Es ist fast wie eine Wiederauferstehung. Die Ermordung von Charlie Kirk durch die Hände eines Linken könnte als „Startschuss“ einer mächtigen und christlich geprägten Gegenbewegung zur linken Vorherrschaft interpretiert werden. „Turning Point“ heißt das neue große Ding, dass auch den Linksfaschisten in Deutschland das Fürchten lehren könnte – wenn sie die Demokraten endlich mal zusammenreißen würden, Konkurrenzneid, Streitlust und Eitelkeit beiseite stellen und sich wenigstens auf den kleinsten Nenner einigen würden.
Der Autor Jan A. Kanon macht auf jeden Fall schon mal Mut:
„Wenn es für mich einen politischen Take Away dieses Wochenendes in Phoenix für Deutschland gibt, dann ist es der folgende: Es bräuchte dringend einen »Turning Point Deutschland«. Mit einem Schulterschluss von rechtskonservativen, libertären, nationalistischen, migrations- und islamkritischen, antigrünen, katholischen, zeitgeistkritischen und »free speech«-Ansichten, die keine Distanzierungswut einander gegenüber haben, sondern ein Gegengewicht zum linken Zeitgeist an Universitäten und Medien bilden.
Vor nichts haben die Etablierten mehr Angst als vor einer Sammlungsbewegung, die integrierend wirkt und sich unter verschiedenen Vorzeichen vereint. Auf der linken Seite war dies nie ein Problem. Dort findet man Ökologen neben Sozialdemokraten, Kommunisten neben LGBTQ- und BLM-Strömungen; alle kämpfen gemeinsam für linke Politik.
Der Geist von Phoenix würde aber bedeuten: Die »silent majority«, die stumme Mehrheit, der Common Sense und die Absage an die Gegenwartsströmungen sind so stark, dass sich verschiedenste Menschen hinter einem Konsens vereinen können, der nicht spaltend, sondern vereinigend wirkt. Das bedeutet nicht, dass alle einer Meinung sein müssen, aber dass man über alles diskutieren kann – und es gewisse Minimalkonsense gibt. In den USA ist diese Haltung vorangeschritten: Dort gibt es deutlich weniger Bekenntnisangst, keine Brandmauern, kein Pipi in den Augen und Angst, keine Ausschlusskriterien – und generell den Glauben, dass jedes Individuum Teil einer nicht-linken Gegenöffentlichkeit sein kann, auch wenn man Minderheiten angehört oder bei Corona, Israel, Russland, Geschichts- oder Sozialpolitik über Kreuz liegt. In der »State Farm Arena« waren gestern schwule Konservative neben Vulgärkommentatoren, die im Affekt »faggot« schreien; da waren Israel-Kritiker neben Zionisten; und Russlandfreunde neben Ukraine-Verteidigern.
Es ist Zeit, dass diese Überzeugung in Deutschland Einzug hält – und Ahmad Mansour neben Martin Sellner, Joana Cotar neben Johannes Volkmann, Maximilian Krah neben Christian Lindner, »Cicero« neben »Sezession«, Boris Palmer neben Jörg Sartor, Sahra Wagenknecht neben Wolfgang Kubicki, und ja, Julian Reichelt neben Björn Höcke auftreten können. Und bevor Menschen jetzt aufschreien und erklären, dass Kubicki und Wagenknecht und Reichelt und Höcke nichts gemein hätten, lasst mich gesagt haben: a) Es stimmt nicht, und b) das Trennende ist vollkommen okay, wenn es dennoch genügend Gemeinsames gibt. Ich weiß, dass das aktuell unvorstellbar scheint, aber genau das ist aus meiner Perspektive essenziell, um die linke Hegemonie zu brechen und Veränderung zu bewirken.“
Lisa West hat noch eine interessante Anmerkung:
Charlie Kirk hat Trump mit J.D. Vance zusammen gebracht, obwohl Vance sich in der Vergangenheit Anti-Trump geäußert hatte. Charlie hat Trump mit R.F. Kennedy zusammen gebracht, obwohl Kennedy erst als Independent Gegenkandidat zu Trump angetreten war. Charlie hat sich beim Streit zwischen Trump und Elon Musk dafür ausgesprochen, dass sie sich wieder versöhnen und diesen Gefallen haben sie ihm – zumindest symbolisch in einem Bild – bei seiner Trauerfeier getan. Charlie konnte Kräfte vereinen, die zu einem gewissen Zeitpunkt gegen einander waren. Wer könnte ein Charlie Kirk in Deutschland sein? Wir brauchen ihn dringend.
Auf jeden Fall hat dieser „Vorschlag“ eine Debatte entfacht, in der wieder einmal die frustrierten und persönlich enttäuschten Bedenkenträger das Wort ergreifen.
Tatjana Festerling schreibt:
Wow, das ist ja eine GANZ NEUE Idee! Dann sammeln Sie mal schön! PS: Ich kann verstehen, dass man in den USA von den dortigen Möglichkeiten und der Dynamik übermannt, auf solche, durchaus vernünftig wirkenden Wünsche kommen kann. In Deutschland, wo der Marsch durch die Institutionen top-down bis in die kleinsten Entitäten vollzogen wurde und ein VÖLLIG ANDERES MINDSET herrscht, wirkt ein solcher Vorstoß nach über 10 Jahren Widerstandsversuchen nur noch niedlich und … hilflos. Worte sind keine Waffen mehr.
Christian W. schreibt:
Es fehlt an einer unifying personality! Die nicht-Linken sind taktisch dumm. Die Linken sind zwar nicht intelligent, aber link und gerissen. Sie wissen aus jahrzehntelanger Erfahrung, wie man das System zum eigenen Vorteil ausnutzt. Sie sind auch nicht so wählerisch, mit wem sie zusammenarbeiten. Hauptsache den letzten Euro schnorren. Da ist auch die islamische Infanterie willkommen. Umgekehrt, so lange „wir“ uns von jedem „unappetitlichen“ Grenzgänger abgrenzen, ständig neue Parteien gründen, um die „wahre Lehre“ zu verbreiten und bloß nicht von den Linken (!!) ins falsche Licht gerückt zu werden, so lange wir immer noch dem Applaus der Totalversager und Totalitären hinterher hecheln, so lange sie uns spalten, so lange werden wir keine erkennbare Opposition mit Wirkungsmacht entwickeln können. Wir gehen in konservativer Schönheit unter!
Die Islamisierung wird vollendet, unsere Heimat wird aufhören zu existieren, während wir die AfD wegen ein paar Spinnern verteufeln. Es geht hier nicht mehr um Feinheiten und Geschmack! Es geht ums nackte Überleben!! Die CDU muss die Verräter stürzen, die Brücken zur AfD und zur FDP müssen vom Grund auf aufgebaut werden. Wir brauchen einen Charlie Kirk, einen Elon Musk, aber wo sollen wir den finden?
Vielleicht finden wir den ja in jedem von uns. Und es muss ja nicht jeder mitmachen. Aber nach den vielen, vielen Spaltungen (Corona, Urkainekrieg, Gazastreifen) wäre eine Vereinigung der demokratischen Kräfte für alle überlebenswichtig. Ein vierundzwanzigster Versuch wäre es doch wert, oder?
Oder man schreibt sich auf X weiterhin die Wut aus dem Kopf und legt sich dann wieder aufs Sofa.























