Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat sich wieder einmal als falscher Konservativer und verlogener Pseudo-Bildungsbürger erwiesen, der rechts blinkt, aber links abbiegt. Im Podcast von “n-tv” verstieg er sich zu geradezu bizarren Aussagen über die AfD: Diese sei dabei, „das Hermannsdenkmal für sich zu besetzen“, faselte er. Der Cheruskerfürst Arminius, an den das Denkmal erinnert, werde von der AfD „als der große Nationalheld“ stilisiert und damit dem nationalistischen Milieu überlassen, so Weimer. Dabei könne man Arminius auch als „einen Robin Hood der Deutschen interpretieren“, als „einen großen Protestanten, der gegen die römische Übermacht aufsteht“. Man könne ihn in ganz vielen Facetten betrachten, wie es auch über die Jahrhunderte geschehen sei. „Wenn wir ihn aber nicht mehr betrachten, also eben schweigend darüber hinweggehen, dass die AfD sich den jetzt holt, dann ist er halt weg. Dann gehört er nicht mehr in die Mitte der Gesellschaft“, meint der oberste Kulturbeauftragte dieses Landes.
Abgesehen davon, dass seine Ausführungen über Arminius ein einziger ahistorischer und hanebüchener Quatsch sind, zeigen sie auch, dass ihm wirklich nichts zu dumm ist, um die AfD zu attackieren. Als ob dieses Land keine anderen Sorgen hätte, als das Denkmal eines Mannes, den, dank Jahrzehnten linker Bildungspolitik, ohnehin fast niemand mehr kennt. Die AfD hatte den Kopf des Arminius auf einem Plakat abgebildet, zusammen mit dem Spruch: „Ich würde AfD wählen“. An einer solch albernen Petitesse arbeitet Weimer sich erbittert ab. Aber auch das Hambacher Schloss in Rheinland-Pfalz sieht er in Gefahr, von der AfD gekapert zu werden. „Da läuft die AfD inzwischen mit Fahnen über einen Ort der Demokratie und behauptet, dass es doch ihr Ort sei. Dabei ist das unser Ort der Demokratie“, schwurbelte er weiter. Er gehöre daher in die Mitte der Gesellschaft und diese müsse ihn auch aktiv für sich nutzen. „Und deswegen müssen wir schon auch diese Kulturkämpfe führen“, fordert Weimer – als ob ausgerechnet er und die völlig abgehalfterte Politkaste, dazu in der Lage wären.
Auch Hambacher Schloss mehr als sinnfälliges Symbol der wahren Demokraten
Auf dem Hambacher Schloss versammelten sich 1832 Patrioten, die sich gegen die obrigkeitsstaatliche Willkür im damaligen Deutschen Bund erhoben und ein geeintes und freies Deutschland mit verfassungsmäßigen Grundrechten forderten. Es gibt kaum einen geeigneteren Ort, um auf die Missstände hinzuweisen, von denen Deutschland heute wieder heimgesucht wird. Denn wieder versucht ein übergriffiger Obrigkeitsstaat, den Willen des Volkes zu unterdrücken, damit eine gescheiterte Elite sich an der Macht halten kann, wie sich gerade am Sonntag wieder bei der Oberbürgermeisterwahl im unweit des Hambacher Schlosses gelegenen Ludwigshafen zeigte. Dort wurde dem völlig unbescholtenen AfD-Kandidaten in einem putschartigen Manöver das passive Wahlrecht entzogen, indem man mit haarsträubenden und völlig aus der Luft gegriffenen Vorwänden eine angebliche Verfassungsfeindlichkeit herbeilog. Überall schießen Meldestellen aus dem Boden, die Zensurschraube wird immer enger gedreht, der Staat bespitzelt und kriminalisiert die eigenen Bürger, nur weil sie von ihren Grundrechten Gebrauch machen.
Die Zustände weisen also eine frappierende Ähnlichkeit zu denen von 1832 auf. Und Weimer, der die Kräfte dieses neuen Obrigkeitsstaates vertritt, maßt sich auch noch an, das Hambacher Schloss für sie zu reklamieren. Sein zum Fremdschämen peinliches Geschwätz ist eine einzige Schande und zeigt seine völlig historische und kulturelle Ahnungslosigkeit.























