Demnächst viel bessere Kommunikation mit den vierbeinigen Lieblingen (Symbolbild:Pixabay)
[html5_ad]

Mit Künstlicher Intelligenz gegen überfüllte Tierheime

cc00cc2b5ec647f0a52969882f37b0bb

Mit „CALL A PET“ bringt der Deutsche Tierschutzbund durch Künstliche Intelligenz (KI) Tierheimtieren ab sofort das Sprechen bei – unterstützt durch die Agentur Philipp und Keuntje. Eine innovative Telefon-Hotline macht Tier-Persönlichkeiten erlebbar und hilft so bei der Vermittlung. Dank der KI sprechen die Tiere am Telefon mit potenziellen Interessenten selbst über ihre Eigenheiten, Vorlieben und Macken. Sie prüfen die Anrufenden auf Herz und Nieren – denn am Ende entscheiden die Tiere, ob der Mensch zu ihnen passt und es zu einem Kennenlernen im Tierheim kommt. „CALL A PET“ startet offiziell am 4. Oktober, dem Welttierschutztag. Begleitet wird die Aktion von einer Social-Media-Kampagne und unterstützt durch Influencerinnen und Influencer.

„Schönes Fell, große Augen, niedlicher Blick – oft ist das Aussehen entscheidend dafür, dass sich Menschen für ein bestimmtes Tier entscheiden. Dabei verrät das Aussehen nichts darüber, ob ein Tier zum Beispiel anhänglich, ängstlich oder temperamentvoll ist“, erklärt Lea Schmitz, Sprecherin des Deutschen Tierschutzbundes. Dass für viele Menschen das Aussehen das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Haustieres ist, bestätigt auch eine aktuelle Umfrage*. Mit fatalen Folgen: Passen die Bedürfnisse und der Charakter von Tier und Mensch nicht zusammen, landen viele Tiere in Tierheimen – die ohnehin schon an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

KI als Sprachrohr der Tiere

„CALL A PET“ ist eine Telefon-Hotline, über die Interessierte in den direkten Austausch mit Tieren aus dem Tierheim gehen und die Tierheimtiere selbst von ihrem Charakter erzählen können. Ziel ist es, die Persönlichkeit der Tiere in den Vordergrund zu rücken – und so noch zielgerichteter ein passendes Für-immer-Zuhause für die Tiere zu finden. Die Hotline verbindet Interessierte mit den Hunden Hector und Joker oder dem Kater Simon. Antworten der Interessierten werden mit vorher festgelegten, strikten Parametern abgeglichen, die auf detaillierten Charakterprofilen der Tiere basieren – erstellt von den Mitarbeitenden des Tierheims Mölln, die die Tiere gut kennen.

Anrufer erleben die Tiere so ganz persönlich, ohne vom Aussehen voreingenommen zu sein. Nur wenn Mensch und Tier wirklich zueinander passen, kommt es zu einem Kennenlernen im Tierheim. „CALL A PET ist keine technische Spielerei“, betont Lukas Bausch, KI-Spezialist, der für die technische Umsetzung verantwortlich ist. „KI wird hier zum Sprachrohr der Tiere und zeigt, wie Technologie helfen kann, echte Probleme zu lösen.“ (JS)

image_printGerne ausdrucken

Themen