Manchmal scheint es so, als ob der Kölner Satiriker Serdar Somuncu seine lichten Momente hat und er mit den linken Dogmen seiner Zunft zu brechen ist – doch immer, wenn man einige seiner Einlassung böse-treffend, geistreich oder gar komisch findet, rudert er garantiert schon bald wieder zurück und haut einen Sermon raus, der einen jegliche Anerkennung sogleich wieder bereuen lässt. So auch jetzt. Wie der Youtuber und Journalist Oliver Flesch in einem Analysevideo kritisch seziert, fühlte sich Somuncu in seinem “Boygroup”-Podcast (und zwar ausgerechnet fast zeitgleich zu den der Schlussplädoyers im Prozess gegen den Terror-Afghanen von Mannheim, Suleiman A., der gestern die immer noch viel zu milde Höchststrafe des Gesetzes erhielt!) bemüßigt, in einem Video-Interview peinliche und dumme Bemerkungen zu dem Islam-Kritiker Michael Stürzenberger abzusondern.
Diesem galt der Mannheimer Anschlag eigentlich. Während Stürzenberger mit schweren Verletzungen davonkam, wurde der eingreifende Polizist Rouven Laur von dem aggressiven Islamisten erstochen. Dass Somuncu hier Stürzenberger indirekt eine Mitschuld an dem Vorfall gibt, ist unterirdisch. Doch schlimmer noch: Auch Charlie Kirk bekommt von Somuncu sein Fett weg – denn er diskreditiert beide quasi als selbsternannte Opfer, die durch ihre “aggressiven Auftritte” Gewalt “provoziert” hätten. Täter-Opfer-Umkehr vom feinsten also.
Ein Klugscheißer redet Unsinn
Was Somuncu hier treibt, ist dasselbe wie im Fall eines Vergewaltigungsopfers, dem man vorwirft, zu freizügig gekleidet gewesen zu sein. In seinem Statement beweist Somuncu zudem, dass er von der kritischen Islamaufklärung, die Stürzenberger auf Veranstaltungen für “Pax Europa” bis zu dem Mannheimer Messerangriff von Mai 2024 mutig betrieb, offenbar überhaupt keine Ahnung hat. So geißelt er die Veranstaltungen als „aggressive anti-islamische Propaganda“, und Stürzenberger präsentiere “keine Fakten”, sondern mache “den Islam lächerlich, um Hass zu schüren”, so Somuncu, der sich hier anhört, als sei er selbst ein Muslimbruder.
Flesch geht mit Somuncus Auftritt hart ins Gericht und kontert Somuncu kenne Stürzenbergers Auftritte überhaupt nicht aus erster Hand. „Er war nie da, hat vielleicht nur Schnipsel gesehen und redet Unsinn.“ Das gilt auch für das Attentat an Kirk: Klugscheißer Somuncu regt sich darüber auf, dass die Veranstalter der Universität in Utah, wo der Mord an diesem geschah, keine “Sicherheitsmaßnahmen wie Taschenkontrollen” durchgeführt hätten. Dass diese bei einem aus großer Entfernung abgefeuerten Scharfschützen-Schuss überhaupt keinen Nutzen gezeitigt hätten, hängt ihm offensichtlich zu hoch. Flesch hat mit seinem Youtube-Rant gegen Somuncu einen treffenden Punkt: Kein Mensch braucht – nicht nach 15 Monaten und auch nicht 7 Tage nach entsetzlichen Attentaten – naserümpfende Anfeindungen und ungebetene Weisheiten ohne den geringsten Erkenntnisgewinn. (TPL)























