Die Ankündigung der Thüringer Landesregierung, 19 weitere Stellen für sogenannte „Chancenassistenzen“ im Rahmen des „Startchancen-Programms“ an Schulen auszuschreiben und damit Bürokratie und Verwaltung weiter aufzublähen und Vollversorgungs-Planstellen zu schaffen, sorgt weiter für Fassungslosigkeit. Es handelt sich um eine weitere reine Beschäftigungstherapie und aktionistische Scheinmaßnahme, vordergründig, um die strukturellen Probleme der durch Integration und Inklusion heillos überforderten staatlichen Schulen vorgeblich zu bekämpfen, in Wirklichkeit aber um Problemlösungen zu simulieren.
Diese pädagogischen Assistenzkräfte, die im Prinzip nichts anderes als Streetworker oder Sozialarbeiter, sollen Schüler aus “schwierigen sozialen Verhältnissen” – natürlich insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund – “unterstützen”. Laut Stellenausschreibung soll der Fokus dabei auf der „Vermittlung zwischen Kulturen“ und der “Unterstützung bei Sprachbarrieren” liegen, etwa durch die “Begleitung der Zusammenarbeit” mit Eltern, so der heillos optimistisch-naive Ansatz, der die Realität natürlich völlig verfehlt.
Integrationschaos an Schulen soll lediglich kaschiert werden
Dazu kommt, dass für diese angeblich so wichtigen neuen Stellen überhaupt keine anspruchsvolle Fachausbildung vorgeschrieben wird: So ist für die „Chancenassistenzen“ weder ein Lehramtsabschluss noch eine abgeschlossene pädagogische Ausbildung zwingend erforderlich. Und noch suspekter: Bewerber, die “aufgrund kriegs- oder fluchtbedingter Umstände” keine Qualifikationsnachweise erbringen können, werden von der Nachweispflicht irgendwelcher Abschlüsse ganz ausgenommen; zudem reichen Deutschkenntnisse auf A2-Niveau für eine befristete Anstellung aus – obwohl ein zentrales Ziel des Programms doch eben die Förderung von Sprach-, Lese- und Schreibkompetenzen sein soll. Für wie dumm will die Erfurter Landesregierung die eigene Bevölkerung eigentlich verkaufen?
Die Frage, wie Personen mit geringen Deutschkenntnissen effektiv Sprachförderung betreiben sollen, lässt auch Denny Jankowski, den bildungspolitischen Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, fassungslos zurück. Er bringt auf den Punkt, worum es hier wirklich geht: „Die sogenannten ‚Chancenassistenzen‘ sind nichts weiter als ein Placebo, um das Integrationschaos an Schulen zu kaschieren. Statt echter Integration und gezielter Sprachförderung sollen nicht-deutsche Schüler ohne ausreichende Vorbereitung durch die Klassen geschleust werden. Das ist weder den Kindern noch den Lehrkräften gerecht.“ Die AfD fordert stattdessen verpflichtende Deutschkurse für Schüler mit Sprachdefiziten, bevor sie regulären Unterricht besuchen. „Integration braucht Zeit, Struktur und klare Prioritäten – keine kurzfristigen Aushilfslösungen“, so Jankowski. (TPL)























