Die Wahllokale in NRW sind geschlossen. Die ersten Prognosen und Hochrechnungen sind da. CDU gewinnt Kommunalwahlen, Grüne stürzen ab, AfD verdreifacht ihren Wert.
Die CDU gewinnt nach einer Prognose des WDR die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen. Die Christdemokraten kommen demnach auf 34 Prozent vor der SPD mit 22,5 Prozent. Die AfD liegt mit 16,5 Prozent auf Platz drei noch vor den Grünen mit 11,5 Prozent und verdreifacht sich von 5,1 auf 16,5 Prozent. Die Grünen verlieren nach der ersten Prognose des WDR 8,5 Prozentpunkte.

Bei der Kommunalwahl waren am heutigen Sonntag rund 13,7 Millionen Einwohner des größten deutschen Bundeslandes aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahlbeteiligung ist nach der Prognose von Infratest dimap für den WDR auf 58,5 Prozent gestiegen. Vor fünf Jahren lag sie noch bei 51,9 Prozent.
Bei der vergangenen Kommunalwahl 2020 erreichte die CDU 34,3 Prozent, gefolgt von der SPD mit 24,3 Prozent und den Grünen mit 20,0 Prozent. FDP (5,6 Prozent) und AfD (5,0 Prozent) lagen weit dahinter. Eine INSA-Umfrage von Mitte August sah die AfD zuletzt bei 15 Prozent – eine Verdreifachung im Vergleich zu 2020. Den größten Verlusten müssten sich demnach die Grünen stellen, die auf 10 Prozent abrutschen könnten.

Mit besonderer Spannung werden die Wahlen um die Oberbürgermeisterposten in den Großstädten erwartet. In Städten, Gemeinden und Kreisen, wo bei der heutigen Wahl der Rathauschefs und Landräte kein Bewerber eine absolute Mehrheit erreicht, findet in zwei Wochen eine Stichwahl zwischen den beiden erfolgreichsten Kandidaten statt. Die AfD hat gute Chancen, einen oder mehrere Rathaus-Chefs zu stellen, etwa in Gelsenkirchen oder Duisburg.
In Essen kam es in mindestens einem Wahllokal zu „Unstimmigkeiten“. Zeitweise wurden für Wahl die falschen Stimmzettel für die Wahl des Stadtrats ausgegeben. Vermutlich seien knapp 90 Stimmzettel aus einem anderen Wahlbezirk genutzt worden, sagt Wahlleiter Guido Mackowiak. Die Stimmen müssten als ungültig gewertet werden. In zwei anderen Essener Wahllokalen sei noch unsicher, ob auch dort zeitweise falsche Stimmzettel genutzt wurden. Endgültig werde man das erst nach der Auszählung sagen können.
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