Linke Plärrer und "Protestler” machten vor der Halle Stimmung gegen Palmer und das Streitgespräch mit AfD-Lokalchef Frohnmaier (Foto:ScreenshotYoutube)
[html5_ad]

Die Schande von Tübingen: Palmer, die AfD und der Linksfaschismus

f9695aefb784479fb60235822595849d

Das Streitgespräch zwischen dem ehemaligen Grünen, nun aber parteilosen Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer und dem AfD-Landesvorsitzenden Markus Frohnmaier in der Tübinger Hermann-Hepper-Halle am Freitagabend geriet zu einer linken Horrorshow unglaublichen Ausmaßes. Wegen lautstarker Störungen durch die üblichen linksradikalen Verdächtigen musste der Beginn um 45 Minuten verschoben werden. Vor der Halle demonstrierten Gruppen wie Fridays for Future, das Bündnis „Gemeinsam und Solidarisch gegen Rechts Reutlingen-Tübingen“ und natürlich die unvermeidlichen Omas gegen Rechts. Es gab eine Fahrraddemo durch die Innenstadt und Kundgebungen vor der Halle und auf dem Marktplatz mit etwa 1.000 Teilnehmern. Die Polizei musste ein Großaufgebot, einschließlich Reiterstaffel, aufbieten, die Halle wurde weiträumig abgesperrt, Besucher erhielten nur mit Ausweis und nach gründlicher Durchsuchung Zutritt – und das alles wegen eines Gesprächs zwischen einem Provinzbürgermeister und einem regionalen AfD-Vorsitzenden.

Dessen Redebeiträge wurden denn auch durch ständige Buhrufe und gebrüllte Parolen wie „Nazis raus“ oder „Kein Recht auf Nazipropanda“ gestört; zwischenzeitlich musste die Veranstaltung gar unterbrochen werden, weil die Lage zu eskalieren drohte und die Störer sich weigerten, ihr Geschrei einzustellen. Unglaubliche Szenen spielten sich ab. Besonders abstoßend: Boris Palmer, der in weiten Teilen des linken Milieus paradoxerweise selbst längst als “Nazi” gilt, weil er sich wiederholt migrationskritisch geäußert und mit angeblich “rassistischen” Sprüchen (“Ja, ich benutze das Wort Neger”) beim woken Empörium in die Nesseln gesetzt hatte, hatte offenbar geplant, den Schlagabtausch mit dem AfDler Frohnmaier zu nutzen, um bei seinen linksgrünen einstigen politischen Weggefährten Boden gutzumachen und sich als ”Antifaschist” zu profilieren; aus diesem Grund hatte er sich vor der Podiumsdebatte auf widerliche Art und Weise bei den linken Antidemokraten angebiedert, ihnen seine „volle Unterstützung“ zugesichert und sogar angeboten, auf ihren Kundgebungen zu sprechen.

Zwischen allen Stühlen

Damit aber biss er bei den Linksfaschisten auf Granit: Nicht nur blockten diese Palmers Antichambrierungsversuche eiskalt abserviert, sondern stellten unmissverständlich klar, dass sie nicht nur gegen die AfD, sondern ebenso auch gegen ihn seien. Mai Schäffer, die Sprecherin des Bündnisses, erklärte, einen Oberbürgermeister, der der AfD „den roten Teppich ausrolle“, ihr „den Wahlkampfauftakt schenke“ und für „rassistische Aussagen“ bekannt sei, sei für sie kein Partner. Auch Katharina Poppei von den Tübinger Linken stellte klar: „Die Demonstrationen richten sich auch explizit gegen Palmer, der der AfD eine Bühne bietet.“ Und das „Bündnis Gemeinsam und Solidarisch gegen Rechts“ bezeichnet Palmer in einem Demo-Aufruf als „grünen Rassisten“. Das alles hätte Palmer wissen können, der am Ende zwischen allen Stühlen saß und sich gegen AfD und Linksblock gleichermaßen erwehren musste. Frohnhöfer, der in der Debatte die deutlich besseren Argumente hatte und (soweit in dem Gebrüll der linken SA vernehmbar) ungleich überzeugender beim Publikum ankam, war klarer Sieger nach Punkten in der streckenweise außer Kontrolle geratenen Veranstaltung.

Palmer war politisch und geistig schon einmal weiter; statt seiner messerscharfen Vernunft und Logik treu zu bleiben und seine rein sachorientierte Unabhängigkeit zu bewahren, die ihn inhaltlich zwangsläufig in etlichen Politikfeldern in die Nähe von AfD-Positionen führen würde (womit er sich wenigstens ehrlich machen würde), glaubt anscheinend ernsthaft, dass ihm die Linken seine peinliche Ablassgesten und Wiederannäherungsvesuche durchgehen lassen. Dass diese Fanatiker und Irren an keinerlei Diskussionen weder interessiert noch dazu fähig sind, hat er offensichtlich noch immer nicht begriffen, obwohl er selbst bereits mehrfach zu ihrem Opfer wurde und ihretwegen die Grünen verlassen hat.

Die wahren Faschisten

Außerdem ging die gestrige Veranstaltung auf Palmer selbst zurück: Er war es, der sich mit der AfD auf das Streitgespräch geeinigt hatte, sofern die AfD im Gegenzug auf eine im Juli geplante Kundgebung in Tübingen verzichten würde. Letztere  hatte bei der lokalen Wirtschaft für Angst und Schrecken gesorgt – aber nicht etwa aus Angst vor der bösen rechen AfD, sondern weil man Ausschreitungen durch Gegendemonstranten in der hoffnungslos linksversifften Studentenstadt befürchtete. So weit ist es schon gekommen, dass Staat und Unternehmen vor Antifa-Briganten eingeschüchtert einknicken. Palmer vereinbarte dann das Streitgespräch und kündigte vollmundig an, die AfD inhaltlich „stellen“ und „entlarven“ zu wollen, wie er im Vorfeld schwafelte. Entlarvt hat er jedoch niemanden sonst als sich selbst – und zwar, leider, als opportunistischer Feigling, der sich nach allen Seiten absichern will und dafür die verdiente Strafe erhalten hat.

Immerhin über eines brachte der Abend erneut Klarheit: Der wahre Faschismus mit all seinen Methoden und Abgründen droht in Deutschland von der Linken, die in Tübingen wieder einmal bewiesen hat, dass von ihr die größte Gefahr für Demokratie und Freiheit in diesem Land ausgeht. Eine Bande von Verrückten, die nur davon lebt, sich an ihrer ständigen Nazi-Hysterie zu berauschen, hat keine andere Ideen mehr, als den politischen Gegner am Reden zu hindern, indem sie ihn niederschreit. Es waren gespenstische und beängstigende Szenen, die sich in Tübingen abspielten und die nichts Gutes für die Zukunft verheißen. Diese selbsternannte “Widerstandsszene” hat sich längst vom demokratischen Prozess verabschiedet und schreckt vor nichts mehr zurück – und sie ist es, die für Spätweimarer Verhältnisse in diesem Land sorgt. (TPL)

image_printGerne ausdrucken

Themen