Zu früh gefreut: Mohrenstraße in Berlin wird nun doch umbenannt

Zu früh gefreut: Die Mohrenstraße in Berlin fällt heute doch nach über 300 Jahren! Kaum hatte das Verwaltungsgericht die Umbenennung gestoppt, setzte die grüne Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger zum Gegenschlag an – und zog vors Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Offenbar sitzen die Grünen hier bereits in den Roben, denn die Entscheidung der Vorinstanz wurde kurzerhand kassiert. Ab 14 Uhr kann Vollzug vermeldet werden.

Noch gestern jubelten viele über einen juristischen Erfolg der Vernunft: Die geplante Umbenennung der Mohrenstraße in Anton-Wilhelm-Amo-Straße war vorerst gestoppt, ein Eilantrag der Bürgerinitiative hatte Wirkung gezeigt. Doch dieser kleine Sieg der Vernunft währte nur kurz:

Die grüne Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger ließ die Entscheidung kassieren, zog vors Oberverwaltungsgericht. Anscheinend haben die Grünen hier schon ihre Leute in den Roben und so wurde die Vorinstanz ausgehebelt. Gegen den erklärten Willen der Anwohner wird die Straße also am Samstag in „Anton-Wilhelm-Amo-Straße“ umbenannt, um 14 Uhr mit Fest, Reden, Performances und Musik.

Der Begriff „Mohr“ ist keineswegs veraltet oder „ungewohnt“. Er wurde von einer lautstarken linken Minderheit gezielt problematisiert, um ein weiteres Feld für symbolische Machtdemonstration zu schaffen. Anstatt historische Begriffe im Kontext zu erklären, wird versucht, sie per Verwaltungsakt aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Es geht nicht um Aufklärung oder echten Antirassismus – sondern um Umerziehung von oben, betrieben von einem politisch-medialen Milieu, das sich anmaßt, moralisch über allen anderen zu stehen.

Der geplante Namenspatron Anton Wilhelm Amo soll als vermeintlich „würdige Alternative“ herhalten. Amo war zwar der erste bekannte afrikanischstämmige Akademiker im deutschsprachigen Raum, doch seine Biografie ist alles andere als das ungebrochene Heldensymbol, das die Umbenennungsbefürworter heute inszenieren. Als Kind verschleppt und zur Repräsentation in Fürstenhöfen benutzt, verdankte er seine Karriere weniger persönlicher Freiheit als kolonialer Instrumentalisierung. Dass ausgerechnet ein durch Sklaverei geprägtes Schicksal nun moralisch gegen die Mohrenstraße ins Feld geführt wird, offenbart die historische Oberflächlichkeit und politische Scheinheiligkeit derjenigen, die diesen Namenswechsel durchsetzen – sie instrumentalisieren Einzelschicksale für ihr ideologisches Sendungsbewusstsein.

Dieses linke Bilderstürmertum ist der ideologische Nachfolger der Jakobiner: Statt Statuen zu stürzen, werden heute Straßennamen gelöscht. Wer widerspricht, wird eingeschüchtert – über 1.000 Anwohnern drohten Gebühren für ihren Widerspruch. Gestern war noch Grund zum Jubeln, heute müssen wir erleben, wie die links-grüne Woke-Mischpoke den Bürgerwillen niederwalzt.

(SB)