Es war von Anfang an klar, dass man sich mit dem deutschen Arm von Erdogans Religionsbehörde Diyanet, der Ditib, den politischen Islam ins Land holt. Trotzdem wurde mit der Ditib ein Vertrag geschlossen. Nachdem bei einer Konferenz in der Türkei von der Diyanet der bewaffnete Kampf gegen Israel propagiert wurde, wird deutlich, dass die verantwortlichen Politiker die hiesige Bevölkerung über den Charakter der Ditib getäuscht haben. Angeblich hat das Bundesinnenministerium den türkischem Moscheeverband nun ein Ultimatum gestellt.
Der oberste Hüter der Diyanet, Erdogans türkische Religionsbehörde, jene Islameinpeitscher also, die in Deutschland über die DITIB tausende Moscheen kontrolliert, hat öffentlich zum bewaffneten Kampf gegen Israel aufgerufen. Das ist keine religiöse Predigt, sondern eine offene Kriegserklärung, verbunden mit klassischem, dem Islam immanenten Antisemitismus.
“Bir avuç azgın topluluk, tüm dünyayı felakete sürüklüyor”https://t.co/ieip8gNvkt pic.twitter.com/jZn5Tgc1Ah
— Diyanet (@diyanetbasin) August 29, 2025
Und genau diese DITIB, gesteuert von antisemitischen Mutterkonzern der Diyanet, sind hierzulande als „Partner“ hofiert worden und ihre Strukturen jahrzehntelang gefördert, Subventionen gezahlt, sie in die Islamkonferenz eingebunden. Währenddessen kamen die Imame direkt aus Ankara – Beamte des türkischen Staates, die nationalistische, islamische und somit antisemitische Ideologie im Gepäck hatten. Von Integration keine Spur, stattdessen Parallelstrukturen, politische Einflussnahme und Spitzeltätigkeiten gegen Oppositionelle.
Das Bundesinnenministerium versucht nun – man hört Erdogan förmlich lachen – mit einem Ultimatum Härte zu zeigen: DITIB solle sich unmissverständlich zum Grundgesetz, zur Völkerverständigung und zum Existenzrecht Israels bekennen – sonst Ende der Partnerschaft. Doch mal ehrlich: Wer glaubt diesen Blödsinn wirklich, dass sich ein Islamverband, dessen Aufgabe es ist, den politischen Islam nach Deutschland zu tragen, sich von seinem eigenen Chef in Istanbul distanziert?
Dieses Ultimatum des CSU-Parteisoldaten Dobrindt ist eines dieser Placebos. Es soll Handlungsfähigkeit vorgaukeln, wo in Wahrheit Totalversagen herrscht. Denn eine echte Konsequenz hieße: Bruch mit DITIB, Ende der Zusammenarbeit, Streichung aller Gelder, Beobachtung durch den Verfassungsschutz und Ausweisungen. Genau davor aber scheuen die Verantwortlichen zurück – weil sie dann zugeben müssten, dass die Bevölkerung jahrelang regelrecht verarscht wurde.
Etwas vornehmer formuliert es die Kennerin islamistischer Netzwerke und Aktivitäten, Sigrid Herrmann. Sie schreibt auf X:
„Tatsächlich war seit der Konferenz in Köln im Januar 2019 klar, dass DITIB kein Partner sein kann, siehe meine Kritik zur Kölner Erklärung. Die Politik hat Zeit vertan und entweder sich oder die Bevölkerung über den Charakter dieser Organisation getäuscht. Fatal ist beides.“
(SB)























