Deutsche sollten das Interview offenbar nicht zu hören kriegen und es besser nicht kennen, das Lügenkanzler Friedrich Merz am 29. August 2025, dem französischen Sender “La Chaîne Info” (LCI), der in etwa unserer ARD entspricht, gab. Doch Youtube vergisst nichts. Friedrich der Erste reiste also nach Südfrankreich zur mittelalterlichen Burg Brégançon nahe Nizza., und durfte an der Seite von Frankreichs Gottkaiser Emmanuel I. im staatseigenen Pool planschen. Anschließend betonte er, welche Ehre das für ihn gewesen sei. Und Stunden nach dem Aufenthalt im lauwarmen Wasser wand er sich dann im französischen Fernsehen wie ein Fisch an Land.
Wehrpflicht klar angekündigt
Dabei entfuhr ihm Verräterisches zum neuen Wehrdienstgesetz, das wohl doch nicht so freiwillig-anreizbasiert gedacht ist, wie es kommuniziert wird: „Wenn das nicht auf freiwilliger Basis funktioniert, dann müssen wir zur Wehrpflicht zurückkehren.“ Auf Deutsch sagte Merz wörtlich: „Wir haben uns darauf geeinigt, an einem Gesetz zur Rekrutierung von Soldaten zu arbeiten, weil wir die Qualität der Bundeswehr verbessern wollen. Und wenn das nicht auf freiwilliger Basis funktioniert, dann müssen wir zur Wehrpflicht zurückkehren. Das ist natürlich nicht einfach. Zum Beispiel: Wie integrieren wir Frauen? Da gibt es noch viele Hindernisse zu überwinden, aber es ist der Anfang.“
Das ist kein Versprecher, das ist Merz pur. Im Land der Wehrpflicht-Abschaffer klingt das wie eine kalte Dusche. Frauen ausdrücklich eingeschlossen. In Deutschland redet er weich von „Anreizen“. In Frankreich holt er die Keule raus.
Französische Atomwaffen auf deutschem Boden
Plötzlich wirkte der ewige CDU-Apparatschik wie ein General. Er redete von Krieg, von Pflicht und von Atomwaffen. Nicht nur irgendeine Floskel: Merz erklärte, er könne sich französische Atomwaffen auf deutschem Boden vorstellen. Ausgerechnet in einem Land, das seine Kernkraftwerke abgeschaltet hat. In Berlin hätte er diesen Satz niemals gewagt. In Macrons Sommerresidenz Brégançon verkaufte er ihn als Vision.
Ach ja: Merz nutzte die Bühne in Brégançon auch, um die AfD als „Verbündeten Putins“ abzustempeln. Ein Satz, den er in Berlin zwar ebenso fallen lässt, der aber im Ausland eine andere Wirkung hat. Dort verkauft er sich ernsthaft als mutiger Demokrat, der gegen Moskaus angebliche Einflussagenten kämpft. In Wahrheit attackiert er damit offen zehn Millionen Deutsche, die sich die AfD ausdrücklich wünschen. In Frankreich gab er sich des Beifalls sicher. Für seine eigenen Bürger ist es nichts anderes als eine Verhöhnung.























