der Leyen oder die EU allgemein haben einen entscheidenden Einfluss. Nach dem Gespräch zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj dürfen sie lediglich bei einem Abendessen dabei sein – ein symbolischer Akt, der ihre tatsächliche Bedeutungslosigkeit unterstreicht. Was sie nicht zu bemerken scheinen: Ihre Begleitung Selenskyjs offenbart vor allem dessen Schwäche. Der ukrainische Präsident scheint so geschwächt, dass er ohne europäische Unterstützung bei internationalen Verhandlungen „unter die Räder geraten“ könnte, wie es bereits in der Vergangenheit geschah.

Dabei haben sie Milliarden Euro an Steuergeldern in den Krieg in der Ukraine investiert – mit dem offensichtlichen Ziel, den Konflikt zu verlängern, während die Bürger Europas die Rechnung zahlen sollen.

Diese Dynamik legt offen, dass Selenskyj nicht (nur) im Interesse der Ukraine, sondern (auch) im Sinne seiner westlichen Begleiter handelt. Gleichzeitig wird deutlich, wer diesen Krieg über die Jahre hinweg forciert und angeheizt hat. Ein genauer Blick zeigt: Die EU, Großbritannien und die NATO stehen ohne die USA politisch im Abseits. Sie wollen ein Stück vom Kuchen, haben jedoch die veränderte Realität nicht erkannt. Aus der Ära Biden ist die Ära Trump geworden, und die geopolitischen Zeiten haben sich gewandelt. Doch Merz, von der Leyen und ihre Verbündeten klammern sich an eine Rolle, die sie längst verloren haben.

Julian Reichelt hat eine etwas andere Meinung:

Selbst die schärfsten Kritiker müssen anerkennen, dass Kanzler Friedrich Merz außenpolitisch bella figura macht, wobei höchst zweifelhaft ist, ob er damit im Saldo auch nur einen einzigen Wähler gewinnen wird. In weiten Teilen der deutschen Gesellschaft gilt die Ukraine inzwischen als Chiffre dafür, dass es viel zu wenig „Germany First“ in der deutsche Politik gibt.

Aber ganz unabhängig davon blüht der glücklose Innenkanzler Merz als Außenkanzler geradezu auf. Montag begleitet er den ukrainischen Präsidenten Selenskyj nach Washington, um mit Donald Trump über Frieden in der Ukraine zu verhandeln. Vom Kleinen Olaf zum Langen Friedrich ist Deutschland außenpolitisch wieder um einige Köpfe größer geworden. Aber, großes Doppel-ABER: In seiner Begeisterung für die Weltbühne scheint Merz gleich zwei gewaltige Risiken zu übersehen, auf die er keine Antwort hat: Erstens, Donald Trump plant hier NICHT die große Versöhnung und Vereinigung von USA und EU gegen Putins Russland. Er plant vielmehr das Gegenteil: Das Treffen in Washington ist Phase Eins eines Hand-Overs der Ukraine-Situation an die EU und damit vor allem an Deutschland.

Trump weiß, dass es für ihn in der Ukraine nichts zu gewinnen gibt (außer den Friedensnobelpreis). Er will beides, Frieden in der Ukraine und mit der Ukraine so gut wie nichts mehr zu tun haben. Trumps Sicht lautet so: Wir regeln das jetzt und dann sollen sich endlich die verdammten Europäer drum kümmern. Die betonen ständig, wie viele sie sind und wie reich sie sind – dann sollen sie auch ihre eigenen Probleme lösen. Trump hat nicht vor, seine Amtszeit und seine America-First-Agenda noch lange mit europäischen Problemen zu belasten. Der Deal, den Putin vorgeschlagen hat, wird auch Trumps letztes Angebot an die Europäer sein.

Von der großen Bühne der Außenpolitik wird Merz direkt in den lähmenden Morast eines Krieges treten, der seine Kräfte binden und seine Amtszeit bestimmen und belasten wird, weil Deutschland (und auch die EU) wirtschaftlich, politisch und militärisch nicht in der Lage ist, die Rolle der USA zu übernehmen. Merz glaubt, Trump und er seien Schicksalsgefährten, aber Trump ist längst auf dem Weg nach draußen. Merz ist im Herzen ein außenpolitischer Romantiker in einer geopolitischen Realität, die jegliche Moral-Clarity-Romantik des Kalten Krieges längst verloren hat. Also zweitens, Merz merkt nicht, was sich gerade anbahnt, weil er sich über mögliche amerikanische „Sicherheitsgarantien“ für die Ukraine erfreut, dabei könnte dieses Wort zum größten Problem seiner Kanzlerschaft werden. Trump wird (in Absprache mit Putin) europäische Soldaten in der Ukraine verlangen, als sogenannte „Stolperdraht-Truppen“.

