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ZDF-Frontal-Redakteur packt vor dem Thüringer Landtag über den ÖRR-Zwangsbeitragsladen aus

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Was Kritiker seit Jahren sagen, bestätigt jetzt Andreas Halbach, langjähriger Reporter beim ZDF-Magazin Frontal vor dem Thüringer Landtag. Er berichtet nicht nur über fehlende  Kritikmöglichkeiten innerhalb der Staatssender, sondern auch von unterdrückter Berichterstattung und Einschüchterungsversuchen gegen langjährige Mitarbeiter.

Als Sachverständiger und ZDF-Mitarbeiter sollte Halbach am Donnerstag über Missstände im öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor dem Thüringer Landtag sprechen. Anlass war die Debatte um den neuen Medienänderungsstaatsvertrag sowie ein FDP-Antrag zur Senkung des Rundfunkbeitrags.

Unverklausuliert stellt Halbach fest: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist auf dem Weg, seinen gesetzlichen Auftrag zu verraten. Statt politischer Unabhängigkeit und Meinungsvielfalt regieren Gesinnung, Haltung und ein innerer Konformitätsdruck, der kritische Stimmen systematisch ausbremst. Debattenkultur? Fehlanzeige. Es gibt Linien, und wer sie verlässt, ist draußen – nicht offiziell, aber effektiv, berichtet hierzu Nius.

Besonders deutlich wird Halbach beim Thema Migration: Er berichtet, dass kritische Perspektiven in Redaktionen oft gar nicht erst zugelassen wurden. Nicht, weil sie sachlich falsch waren – sondern weil sie „falsch wirken“ könnten. Die Angst, „rechte Narrative zu bedienen“, hat mehr Gewicht als journalistische Aufklärung. Es herrscht ein Klima der vorauseilenden Selbstzensur. So berichtete er von einer seiner Berichterstattungen, die  von Seiten der Verantwortlichen gekippt worden sei. So erzählt er, wie er über eine deutsche Familie berichtete, die eigentlich schon die langersehnte Zusage für eine Sozialwohnung erhalten hat, diese aber letztendlich durch die Stadt mit einer Migrantenfamilie besetzt wurde. Den Unmut der Deutschen, die scheinbar kein Vorrecht auf eine Wohnung hatten, zu zeigen, sei den Verantwortlichen zu weit gegangen.

Auch die Nähe zu parteinahen links-grünen Milieus spricht Halbach offen an. Die Idee staatsferner Berichterstattung werde ausgehöhlt – nicht durch direkte Einflussnahme, sondern durch ideologische Homogenität in den Redaktionen. Die Haltung ist wichtiger als die Recherche. Der Gebührenzahler? Wird gebraucht, aber nicht gefragt.

Sein Auftritt vor dem Ausschuss ist ein Novum. Noch nie hat ein aktiver ÖRR-Journalist so offen in einem Landesparlament über die internen Verwerfungen des Zwangsbeitragsstaatsfunker gesprochen. Halbach fordert eine öffentliche Debatte über Auftrag, Macht und Kontrolle des Systems – und über die Frage, wie lange ein milliardenschwerer Apparat mit Zwangsbeiträgen noch unangetastet bleibt.

 

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