Islamterror (Symbolfoto: santoelia/Shutterstock)
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Islamistische Gefährder: Auch in Baden-Württemberg immer mehr jugendliche Tatverdächtige

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Das islamistische Milieu wächst überall in Deutschland – auch in den bislang noch sozial vermeintlich intakten wohlhabenderen Flächenländern . So bleibt die Szene auch in Baden-Württemberg seit Jahren “sicherheitsrelevant” – und wächst weiter., Laut Verfassungsschutz zählt der Verfassungsschutz etwa 4.000 Personen dem extremistischen Spektrum zu, davon eine mittlere zweistellige Zahl als gewaltbereite Gefährder. Auffallend ist, dass immer mehr jüngere islamistische Gefährder polizeibekannt werden. So sind besorgniserregende rund 40 Prozent der Tatverdächtigen Jugendliche unter 21. Der Verfassungsschutz beobachtet fast 90 Minderjährige im Extremismus-Bereich, ein starker Zuwachs seit Frühjahr 2024.

In den letzten Jahren registrierten Behörden alleine in dem Bundesland mehrere Hundert politisch motivierte Straftaten mit islamistischem Bezug, darunter über 50 terroristische Fälle. Im ersten Halbjahr 2024 stiegen Delikte auf 36, gegenüber 17 im Vorjahr – ein Anstieg um über 100 Prozent. Bundesweit meldete das BKA 2024 im gleichen Zeitraum 1.515 islamistische Straftaten – ein Plus von 53 Prozent. Soziale Netzwerke radikalisieren junge Menschen rasch, warnen Experten.

Mehr Transparenz gefordert

Auffallend ist, dass genauere Details über Hintergrundorganisationen, lokale Häufungen von Gefährdern und Art der verhinderten Anschläge der Öffentlichkeit vorenthalten werden. „Wenn grundlegende Daten hinter vagen Formulierungen verschwinden, entsteht Unsicherheit, kein Vertrauen“, kritisiert der AfD-Landtagsabgeordnete und Sicherheitsexperte Hans-Jürgen Goßner. Er fordert mehr Transparenz: „Der Rechtsstaat darf Gefährdungen nicht beschönigen. Gerade bei der Verlagerung auf die Jugend braucht es Klartext, nicht Geheimhaltung.“ Goßner plädiert für gezielte Prävention durch ehrliche Zahlen zu Gefährdern und Entwicklungen.Innenminister Thomas Strobl (CDU) betont die anhaltende hohe abstrakte Gefahr, trotz Rückgangs der Gefährderzahl.

Der tödliche Anschlag auf Polizist Rouven L. in Mannheim 2024 unterstreicht die Bedrohung durch Unbekannte aus dem Umfeld. Experten sehen Parallelen zum bundesweiten Trend: Radikalisierung via Online-Propaganda trifft vor allem Heranwachsende.Transparenz stärkt Prävention und Vertrauen in den Staat. „Wer Sicherheit verspricht, muss sie mit Zahlen belegen – nicht verschleiern“, schließt Goßner. Nur offene Debatten können Extremismus eindämmen. (TPL)

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