Von der Abzocke betroffen: Das VW-E-Modell ID D.3 (Foto:Wikicommons)
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Abo-Falle bei Volkswagen: Wer volle PS-Zahl will, muss extra blechen

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Der VW-Konzern ist zwar in einer existenziellen Krise, den Trend zum kundenfeindlichen betreuten Fahren gibt er aber trotzdem nicht auf: Wer beim E-Modell ID D.3 die vollen 230 PS auf die Straße bringen will, muss entweder umgerechnet 19 Euro pro Monat zahlen oder eine Einmalzahlung in Höhe von 754 Euro leisten. Wer dies nicht will, muss sich mit 204 PS begnügen. Vor drei Jahren wollte BMW in den USA eine ähnliche Abzocke betreiben, indem man den Kunden 18 Dollar pro Monat für die Nutzung der Sitzheizung berechnete.

Nach Protesten und Spott rückte man davon jedoch schnell wieder ab. Dennoch ist zu befürchten, dass die Autoindustrie daran festhalten wird, die volle Nutzung des Produkts, das man gekauft hat, nur noch gegen Aufpreise zu ermöglichen. Mittlerweile kann man im Grunde das komplette Fahrzeug fernsteuern. Diese verbrämt man dann auch noch als Kundenfreundlichkeit. Schließlich könne man neue Ausstattungen nach dem Kauf des Wagens dazubuchen, wenn die Bedürfnisse sich ändern oder es einen Halterwechsel gebe.

Bevormundende Technik ab Werk

Hinzu kommen die ständigen Bevormundungen durch die EU: Seit diesem Sommer ist eine Alkohol-Wegfahrsperre im Auto und anderen Kraftfahrzeugen vorgeschrieben. Diese besteht aus einem Alkoholmesser und einer Wegfahrsperre, die an die Motorzündung gekoppelt ist. Vor Beginn der Fahrt pustet der Fahrer in das Handgerät, das dann den Alkoholgehalt im Atem misst. Liegt dieser unter der gesetzlich definierten Promillegrenze, kann der Motor gestartet werden, wenn nicht, wird die Zündung blockiert.

Seit einem Jahr ist bereits ein ganzer Katalog weiterer Schikanen in Kraft, unter anderem ein Notbremsassistent, Spurhalteassistent, ein intelligenter Geschwindigkeitsassistent, ein Müdigkeitswarner, ein adaptives Bremslicht und ein Rückfahrassistent. Auf das eigene Fahrvermögen kommt es also kaum noch an. Man wird völlig kontrolliert, überwacht und gegebenenfalls aus der Ferne lahmgelegt. Bürokratie, Herrschaftswahn und Profitgier greifen ineinander, um Autofahrer zur bloßen Staffage im eigenen Wagen zu machen. Damit werden die neuen Autos zum symbolischen Abbild des entmündigten und gläsernen Bürgers, der überall angestrebt wird. (TPL)

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