Hallervorden 2021 mit seinem Sohn Johannes (Foto:Imago)
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Didi Hallervorden: Vom eigenen Sohn zum 90. Geburtstag mit linkstotalitären Belehrungen vorgeführt

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Heute feiert Dieter Hallervorden, die letzte Komik- und Schauspielerlegende der alten Bundesrepublik, seinen 90. Geburtstag. Die ARD zeigte aus diesem Anlass am Montag die Dokumentation „Hallervorden – Didi gegen den Rest der Welt“. Statt das Lebenswerk Hallervorderns zu würdigen, der in den 1970er und 1980er Jahre mit Wärme, Mutterwitz und schon damals politisch erfrischend unkorrekten Pointen die Deutschen zum Lachen brachte und mit legendären Witzen (“Ins Hotel?!?”, “Palim, Palim“ und viele mehr) die Herzen eroberte, musste das Erste Deutsche Haltungsfernsehen darin natürlich vor allem die angeblichen Grenzüberschreitungen Hallervordens in seinem Spätwerk thematisieren. Denn seit der linke Gesinnungsbolschewismus in Deutschland umfröhliche Urständ feiert, ist Lachen auch schon rechtsextrem und im Zweifel delegitimierend. Also arbeitete sich die ARD-Geburtstagsdoku natürlich auch am Auftritt Hallervorderns in der Jubiläumsshow „75 Jahre ARD“ ab.

Darin hatte es der Komiker in einer Neuauflage seiner bekannten Nummer „Im Kaufmannsladen“ gewagt gewagt, den woken Irrsinn aufs Korn zu nehmen, indem er die Worte „Negerkuss“ und „Zigeunerschnitzel“ benutzte und den Eindruck erweckte, dafür im Gefängnis gelandet zu sein, wo der Sketch spielt; eine maximale Provokation in diesen irren Zeiten, die zu einem vielstimmigen Protestgeschrei führte – was wiederum die Richtigkeit und Wichtigkeit von Hallervordens beißendem Spott im Remake des Sketches bestätigte. Hallervorden war jedoch standhaft geblieben: „Es sind genau diese Menschen, die anderen helfen wollen, nicht verletzt zu werden – die aber mich als alten, weißen Mann bezeichnen. Ist das nicht auch verletzend?“, kritisierte er und legte verschmitzt nach: „Ich benutze das ‚Z-Wort‘ nicht mehr. Ich bestelle stattdessen ein ‚Schnitzel mit dem verbotenen Namen‘“. Tatsächlich ist in allen Mainstream-Medien seit geraumer Zeit noch vom „N-Wort“ und vom „Z-Wort“ statt von Neger und Zigeuner die Rede, was die Durchdringung des öffentlichen Raums mit den woken Sprachtabus eklatant belegt.

Der woke Filius: Der Apfel fällt recht weit vom Stamm

Wie sehr dieser Ungeist der neuen Zeit auch in Hallervordens eigenem Nahbereich Einzig gehalten hat, das bestätigte ausgerechnet sein eigener 26-jähriger Sohn Johannes (der damit zugleich bewies, dass auch Intelligenz nicht unbedingt erblich ist). Dieser kam in der – vorgeblich doch zu Hallervorderns Ehren produzierten – ARD-Doku natürlich ebenfalls zu Wort, und fiel seinem eigenem Vater dort voll in den Rücken: „Für mich ist dieser Auftritt, um es deutlich zu sagen, absolut unnötig gewesen“, empörte er sich über die Sketch-Neuauflage. Hallervorden junior schob auch noch eine bemerkenswerte Begründung nach: „Weil es wieder suggeriert, man dürfe nicht mehr sagen, was man denkt. Dabei darf man einfach nur nicht mehr sagen, was andere Menschen verletzt, was andere Menschen kränkt und was diskriminierend ist. Und das ist auch richtig so“, bestätigte er unfreiwillig seine Unterwerfung unter die neostalinistischen Gehirnwäsche.

Außerdem faselte er, seinen Vater „zum Nachdenken zu bewegen“ sei „nicht immer sehr einfach“, und äußerte den Wunsch, dieser möge “da ein bisschen mehr Offenheit” zeigen für “Argumente” und “Dinge, die sich verändern“. Dass sich hier nicht die Dinge von selbst verändern, sondern dass eine gezielte Agenda der geistigen Bevormundung hinter dem linken Sprachpuritanismus steckt, übersteigt offenbar sein Reflexionsvermögen. Mit diesem konformistischen Haltungsgeschwätz bewies Hallervorden junior nur, dass er das Prinzip der Meinungsfreiheit nicht begriffen hat.

