Die politisch verursachte deutsche Energiekatastrophe setzt sich unvermindert fort. In diesem Monat wird wieder einmal zu wenig Strom erzeugt, sodass man abermals auf Importe aus Frankreich angewiesen ist. „Die klare Ursache für das Angebotsdefizit ist die schwache Windstrom- und Solarstromproduktion. Deutschland ist auf die Importe dringend angewiesen“, erklärte der Energie-Ökonom Manuel Frondel vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) gegenüber „Bild“. Und da man auch noch Kohlekraftwerke abschaltet, erhöht sich die Abhängigkeit immer weiter. Laut Frondel können Batteriespeicher den deutschen Strombedarf derzeit „nur für rund eine halbe Stunde (!) decken“. Die noch vorhandene Notfall-Kohle-Reserve, springt nur ein, um Blackouts zu verhindern. Zudem sollen bis in fünf Jahren auch noch sämtliche Kohlekraftwerke abgeschaltet sein.
Andreas Lenz, der energiepolitischer Sprecher der Union, warnte, dass die Erneuerbaren zwar oft mehr Strom liefern würden, als gebraucht werde, in wind- und sonnenarmen Zeiten aber zu wenig. Deshalb brauche es zum Schließen der Versorgungslücke gesicherte Leistung, wie durch Gaskraftwerke. SPD-„Energie-Expertin“ Nina Scheer hat nur Durchhalteparolen anzubieten. Wetterbedingte Schwankungen müssten beim Umstieg auf Erneuerbare Energien zunehmend über sogenannte Flexibilitäten und Speicher ausgeglichen werden, die Stromgewinnung werde mit Erneuerbaren und Speichern aber immer günstiger, fabulierte sie.
Krise exakt so wie angekündigt
Die Bundesnetzagentur teilte mit, dass bis zu 36 Gigawatt (GW) steuerbare Stromerzeugung zusätzlich benötigt werden. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will dafür Gaskraftwerke (bis zu 20 GW Leistung) bauen, wird dabei aber von Brüssel ausgebremst. Die EU-Kommission blockiert den dringend benötigten Ausbau aus „beihilferechtlichen Bedenken“, da die Gaskraftwerke lediglich als Back-up für Dunkelflauten gedacht seien, somit nicht voll ausgelastet und damit kaum wirtschaftlich zu betreiben seien. Es helfe nicht, „wenn wir die Solar-Kapazitäten von rund 110 Gigawatt bis 2030 auf 215 Gigawatt verdoppeln“, so Frondel. So sieht es jedoch das Erneuerbare-Energien-Gesetz vor.
Es tritt also genau das ein, was von Anfang an absehbar war: Wind- und Sonnenenergie sind viel zu unberechenbar, um den Strombedarf eines ganzen Landes garantieren zu können. Trotzdem haben verantwortungslose Ideologen Deutschland ins energiepolitische Nirwana katapultiert und damit dem Ruin preisgegeben. Und die Eurokraten verhindern auch noch, dass die Folgen dieses Desasters mit Ansage zumindest etwas abgemildert werden. (TPL)






















