Die “Tagesschau” hat auf Instagram wieder einmal alle Register ihrer typisch einseitigen Israel-Berichterstattung gezogen. „Israel greift Jemen an“, lautet die riesige Schlagzeile vor dem Hintergrund eines massiven Bombeneinschlags und fliehender Menschen. Sehr viel kleiner fällt dann die Information aus: „Vorausgegangen war ein Raketen-Angriff der Huth-Miliz auf Israel“. Im beigefügten Text werden dann aber wieder nur die üblichen von der Hamas präsentierten Todeszahlen aus dem Gazastreifen abgehandelt. Mit Hintergründen über die radikal-islamische Huthi-Miliz, die auch eine Gefahr für den internationalen Seehandel darstellt, hält man sich bei der ARD nicht weiter auf. Es geht offensichtlich darum, Israel wieder einmal als zügellos und nach Lust und Laune um sich bombende und andere Länder überfallende Macht darzustellen.
Beim ARD-Publikum stößt dies auf Gegenliebe: „Wohin soll diese lächerliche „Selbstverteidigung“ eigentlich noch führen?“, lautet ein Kommentar, in anderen heißt es, „Wen haben sie nicht angegriffen?“; „Noch Verteidigung“, „Wann stoppt jemand Israel?!; „Meiner Meinung nach, wäre es für uns das Beste die diplomatische Beziehung zu Israel endgültig zu beenden statt an dieser fragwürdigen Staatsräson festzuhalten“ oder „Die greifen einfach jeden um sich an. Wahnsinn“.
Ursache und Wirkung vertauscht
Nur wenige wiesen darauf hin, dass auch hier wieder Ursache und Wirkung vertauscht werden. Die ARD liefert ihren Zuschauern das Israel-Bashing, das sie wünschen – und das, aus voller Überzeugung der nahezu ausschließlich linken bis linksextremen Redakteure und sonstigen Mitarbeiter. Fast alle sind Anhänger von Grünen, SPD oder Linken, wo solche anti-israelischen Positionen längst selbstverständlich sind.
Bei den Linken tritt der Judenhass dabei am offensten, ungeniertesten und fanatischsten hervor: Aus dem bayerischen Landesverband kommt ein Antrag, der ernsthaft fordert, auf dem Ende September stattfindenden Landesparteitag in Ingolstadt, solle beschlossen werden, „dass es sich bei Zionismus um eine ethnonationalistische Ideologie handelt, mittels derer der Apartheidsstaat Israel einen Genozid an den Palästinenser*innen verübt“. Die Partei verurteile dies und verpflichte sich, „diese menschenverachtende Ideologie zu bekämpfen“. Zur Begründung werden unter anderem sozialistische jüdische Historiker angeführt, die Israel Rassismus vorwerfen.
Aberwitzige Geschichtsvergessenheit
Die Nationalhymne „Hatikvah“ beschreibe Israel ausschließlich als Erfüllung jüdischer Sehnsucht – „nicht als gemeinsame Heimat aller Bürger*innen“. Das Nationalstaatsgesetz, das am 19. Juli 2018 im israelischen Parlament, beschlossen wurde, definiere Israel explizit als den Nationalstaat des jüdischen Volkes und mache die jüdische Kultur und Sprache zur alleinigen Grundlage staatlicher Identität, heißt es weiter. Zur Rechtfertigung des Apartheid-Vorwurfs wird unter anderem das Rückkehrgesetz von 1950 angeführt. Dieses privilegiere Menschen jüdischer Herkunft weltweit und gewähre ihnen sofortige Staatsbürgerschaft, während nichtjüdischen Menschen ihr Menschenrecht auf Asyl jedoch häufig verwehrt werde.
Als ob dieser blanke Irrsinn nicht genug wäre, wird in einem zweiten Antrag gefordert, der Parteitag solle auch gleich noch beschließen, „dass es sich bei Zionismus um eine antisemitische Ideologie handelt, die wie alle Formen des Antisemitismus bekämpft werden muss“. Die Geschichtsvergessenheit, die aus diesem aberwitzigen Geschwafel und seiner wirren Begründungen spricht, ist atemberaubend. Der einzige Grund dafür, dass es den Staat Israel gibt, sind jahrhundertelange Verfolgungen und Pogrome gegen Juden in Europa, mal aus religiösen, mal aus rassistisch-biologistischen Gründen, die im Holocaust gipfelten, als man versuchte, das gesamte jüdische Volk auf industrielle Weise zu vernichten. Der Zionismus ist die Konsequenz aus dieser unendlich leidvollen historischen Erfahrung, die in der gesamten Weltgeschichte beispiellos ist. Von alledem findet sich bei den Linken kein Wort.
Die Mauerschützenpartei hetzt gegen “Zionismus”
Stattdessen entblödet man sich nicht, zu behaupten, die Forderung nach einem eigenen, auch exklusiven Staat für ein Volk, das beinahe ausgerottet worden wäre, sei ihrerseits antisemitisch, also judenfeindlich. Es ist ein neuer Tiefpunkt in der Geschichte dieser unseligen Partei. Am Ende es ersten Antrags heißt es: „Als linke Partei ist es unsere Pflicht, immer auf der Seite der Unterdrückten zu stehen, und alles uns Mögliche zu tun, diese Unterdrückung zu beenden. Entsprechend verurteilen wir als Linke Bayern klar das genozidale Vorgehen des ethnonationalistischen Apartheidsstaates Israels und solidarisieren uns mit der palästinensischen Bevölkerung“.
Ausgerechnet die unmittelbaren Nachfolger der totalitären Verbrecher- und Mauerschützenpartei SED, die die Bürger der ehemaligen DDR 40 Jahre lang unterdrückte, ihrer Freiheit beraubte und 28 Jahre lang einmauerte, damit sie nicht aus dieser Hölle fliehen, wirft sich nun zum Anwalt der angeblich Entrechteten auf. Es ist nur noch widerlich, wie diese Partei, die seit 35 Jahren verboten sein müsste, noch immer ihr Unwesen treiben und sogar zum akzeptierten Brandmauer-Partner der Union werden konnte. (TPL)























