Der gute Friedrich hat ein Selbstbewusstsein so hoch wie die Zugspitze oder sein eigener Schuldenberg. Noch wirft ihn nichts um; die Koalitionäre kleben aneinander wie Heringe im Netz. Doch das Vertrauen ist weg. Von Meinrad Müller Man glaubt ihm nichts mehr. Noch nie fiel das Wort „Lügenkanzler“ so oft wie heute. Die hilfreiche „demokratische“ Presse bleibt derweil in Deckung, wagt nicht, nach einem Umsturz zu rufen, aus Angst, die staatlichen Zuschüsse zu verlieren. Das Hemd ist bekanntlich näher als der Mantel.
Die störenden Umfragewerte
Verbieten müsste man sie, diese hinterhältigen Umfrageinstitute, die womöglich sogar von Russland finanziert sind. Dreist genug, sie schreiben doch tatsächlich die Beliebtheit des allseits hochverehrten Merkel-Fortsetzers in den Keller. Nur noch 25 % trauen sich, ihm einen Kuss auf die Wange geben zu wollen – und von dieser Summe stammen 18 % aus dem Sauerland, wo einst Merzens Wiege stand.
Ladeninhaber als Merzens Retter
Selbständige, laut Wahlergebnissen der früheren Christlichen Partei immer noch erstaunlich treu, sollen den Kanzler retten? Wie das? Die Erklärung ist einfach. Deutschland hat über 320.000 Ladengeschäfte, und diese können zur politischen Ehrenrettung des Herrn Merz aktiviert werden.
Wer ein Ladengeschäft betreibt, ob Lebensmittel, Restaurant oder Bestattungsinstitut, und Publikumsverkehr hat, der lebt von Vertrauen. Der Kunde kennt seit Jahren den Metzger seines Vertrauens, den Bäcker seines Vertrauens, die Kneipe seines Vertrauens. Zusammengefasst: Menschen, Wähler, Kinder und Bürgergeldbezieher gehen zu einer Vertrauensperson. Man schwatzt über Kinder und Familie, über die gute Politik und über unseren Friedrich.
Aufkleber für Vertrauen
Und dieser Ladenbesitzer kann nun bezeugen – optisch unübersehbar, mit einem Aufkleber an seiner Tür, gleich neben den Logos der Kreditkarten – dass er Merz vertraut. In Schwarz-Rot-Gold ist in drei Zeilen zu lesen: Vertrauen Sie uns und der Regierung!
320.000 „Ladentüren für Merz“
Die Selbstklebeetiketten sind beim örtlichen CDU-Verband zu haben. Und wie heißt es so schön: In der Not frisst der Teufel Fliegen. So kam man im Brainstorming – von hochbezahlten und hochverehrten Herren, Damen und Weiß-nicht-was – auf diese geniale Idee.
Gefördert natürlich von der Aktion „Demokratie leben“.
PS.Wer in diesem Text Spuren von Satire findet, darf sie behalten!























