Weder Islamisierung noch der Absturz in die gesellschaftspolitische Irrelevanz konnte die beiden großen Kirchen Deutschlands bislang zu einer geistigen Erneuerung und Umkehr bewegen; unter Modernisierung verstehen sie allenfalls die Anbiederung an die linkswoke Sekte, womit sie sich allerdings nicht erneuern, sondern sich der Mehrheit der Bevölkerung noch mehr entfremden. Zudem suchen sie ihr Heil in linkem politischen Aktivismus, indem sie sich als Teil der “Unsere Demokratie”-Front an der anhaltenden Abschaffung echter Demokratie beteiligen. Nicht nur die hoffnungslos verstrahlte, linksgrün und transqueer durchideoligisierte evangelische Kirche, sondern auch die Katholen in Deutschland geraten zunehmend in die Kritik, ihre spirituelle Mission zugunsten eines (alt-)parteipolitischen irregeleiteten Engagements aufzugeben. Das betrifft nicht nur klima-, migrations- und identitätspolitische Inhalte, sondern vor allem den Umgang mit der einzigen Realopposition AfD.
Jüngstes prominentes Beispiel dafür ist der Kölner Sozialpfarrer Franz Meurer, der AfD-Wahlplakate aus „demokratischen Gründen“ abgehängt haben soll. Wer so argumentiert, würde vermutlich auch Folter aus humanitären Gründen oder Vergewaltigung zur Würdigung sexueller Selbstbestimmung gutheißen. Meurer, seit 57 Jahren CDU-Mitglied, rechtfertigte seine kranke Aktion ausgerechnet damit, dass die betreffenden AfD-Plakate gegen eine Großmoschee gerichtet waren, was er als “unvereinbar mit demokratischen Werten” ansah. Nach dem Motto: Die dümmsten Kälber verteidigen ihre späteren Metzger selber. Diese lupenrein antidemokratische Handlung eines selbsternannten Musterdemokraten führte zu strafrechtlichen Konsequenzen, da das Entfernen von Wahlplakaten eine Sachbeschädigung darstellt.
Wahn des eingebildeten Widerstands
Doch die EKD-Vertreter stehen dem in nichts nach. Die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz vergaß sich am Mittwoch in einem Interview mit der “Schwäbischen Zeitung“: Sie holte dort zu völlig maßlosen Breitseiten gegen die AfD aus und erwies sich damit ebenfalls als hoffnungsloses Opfer der linken Großprojektion von der “Demokratiebedrohung” durch die AfD, im Kampf gegen die man sich wohlfeil als neuer “Widerstand” begreift. Zu Recht warf der religionspolitische Sprecher der AfD im Stuttgarter Landtag, Rüdiger Klos, Wulz daraufhin vor, im Namen von „Langmut und Güte“ eine demokratisch gewählte Partei zu diffamieren und die Kirche mit parteipolitischer Ideologie zu vermischen. Er erinnerte daran, dass gerade die AfD für christliche Werte wie Ehe, Familie und den Schutz ungeborenen Lebens stehe – moralische Kerninhalte, die einmal von den Kirchen verteidigt wurden und nach wie vor viele gläubige Christen ansprechen.
Es ist genau dieser irre, auf Propaganda, Lügen und Hysterie fußende Kampf von Kirchenvertretern gegen all das, was immer mehr Menschen in Deutschland bewegt, was sie denken und fühlen und was die AfD als einziges Sprachrohr und Sammelbecken kanalisiert, der zu ihrer zunehmenden Entfremdung von den eigenen Schäfchen und Mitgliedern führt – und damit zu den in Rekordtempo anhaltenden Kirchenaustritten. In Deutschland gibt es nicht nur immer mehr “Ungläubige”, sondern wegen dieser Realitätsverleugnung und Verhetzung Andersdenkender auch sich immer mehr Gläubige, die sich nicht mehr von ihrer Kirche repräsentiert fühlten.
Spiritueller Offenbarungseid
Beide Konfessionen bilden eine verhängnisvolle Schicksalsgemeinschaft, während sie gemeinsam in die Bedeutungslos abstürzen. Dass sich EKD und Bischofskonferenz gleichermaßen gegen die AfD als demokratisch und von immer mehr Menschen gewollte Partei positionieren und sie ernsthaft als „nicht wählbar“ für Christen bezeichneten, dass sie AfD-Politiker ausgrenzen und entrechten, ist ein politischer und spiritueller Offenbarungseid. Dieser Hass von den Kanzeln ist kaum mit christlichen Grundsätzen vereinbaren. Die Bischöfe reden sich damit heraus, dass sie der AfD “völkisch-nationalistische Positionen” vorwerfen, die “mit dem christlichen Menschenbild unvereinbar” seien. Das erinnert an Kirchenbann und Hexenverfolgung. Matthias Franz Ring, Bischof der von Rom abgespaltenen Altkatholischen Kirche, warnt, dass solche Positionierungen von Kirchenoberen als undemokratisch wahrgenommen werden könnten, da sie den Wählern vorschreiben, wie sie ihre politische Meinung zu bilden haben.
Die AfD sieht in der Politisierung der Kirchen und ihr Eintreten zugunsten einer weltanschaulichen Agendapolitik eine sträfliche Abkehr von ihrem eigentlichen Auftrag, der Verkündigung des Evangeliums. Stattdessen werde Kirche zum „Sprachrohr grüner Ideologie“, so Klos. Dem widersprechen Theologen und Geistliche, die sich den Kampf gegen die “Blauen” auf die Fahnen und Talare geschrieben haben, vehement: Pfarrerin Sabine Wagner aus Leipzig meint, die Kirche müsse als “ethisches Korrektiv in der Gesellschaft” fungieren müsse. Das ist zwar als generelle Feststellung zutreffend; dass man jedoch eine demokratische und rundum auf dem Boden des Grundgesetzes stehende Partei einfach als unethisch diffamiert und ihre Bekämpfung – oder gar ihr Verbot – folglich als unsittlich, zeugt ja gerade von der wahnhaften und fanatischen Propaganda und der großen Autosuggestion. Wer vom Bösen so sehr überzeugt ist, dass er den Kampf dagegen mit allen Mitteln gutheißt, öffnet Unrecht dem Weg. Schon zweimal in der deutschen Geschichte der letzten 100 Jahre versagten die Kirchen an eben dieser Erkenntnis. (TPL)























