Zu den zahllosen Lügen aus dem Anti-AfD-Propagandaarsenal gehört auch die Behauptung, die Wahlerfolge der AfD in Ostdeutschland würden massenhaft Touristen abschrecken. Andreas Heinemann, der Chef des Tourismusverbandes Rügen, hat dafür nur ein müdes Lächeln übrig. „Rügen läuft immer.“ Auch in diesem Jahr. „Alles normal, alles wie immer“, sagte er. Die Debatten über Urlaub in den „blauen [also AfD-] Ländern“ seien „unreflektiert“. Er kenne AfD-Wähler, die meisten seien nicht rechtsradikal, sondern Protestwähler, die nicht mal wüssten, was im Programm stehe. Die meisten Urlauber seien aus dem Osten, wo die Wahlen nicht viel anders ausgegangen seien. Sie kämen seit Jahren oder sogar Jahrzehnten nach Rügen. „Niemand hier lässt sich von elitären West-Zeitungen irgendwelche Skrupel andichten“, so Heinemann weiter.
Tatsächlich ist und bleibt Mecklenburg-Vorpommern eines der beliebtesten Urlaubsziele in Deutschland. Die meisten Besucher kommen aus Brandenburg, Berlin, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, aber auch aus Dänemark, der Schweiz und den Niederlanden. Rügen und die anderen Inseln sind am beliebtesten. Laut Heinemann stehen an manchen Tagen 1.200 bis 1.500 Autos auf den Parkplätzen. Auch Hotels, Pensionen oder Vermieter von Ferienwohnungen hätten keine Probleme. „Gute Buchungslage, viele Tagestouristen.“
Kein negativer Einfluss
Selbst die Ex-Tagesschausprecherin Judith Rakers, die von Hamburg nach Rügen gezogen ist, lässt sich von der AfD-Hysterie nicht mehr ins Bockhorn jagen. Auf die Frage eines „Welt“-Reporters, ob es ihr nicht zu denken gebe, dass in ihrem künftigen Wahlkreis die AfD mit 37,3 Prozent mit Abstand die meisten Stimmen erhielt, entgegnete Rakers, die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler habe sich „für demokratisch gelesene Parteien“ entschieden. Viele Menschen hier seien unzufrieden mit der aktuellen Politik und brächten das durch ihr Wahlverhalten zum Ausdruck, trotz Warnungen vor rechtsextremen Tendenzen. Sie sei gespannt, welche Erfahrungen sie in Zukunft machen werde. Dem ARD-Lügengefängnis entronnen, ist die AfD offenbar plötzlich gar nicht mehr so gefährlich und man ist sogar zu vernünftigen und realistischen Antworten fähig.
Auf den Tourismus haben die spektakulären Wahlsiege der AfD in Ostdeutschland also keinen negativen Einfluss. Niemand fürchtet, auf Rügen von Nazi-Horden überfallen zu werden. Die Menschen genießen ihren Urlaub und kümmern sich nicht um die Spinnereien des Linksblocks und seiner Medien, der nur noch mit sich selbst spricht. (TPL)























