Fritz Vahrenholt redet Tacheles über die Augenwischereien der Bundesregierung (Foto:Imago/Müller-Stauffenberg)
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Reiche-Monitoring zur „Energiewende“: Scharfe Abrechnung von Ex-SPD-Umweltpolitiker

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Der Hamburger Ex-SPD-Umweltsenator und mit wissenschaftlichen Argumenten gegen den Klimawahn argumentierende Physik-Chemiker und Publizist Fritz Vahrenholt hat in einem aktuellen Interview bei “Tichys Einblick” einen scharfen Blick auf den Prüfbericht zur “Energiewende” geworfen, den Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gerade vorstellte. Dieses “Monitoring”, angeblich von Experten erstellt, malte ein ambivalentes Bild: Außen optimistisch, innen alarmierend. Reiche betont darin allen Ernstes, Deutschland könne seine Klimaziele erreichen. Vahrenholt, ehemaliger RWE-Vorstand, sieht dahinter eine fatale Illusion: Die Ziele werden nicht durch innovative Technik erreicht, sondern nur durch Schrumpfung der Wirtschaft. „Die Industrie verlagert sich, die Stromnachfrage sinkt – so kommen wir ans Ziel“, zitiert Vahrenholt Reiches Logik.

Ein Phyrrussieg

Womit diese “positive Klimabilanz” erkauft wird: Eine unsichere Versorgung mit bis zu 100 Blackouts pro Jahr, explodierende Kosten und Wohlstandsverluste. Reiche hatte zuvor selbst vor solchen Szenarien gewarnt, doch nun dichtet sie diese Resultate als positiver Klima-Spin zum Erfolg um. Doch Vahrenholt zerlegt die Ineffizienzen der “Energiewende” schonungslos. „Die Energiewende ist teuer und bringt nichts außer Armut“, formuliert er pointiert. Besonders absurd: Gut 30 Prozent des subventionierten Solarstroms werden nicht genutzt. Verbraucher zahlen Milliarden für Einspeisung – und müssen sogar Geld akzeptieren, um überschüssigen Strom abzunehmen und zu vernichten.

Das System, so Vahrenholt, ist ein „idiotischer Verirrung“, begünstigt durch Medienmanipulation im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Global gesehen wirkt Deutschlands Bemühen ohnehin lächerlich. „China emittiert jährlich mehr neue Treibhausgase, als wir bis 2030 einsparen wollen“, argumentiert Vahrenholt. Statt echter Klimahilfe fördert die Politik Deindustrialisierung. Am Ende, warnt er, „hat das Land seinen Wohlstand verloren, aber dafür 80 Prozent erneuerbaren Strom“ – ein Pyrrhussieg. (TPL)

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