Die dieswöchige Verhaftung des irischen Komikers Graham Linehan am Londoner Flughafen Heathrow war ein weiterer Dammbruch im Kampf der europäischen Staaten gegen die Meinungsfreiheit. Nicht weniger als fünf Polizisten nahmen ihn in Empfang – und zwar nicht, weil er unter Mord- oder Terrorismusverdachts stünde, sondern wegen dreier transkritischer Tweets! „Anstiftung zur Gewalt“ lautete der offizielle Vorwand für diesen unglaublichen Vorgang, den man im Mutterland der Meinungsfreiheut noch vor wenigen Jahren für unvorstellbar gehalten hätte. „Wenn ein transidentifizierter Mann in einem Frauenraum ist, begeht er einen gewaltsamen, übergriffigen Akt. Macht Lärm, ruft die Polizei – und wenn alles andere scheitert, schlagt ihm in die Eier“, lautete der Inhalt des ersten Tweets. Der zweite zeigte ein Foto einer Trans-Demo mit der Bemerkung: „Ein Foto, das man riechen kann.“ Und im dritten schrieb Linehan: „Ich hasse sie. Misogynisten und Homophobe. Scheiß auf sie“.
Das reicht im Großbritannien des Jahres 2025, damit ein völlig unbescholtener und landesweit bekannter Mann von fünf Polizisten wie ein Schwerverbrecher in Gewahrsam genommen wird. Es gibt rund 30 Verhaftungen pro Tag (!) wegen angeblicher „Hassrede“ – in Wahrheit handelt es sich, genau wie in Deutschland, in den allermeisten Fällen um Verstöße gegen links-woke Sprachverbote, vor allem bei den Themen Migration und Gender. „Als ich die Polizisten sah, musste ich lachen. Ich sagte: ‚Lassen Sie mich raten – Sie wurden von Trans-Aktivisten geschickt“, berichtet Linehan. Die Beamten seien „höflich, verwirrt, sogar freundlich“ gewesen. In der Vernehmung habe er erklärt, der „Schlag in die Weichteile“ sei keine Aufforderung zur Gewalt, sondern eine ironische Zuspitzung über Größenunterschiede zwischen Männern und Frauen. „Die Weichteile liegen für eine Frau nun einmal näher in Schlaghöhe“, sagte er.
Twitter-Verbot und Behandlung wie ein Terrorist
Sein treffendes Fazit dieser ebenso lachhaften wie beängstigenden Vorfall: „In einem Land, in dem Pädophile ungestraft davonkommen, in dem Messerkriminalität außer Kontrolle gerät und Frauen bei jeder Versammlung angegriffen werden, schickt man fünf bewaffnete Polizisten, um einen Comedy-Autor wegen eines Tweets festzunehmen“. Trotz allen zur Schau getragenen Humors, setzte das Ganze Linehan so zu, dass er wegen überhöhten Blutdrucks im „Schlaganfall-Bereich“ ins Krankenhaus gebracht werden musste. Schließlich wurde er unter Kautionsauflagen entlassen. Vor allem ist ihm verboten, irgendetwas auf Twitter zu posten, solange das Verfahren andauert. „Ich wurde am Flughafen festgenommen wie ein Terrorist, eingesperrt wie ein Krimineller, ins Krankenhaus gebracht, weil mich der Stress beinahe umbrachte – und schließlich mit einem Redeverbot im Netz belegt“, so Linehan.
Immerhin könnte dies der Tropfen gewesen sein, der das Fass endgültig zum Überlaufen brachte. Linehans Verhaftung löste einen internationalen Proteststurm aus: „Harry Potter“-Erfinderin Joanne K. Rowling fragte: „Was zur Hölle ist aus diesem Land geworden? Das ist Totalitarismus, absolut verwerflich.“ Der in den USA tätige britische Moderator Piers Morgan sprach von einem Großbritannien, das sich „in Nordkorea verwandelt“. Twitter-Chef Elon Musk schrieb nur: „Polizeistaat“. Es stellt sich nun die Frage, wann es auch in Deutschland so weit sein wird, dass Menschen, die den Wahn des transqueeren „Selbstbestimmungsgesetzes“ humorig bloßstellen, trifft und hier die Handschellen klicken. Denn genau das ist der Weg, den Europa einschlägt. Eine linke Sprachpolizei hat sich überall ausgebreitet und behandelt „falsche“ Worte wie Schwerverbrechen. Dieser Irrsinn ist vielerorts Gesetz geworden und unterhöhlt die Freiheit immer mehr. Um sie zurückzuerobern, muss dem endlich Einhalt geboten und dem woken Wahn mit aller Konsequenz der Garaus gemacht werden. (TPL)























