Arbeitsamt (Bild: shutterstock.com/ Von Herr.Stock)
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Systematisch wird der Bürger über die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen belogen

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Der Bürger wird in Deutschland bei den Arbeitslosenzahlen systematisch betrogen und belogen. Monat für Monat werden Statistiken veröffentlicht, die den Eindruck erwecken sollen, der Arbeitsmarkt sei stabil und die Probleme im Griff. Die wahre Zahl der Arbeitslosen ist deutlich höher, als es die veröffentlichte Quote vermuten lässt.

Im März 2025 meldete die Bundesagentur für Arbeit rund 3 Millionen Arbeitslose. Schon diese Zahl klingt hoch, doch sie bildet nur einen Teil der Wahrheit ab, so die NOZ. Denn nach der offiziellen Definition gilt nur als arbeitslos, wer arbeitslos gemeldet ist, dem Arbeitsmarkt sofort zur Verfügung steht, sozialversicherungspflichtige Arbeit sucht und gleichzeitig keine Maßnahme besucht. Wer nicht in dieses enge Raster passt, verschwindet praktischer Weise schlicht aus den Statistiken – auch wenn er faktisch ohne Arbeit ist.

So tauchten im März weitere 731.000 Menschen nicht in der Arbeitslosenzahl auf, weil sie an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen oder krankheitsbedingt in Unterbeschäftigung stecken. Auch 408.000 Bürgergeldempfänger fehlen, die als „nicht zumutbar“ für den Arbeitsmarkt gelten, etwa weil sie Kinder betreuen oder Angehörige pflegen. Hinzu kommen etwa 60.000 Menschen über 58 Jahre, die länger als zwölf Monate kein Stellenangebot erhalten haben und deshalb schlicht nicht mehr als arbeitslos gezählt werden – obwohl sich an ihrer Erwerbslosigkeit nichts geändert hat.

Addiert man diese Gruppen, ergibt sich eine Zahl von zusätzlich rund 1,2 Millionen Menschen, die unsichtbar gemacht werden. Rechnet man sie zu den offiziell gemeldeten 3 Millionen hinzu, landet man bei knapp 4,2 Millionen Erwerbslosen. Und hier zeigt sich die Dimension des Betrugs: Die Bundesagentur für Arbeit verkauft der Öffentlichkeit eine Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent. Die Realität liegt jedoch bei etwa 9,1 Prozent – also fast ein Drittel höher.

Das ist keine Nebensächlichkeit, sondern bewusste Täuschung des Bürgers. Millionen Menschen ohne Arbeit verschwinden durch definitorische Tricks und statistische Winkelzüge aus der öffentlichen Wahrnehmung. Die Politik sonnt sich in vermeintlichen Erfolgen, während die Betroffenen unsichtbar gemacht werden. Wer so handelt, manipuliert nicht nur Zahlen, sondern betrügt die Gesellschaft und lügt den Bürgern ins Gesicht. Arbeitslose verschwinden nicht dadurch, dass man sie aus der Statistik streicht. Sie existieren weiter – und genau das macht diesen Zahlenbetrug so skandalös.

(SB)

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