© Foto: Goodyear

Goodyear schließt Werk in Fulda nach 125 Jahren – 1.050 Arbeitsplätze weg

f232f89060714d7cb5c757d93409818b

Über mehr als hundert Jahre hinweg stand die Reifenproduktion in Fulda für industrielle Kompetenz und Beständigkeit. Am 30. September jedoch stoppt Goodyear endgültig die Produktion. Mit der Schließung des Werks verlieren rund 1.050 Menschen ihre Arbeitsplätze. 

Mit der Schließung des Goodyear-Werks in Fulda nach 125 Jahren endet ein Stück deutscher Industriegeschichte – über 1.000 Arbeitsplätze fallen der Rationalisierung zum Opfer. Für die Region ist das ein harter Schlag: Familien, Zulieferer und ganze Netzwerke sind betroffen, während die Stadtgesellschaft mit existenzieller Unsicherheit konfrontiert wird. Die Werkshallen, einst voller Wissen, Erfahrung und Tradition, stehen nun leer – ein Symbol für den Niedergang, den die aktuelle Politik zu verantworten hat. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie spricht von einem gravierenden Bruch. Bezirksleiterin Anne Weinschenk betont, dass der Verlust so vieler Arbeitsplätze binnen kurzer Zeit dramatische Folgen habe. Familien, Zulieferer und die Stadt seien gleichermaßen betroffen. Besonders in einer Stadt wie Fulda, in der industrielle Tradition fest verankert ist, markiert die Standortschließung einen historischen Wendepunkt.

Goodyear begründet die Schließung mit Überkapazitäten in Europa und steigendem Kostendruck. Unternehmenssprecher Stephan Ester betonte lediglich, man strebe „faire Lösungen“ in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern an. Konkrete Aussagen zur langfristigen Zukunft der Mitarbeiter fehlten jedoch.

Für die Betroffenen bedeutet das nicht nur den Verlust eines Arbeitsplatzes, sondern das Ende eines Lebensabschnitts. Jahrzehntelang identifizierten sie sich mit ihrem Werk, Auch Zulieferer und Dienstleister spüren die Kettenreaktion.

Dass es die Versagerpolitik der aktuellen Regierung nicht kann, sollte mittlerweile Allgemeingut sein,. Es braucht einen Neuanfang für dieses Land mit radikalen Neuausrichtungen. Jene politisch Verantwortlichen, dies diesem Land diesen immensen Schaden zugefügt haben, müssen zur Rechenschaft gezogen werden und es muss dafür gesorgt werden, dass diese nie wieder auch nur den Hauch einer Möglichkeit bekommen, solch einen Kahlschlag anzurichten.

(SB)

image_printGerne ausdrucken
[hyvor-talk-comments]
Werbung
Werbung

Themen

Werbung