Im bayerischen Penzberg sind die Straßenlampen kaputt – und die Stadtverwaltung empfiehlt ernsthaft: Taschenlampen einpacken. Willkommen in Deutschland 2025, wo Bürger die Grundversorgung selbst sichern müssen, während das System versagt.
Manchmal reicht ein Blick auf eine einzelne Lokalnachricht, um zu erkennen, wie sehr dieses Land den Kontakt zu elementarer Daseinsvorsorge verloren hat. Penzberg, eine kleine Stadt im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau, hat zwar eine Moschee, geleitet von dem mehr als nur dubiosen Iman und Islamfunktionär Bajrambejamin Idriz, aber keine funktionierende Straßenbeleuchtung. Denn seit Wochen fällt nun schon die Straßenbeleuchtung aus.
Die Lösung, mit der Verantwortliche aufwarten, zeigt uns, wie kaputt dieses Land ist: Taschenlampen mitnehmen!, so der Rat aus dem Penzberger Rathaus. Ja, richtig gelesen. 2025, Deutschland, eine Industrienation – und die Verwaltung empfiehlt: „Laufen Sie mit der Funzel durch die Nacht, dann passiert schon nichts.“ Das ist nicht nur ein organisatorisches Versagen, das ist der öffentliche Offenbarungseid.
Man kann sich die Szene bildlich vorstellen: Bürgerinnen stolpern über Bordsteine, Kinder laufen auf dunklen Gehwegen, ältere Menschen müssen nächtliche Ausflüge neu planen. Und die Verantwortlichen? Prüfen wochenlang Kabel, Sicherungen, Funksteuerungen – finden nichts – und appellieren dann an die Eigenverantwortung.
Straßenbeleuchtung ist Grundversorgung, kein Extra. Sie schützt vor Unfällen, vor Kriminalität, vor dem Gefühl der Unsicherheit. Dass man hier mit Flickschusterei und halbherziger Fehlersuche herumdümpelt, zeigt: Wartung, Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein – all das ist optional geworden. Stattdessen: Geduld, Verständnis, Taschenlampenpflicht. Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre.
Penzberg ist ein Mikrokosmos für ein gesamtdeutsches Phänomen: Öffentliche Leistungen funktionieren nur noch, wenn man sie selbst überwacht, meldet, begleitet. Brücken bröckeln, Ampeln fallen aus, Laternen gehen nicht an – und das System sagt: „Mach’s selbst.“ Ingenieursnation? Ach, ein Mythos. Wir leben im Zeitalter der Selbsthilfe. Wer nachts unterwegs ist, trägt nicht nur seine Taschenlampe und Pfefferspray, sondern auch das Versagen einer verantwortungslosen Regierung in der Jackentasche.
In den Kommentarspalten stellt man fest:
„Kommt mir bekannt vor, als Kind in der DDR. Da haben des Öfteren auch die Straßenlaternen nicht geleuchtet und somit eine Taschenlampe auf dem Weg zum Bus nötig.“
„Wenn nicht langsam dem Michel ein Licht auf geht, ist ihm nicht mehr zu helfen.“
„Könnte ne Marktlücke sein; Taschenlampe-Pfefferspray Kombi“
(SB)