Linkswokes Spießertum

Denn wenn andere darüber entscheiden, was gesagt werden darf, damit sich niemand gekränkt oder diskriminiert fühlt, gibt es keine Freiheit des Wortes mehr, denn jeder kann sich durch jede noch so harmlose Aussage gekränkt oder beleidigt fühlen. Es ist, wie Harald Schmidt einst sinngemäß sagte: Wenn Humor und Satire nicht mehr verletzen dürfen, kann man sie gleich lassen. Im linkswoken Spießertum jedoch werden subjektive Befindlichkeiten und “Gefühle” von Zartbesaiteten aufgebauscht und zu rechtlichen und moralischen Normen erhoben. Das Ergebnis ist dann genau die die Sprachpolizei, die Hallervorden senior in seinem Sketch thematisierte. Vom eigenen Sohn wird er dafür nun in einer “Dokumentation” über sein Lebenswerk als starrsinniger alter Reaktionär dargestellt, der die Welt nicht mehr versteht.

Bei den ARD-“Journalisten”, die mehrheitlich linksgrüne Aktivisten und Kulturkämpfer sind, dürfte man über diesen aus ihrer Sicht gelungenen Coup frohlockt haben: Die bei Corona eingebübte Entzweiung und Spaltung bis in den sozialen Nahbereich und sogar bis in die Familien hinein ist ein probates Zersetzungsinstrument, um die Menschen noch anfälliger für Propaganda zu machen. Hier wird ein Vertreter der vemeintlich aufgeweckten Jugend seinem eigenen Vater als sturem, altem, weißem ewiggestrigem Mann gegenübergestellt, der die Zeichen der Zeit einfach nicht begriffen hat und nur noch peinlich ist. Solche Methoden kennt man aus totalitären Regimen, die schon immer die Kinder gegen die Eltern oder das gesamte soziale Umfeld ausspielen wollen. Wie fruchtbar der Schoß dafür in Deutschland noch immer ist und wie effizient diese Methoden leider immer noch funktionieren, zeigt sich im Mai, als der linksradikale ZDF-Hetzer Jan Böhmermann den Youtuber „Clownswelt“ als angeblichen „Faschisten“ brandmarkte, dessen Identität öffentlich machte und dessen gesamtes privates Umfeld ausspionierte und bedrängte.

Wie beim Fall Clownie: Spaltung bis ins engste soziale Umfeld

Clownies” eigene Bandkollegen und langjährige Freunde seiner Metal-Band Powergame fielen dem Youtuber parallel im Zuge der von der “Zeit” mit stasiartigem Eifer betriebenen “Recherchen” in den Rücken, schlossen ihren Kumpel aus der Band aus und übten sich mit demonstrativen Distanzierungen: „Jemand, der uns jahrelang bewusst verschweigt, dass er rechte Hetze verbreitet und dabei weiß, dass wir das nie akzeptieren würden, war ganz offensichtlich nie unser Freund“, mimten sie Betroffenheit, und betonten, gerade wegen Kommentaren, die sie “von Rechten” bekommen hätten, sei es „umso wichtiger, Haltung zu zeigen“. Gipfel der servilen Unterwerfung unter die Gesinnungs-Gestapo: Die Band verzichtete theatralisch sogar auf die Veröffentlichung eines geplanten Albums,  weil „Clownie“ daran mitgewirkt hatte. Ob Entfremdung zwischen langjährigen Freunden und Künstlern oder zwischen Söhnen und Vätern: Der linke Faschismus, gespeist aus Mitläufertum und Feigheit, bringt auch 2025 noch zuverlässig alles Schlechte im Menschen zum Vorschein.

Und wie reagierte der 90-jährige Didi auf die bodenlose Taktlosigkeit, dass Johannes Hallervorden seinen Vater derart in aller Öffentlichkeit bloßstellt? Er gab sich betont weise und altersmilde: „Der eigene Sohn äußert Kritik, das ist sein gutes Recht. Ich hätte das an seiner Stelle allerdings unter vier Augen gemacht und nicht vor einem Millionenpublikum. Aber: Meinungsfreiheit über alles, deshalb für mich okay!“, bemühte er sich sein Befremden diplomatisch zu kaschieren. Selbst in dieser Reaktion bewies Hallervorden die menschliche Größe, die seinem Filius offenbar völlig abgeht. (TPL)

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