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Steht Friedrich Merz kurz vor seinem Rücktritt?

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Jetzt haben „wir“ ihn. Der Kanzler der leeren Versprechen knüpft nun endlich sein politisches Schicksal an weitere Erfolge des „Hauptgegners“ AfD. Bei einem Bürgerdialog in Meschede im Sauerland sagte er, es werde keine Zusammenarbeit mit einer Partei geben, die alles infrage stelle, was Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten stark gemacht habe – »jedenfalls nicht unter mir als dem Parteivorsitzenden der CDU Deutschlands«. (Quelle: Spiegel).

Natürlich ist das wieder einer seiner hohlen Sprüche, denn die AfD stellt höchstens alles infrage, was Deutschland in den vergangenen Jahren schwach gemacht hat – und die Ursache dieser Schwäche heißt CDU.

Und lügen tut er auch wieder einmal, denn die Realität ist eine ganz andere. Der Unvereinbarkeitsbeschluss von 2018, der komischerweise immer dann, wenn die AfD bei Umfragen wieder einmal ein Prozent mehr einsackt, wiederholt und betont werden muss, ist schon längst obsolet.

In vielen Kommunen, vor allem in Ostdeutschland, kommt es seit langem schon zu pragmatischen Kooperationen, wie gemeinsamen Abstimmungen, Fraktionsbündnissen oder Unterstützung von Anträgen. Diese Fälle werden oft als „nicht parteipolitisch, sondern sachlich“ gerechtfertigt, Im Jahr 2025 hat sich die Situation in Ostdeutschland weiter zugespitzt, mit offeneren Mehrheiten in Kreistagen und Rathäusern.
Die Kooperationen umfassen Themen wie Migration, Steuern, Integration oder Infrastruktur. Sie sind nicht immer formelle Koalitionen, sondern oft Abstimmungsmehrheiten. Hier eine Übersicht über bekannte aktuelle und historische Beispiele (Stand Oktober 2025, basierend auf Medienberichten und Studien). Die Liste ist nicht exhaustiv, da viele Fälle lokal und nicht öffentlich dokumentiert sind, aber sie zeigt Muster in Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.Tabelle:

Bekannte Kooperationen CDU-AfD in Kommunen und Stadtparlamenten

Bundesland
Kommune / Parlament
Art der Zusammenarbeit
Jahr / Details
Brandenburg
Prenzlau (Stadtparlament)
Machtteilung: CDU und AfD teilen Ämter und stimmen gemeinsam ab (z. B. Bürgermeisterunterstützung).
2025: CDU-Kandidat bittet AfD um Stimmhilfe; im Gegenzug AfD-Unterstützung bei Landratswahl.
Brandenburg
Cottbus (Stadtrat)
Gemeinsamer Antrag gegen Flüchtlingsaufnahme (nur Mindestmaß).
2025: CDU und AfD lehnen Förderungen für Integration ab.
Sachsen-Anhalt
Salzwedel (Stadtrat)
Unterstützung AfD-Anträge zur Kürzung von Demokratie- und Kulturprojekten.
2025: CDU stimmt für AfD-Vorschläge, die Projekte „plattmachen“ sollen.
Sachsen
Wurzen (Stadtrat)
Gemeinsame Ablehnung von Spenden für Netzwerke gegen Rechtsextremismus.
2025: CDU und AfD stimmen gegen 70.000 € Förderung; keine Berührungsängste.
Sachsen
Radebeul (Stadtrat)
Angebotene Zusammenarbeit bei konstituierender Sitzung; gemeinsame Abstimmungen.
2022–2025: CDU bietet AfD Kooperation an; Kritik von Grünen.
Sachsen
Chemnitz (Stadtrat)
Gemeinsame Besetzung von Ausschüssen (z. B. Jugendhilfe); Abstimmungsmehrheiten.
2019–2025: Mehrere Fälle, inkl. Handschlag-Äquivalente in Gremien.
Sachsen
Pirna (Stadtrat)
Unterstützung AfD-Anträge zu lokalen Themen (z. B. Beflaggung).
2019–2025: Häufige Abstimmungen; CDU-Fraktion organisiert Mehrheiten.
Sachsen
Kreis Mittelsachsen (Kreistag)
Gemeinsame Anträge und Abstimmungen zu Steuern und Migration.
2019–2025: Über 20 dokumentierte Fälle in Sachsen, meist mit CDU.
Sachsen
Zwickau (Stadtrat)
Kooperation bei Integration und Flüchtlingsleitlinien.
2019–2025: CDU stimmt AfD-Vorschlägen zu.
Sachsen
Gohrisch (Gemeinderat)
Punktuelle Abstimmungen; CDU distanziert sich, aber Vorfälle dokumentiert.
2022: Keine formelle Fraktion, aber gemeinsame Mehrheiten.
Thüringen
Sonneberg (Kreistag)
Gemeinsamer Antrag zu Steuersenkung; Unterstützung AfD-Landratswahl.
2023–2025: CDU-Fraktion bringt mit AfD Anträge ein; 7 dokumentierte Fälle.
Sachsen
Döbeln (Kreistag)
Inhaltliche und abstimmungsbezogene Zusammenarbeit zu Energiepreisen.
2019–2022: AfD-Resolutionen verschärft und mit CDU umgesetzt.
Sachsen
Limbach-Oberfrohna (Stadtrat)
Gemeinsame Abstimmungen zu lokalen Sachthemen.
2019–2025: Häufige Kooperationen in Sachsen-Thüringen-Grenzregion.
Sachsen-Anhalt
Quedlinburg (Stadtrat)
AfD-Kandidat (Pfarrer Michaelis) mit CDU-Stimmen zum Vize-Vorsitzenden gewählt.
2024: Geheime Wahl; Kritik von SPD und Linke.
Sachsen-Anhalt
Salzlandkreis (Kreistag)
AfD-Politikerin Claudia Weiss mit CDU-Stimmen zur Vize-Vorsitzenden.
2024: Absprachen mit CDU bestätigt.
Sachsen-Anhalt
Eilsleben (Gemeinderat)
CDU-Fraktion nimmt AfD-Mitglied (mit Neonazi-Vergangenheit) auf.
2019–2025: Fraktionsgemeinschaft; CDU-Kreisleitung distanziert sich nicht.
Sachsen-Anhalt
Muldestausee (Gemeinderat)
Gemeinsame Einschränkung von Bürgermeister-Befugnissen; AfD-Vorhaben mit CDU-Stimmen.
2024: CDU und SPD-Landesverbände bestreiten, stehen aber hinter ihren Räten.
Mecklenburg-Vorpommern
Sassnitz (Stadtrat)
Versuchte SPD-AfD-Kooperation, aber CDU involviert in Mehrheiten.
2019–2024: Lokale Absprachen zu Trinkwasser und Infrastruktur.