Bedeutet: Wenn der Russe kommt, soll er auf EU-Truppen treffen. Vielleicht würden die USA solche Truppen noch logistisch versorgen, aber ganz sicher wird Trump keine GIs in die Ukraine schicken. No fucking way. Bedeutet: Deutschland, Frankreich und England müssen Soldaten stationieren, die dann zur Abschreckung der russischen Armee gegenüber stehen. Ist das in Deutschland politisch durchsetzbar? Schwer vorstellbar. Merz wird also den Streit nach innen, aber auch den Drückeberger-Streit mit den EU-Verbündeten führen müssen. Und das in einer Zeit, in der die deutsche Innen-, Sozial- und Haushaltspolitik eigentlich seine ganze Aufmerksamkeit und Entschlossenheit bräuchte, um das Land vor dem wirtschaftlichen Kollaps zu bewahren.

Merz liebt, verkörpert und beherrscht die Außenpolitik, aber zur Wahrheit gehört auch: Es wirkt oft wie eine Flucht vor Deutschland.

Nicht alle sind mit dieser Analyse einverstanden:

Wenn der Kaiser mit seinen neuen Kleidern nackt auf internationalem Parkett tanzt, können Sie das bella figura nennen, aber Deutschlands Gewicht war immer die starke Wirtschaft. Die stranguliert man sich gerade selber kaputt – siehe z.B.Verbrennerverbot, Energie oder CO2 Abgabe.

Merz kann gar nichts Er stolpert wie ein geknickter Riese in der diplomatischen Botanik herum Er führt nicht, er läuft nur hinterher Weil er keinerlei diplomatisches Geschick hat Wir haben heute generell keine Diplomaten mehr als Politiker sondern reine Aktivisten an der Macht

Sorry, aber diesen zweifelhaften Loser, eine der lächerlichsten Figuren der Welt, dafür zu feiern, dass er den Frieden verhindern will, ist sehr ulkig. Nein, niemand wird Truppen in der Ukraine schicken. Merz wird die ihm zugedachte Rolle spielen, Billionen-Zahldödel, Reihe 3.

Merz macht außenpolitisch „Bella Figura“, ich lach mich schlapp Der ist weltpolitisch so unwichtig wie seine Buddies aus Großbritannien und Frankreich. Er wird an seiner Eitelkeit und völliger Selbstüberschätzung zu Grunde gehen. Den nimmt selbst im eigenen Land niemand mehr für voll!

Außen hui und innen pfui, hätte meine Oma gesagt. Und zur Wahrheit gehört auch, dass der Jubel für Merz im Ausland nur von einigen wenigen Staaten kommt, und auch nur deshalb, weil Deutschland in der Koalition der Willigen den Zahlmeister macht.

Merz ist Außenpolitisch völlig irrelevant. Der einzige Grund warum Deutschland , verkörpert durch Merz, involviert wird, ist seine Funktion als Geldgeber. Innenpolitisch weiß er aber, er ist Pleite. Die wie in Trance lebende Wähler der CDU werden es auch noch merken

Außenpolitik kann Merz auch nicht. Denn das würde bedeuten, dass er für Deutschland irgendwo Vorteile herausholt. So wie Brandt, Schmidt, Kohl und Strauss es gemacht haben. Er fährt aber nur in der Welt herum und macht Zusagen an andere.

Die deutschen Regierungsmedien werden Merz und die anderen „Willigen“ feiern. Rheinmetall und andere „Kriegsgewinnler“ werden ihm die Daumen drücken und hoffen, dass der Ukrainekrieg noch weiter geht.

Aber Hauptsache, die Anzüge sitzen bei den Herren.

Die passende Abschluss-Predigt mal wieder von Dr. Markus Krall:

Schlensky muss also alleine bei Trump antanzen während die mitgebrachte Truppe diplomatischer Layen-Darsteller im IKEA-Bällebad warten darf. Zu geil für diese Welt.

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