Peinlicher geht's nicht: Grüne Piechotta (Foto:Imago)
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Wenn Grüne sich selbst zensieren: Peinliche Interview-Verrenkungen von Paula Piechotta beim „Stern“

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Die Grünen-Abgeordnete Paula Piechotta hat es geschafft, sogar den ganz und gar zum links-woken Verlautbarungsorgan verkommenen „Stern“ vor den Kopf zu stoßen. Nachdem man ihr den Text des 45-minütigen Gesprächs, dass, laut „Stern“, am 25. August im Bundestag in „durchgängig freundlicher Atmosphäre“ stattgefunden habe, zugeschickt hatte, verweigerte Piechotta jedoch die Genehmigung zur Veröffentlichung. Als Grund nannte sie, dass ihre Antworten verkürzt wiedergegeben worden seien. „Auf Hinweise, dass sie im Autorisierungsprozess natürlich – wie jeder andere Politiker auch – ihre Antworten präzisieren oder ergänzen könne, ging sie nicht ein“, schreibt der „Stern“. Später behauptete Piechotta, sie finde keine Zeit um das Gespräch zu bearbeiten. Nach rund einer Woche wurde das Gespräch dann doch freigegeben, allerdings nachdem ganze Passagen gestrichen worden waren – „was der gängigen Autorisierungspraxis komplett widerspricht“, wie der „Stern“ klagt. Eine Mitarbeiterin Piechottas betätigte, dass es hiermit auch seine Richtigkeit habe. Der „Stern“ veröffentlichte das Interview dann in dieser verstümmelten Version, „einschließlich der von Piechotta zensierten Fragen“.

Darin findet sich dann auch immer wieder der Hinweis: „Antwort nicht freigegeben“ – etwa auf Fragen wie „Frau Piechotta, ist Kanzler Friedrich Merz ein Arschloch?“. Als solches hatte sie nämlich Merz` Vorgänger Olaf Scholz tituliert. Zu den Antworten, die Piechotta freigab, gehörte das übliche linke Lamento über die Teilnahme von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner an einer CDU-Veranstaltung auf dem Firmengelände des Unternehmers und „Nius“-Finanziers Frank Gotthardt. „Nius“ bezeichnet Piechotta als „ultrarechtes Pseudo-Medienportal“. Ohne jeden Beweis oder auch nur ein Indiz, unterstellt sie Klöckner Korruption, weil vor zwei Jahren in einem gar nicht zustande gekommenen Geschäft Gotthardt die komplette Mitgliederkommunikation der CDU habe übernehmen sollen.

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Ausschnitt des Stern-„Interviews“ mit Piechotta (Foto:ScreenshotX)

Dabei beruft sie sich auf einen Bericht bei „Table Media“, wonach ein finanzielles Engagement Gotthardts als Mehrheitsgesellschafter praktisch gewesen wäre, „da die Kapitalspritze anders als Parteispenden nicht anzeigepflichtig wäre“. Welche Rolle spielte dabei die damalige CDU-Schatzmeisterin Klöckner, die dieses Vorhaben laut Medienberichten vorantreiben wollte?, fragt Piechotta. Selbst der „Stern“ wirft ihr hier Geraune „zur Möglichkeit einer Möglichkeit“ vor und fragt „Wo sind Ihre Belege?“. Piechotta fiel darauf nichts anderes ein als die Antwort: „Ja, wir stellen Fragen. Und wenn es auf die keine überzeugende Antwort gibt, fragt man weiter. So macht man das in der Opposition“. Außerdem seien die Grünen „während der Ampel-Regierung noch viel rustikaler angefasst und einzelne grüne Politiker sehr viel stärker angegangen“, behauptet sie.

Haltlose Unterstellungen und Verleumdungen sind für Piechotta also legitim, weil die Grünen angeblich zu hart angegangen wurden, obwohl ihnen die gesamte Mainstream-Journaille aus der Hand frisst, dazu eine Reihe nicht freigegebener Antworten. Das Interview zeigt, wie es in grünen Köpfen aussieht. Außer andere zu verunglimpfen und sich selbst in ihrer eigenen Wehleidigkeit zu suhlen, können sie nichts. Der „Stern“ hat mit der Veröffentlichung seit langem einmal wieder so etwas wie Journalismus betrieben und die Grünen sogar in einer ihrer treuesten Haus-Postillen entlarvt. (TPL)

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