Hintergrund und Trends

  • Häufigkeit: Eine Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung (2024) zählt 121 Fälle in Ostdeutschland von 2019–2023, davon 52 mit CDU-Beteiligung. Bis 2025 steigt die Zahl durch Wahlerfolge der AfD (z. B. Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt). In Sachsen allein 20 Fälle bis 2022.
  • Gründe: In kleinen Parlamenten sind Mehrheiten ohne AfD-Stimmen oft unmöglich. CDU-Lokalpolitiker argumentieren mit „pragmatischen Entscheidungen“ (z. B. Kindergärten, Straßen). CDU-Chef Friedrich Merz relativierte 2023/2025 die „Brandmauer“ für Kommunen, was zu Kritik führte (z. B. von CSU und innerparteilich). (Quelle: GROK)

Das dämliche Geschwafel an der Spitze der Union kann man also getrost als vorgezogenen Wahlkampf betrachten, der für die CDU natürlich nach hinten losgeht, denn auch Merz kann das Naturgesetz nicht einfach umgehen (Je höher die Brandmauer, desto erfolgreicher ist die AfD).

Merz weiß das und ihm geht ob der Umfragen mächtig der Arsch auf Grundeis. Seine letzte Trumpfkarte ist nun die versteckte Rücktrittsdrohung, die aber leider nicht verfängt.

Denn in der CDU weigern sich immer mehr Mitglieder und Funktionäre, den Untergangskurs von Friedrich Merz mitzumachen.

Allerdings. Noch bestimmen die linksradikalen Kräfte wie Prien, Wüst und Günther die Stimmungslage in der Union. Aber auch sie sind bald Geschichte, spätestens wenn Ulrich Siegmund von der AfD das erste Bundesland „erobert“.

Oliver Gorus wie immer mit einem guten Kommentar:

Die Democrazia Cristiana in Italien ist am Sittenverfall ihres Personals eingegangen und verschwunden. Bürgerliche Parteien, deren Galionsfiguren nicht überdurchschnittlich ehrenhaft sind, sind überflüssig. Lügen, betrügen, tricksen, hochstapeln, Wortbruch, Opportunismus, Schulden machen … das können sich Sozialisten vielleicht leisten, Bürgerliche aber auf Dauer nicht. Die Union bringt heute an ihrer Spitze kein ehrenhaftes Personal mehr hervor. Das wird sie zerstören, da hilft es auch nichts, andere Parteien und Politiker zu dämonisieren.

So ist es und nun hoffen wir, dass nach Merz gleich die gesamte CDU in der politischen Kanalisation verschwindet.

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