Iris Stalzer, SPD-Bürgermeisterin in Herdecke: Trotz familiärem Chaos meint sie, dem Amt gewachsen zu sein (Foto:ScreenshotInstagram)
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Drei Wochen nach fast tödlicher Messerattacke durch Adoptivtochter: Herdecker Bürgermeisterin will ihr Amt trotzdem antreten

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Die Frau hat ihre häusliche und familiäre Situation nicht ansatzweise unter Kontrolle (was zu beweisen war – und sie selbst fast das Leben gekostet hatte)… doch trotz der weltweit für Aufsehen sorgenden, um ein Haar tödlichen Messerattacke ihrer Adoptivtochter will die gewählte Herdecker Bürgermeisterin Iris Stalzer nun tatsächlich ihr Amt antreten und meint, als Stadtoberhaupt der 23.000-Einwohner-Stadt im Ruhrgebiet die von ihr geforderten Verantwortlichkeiten wahrnehmen zu können. “Was soll schon schiefgehen?“ fragen ironisch Bürger im Netz.

Die Rechtsanwältin hatte am 7. Oktober in ihrem Haus schwere Verletzungen durch 13 Messerstiche und multiple Kopftraumata erlitten, die ihr ihre 17-jährige Adoptivtochter im Rahmen eines stundenlangen Martyriums im Keller des Hauses zugefügt hatte, nachdem sie Stalzer zuvor bedroht und gequält hatte. Die Bürgermeisterin offenbarte den Vorfall erst in der Klinik den Ermittlern. Seither kamen Abgründe ans Licht, über einen seit Jahren schwelenden familiären Konflikt zwischen Stalzer und ihrem Mann einerseits und den beiden aus Haiti und Mali stammenden Adoptivkindern, die beide offenbar schwer verhaltensauffällig und teilweise auch schon wegen Straftaten polizeibekannt waren. Die Motive des Angriffs der 17-Jährigen auf die Mutter verschweigen die Behörden. Obwohl die Staatsanwaltschaft nicht wegen Mordabsicht ermittelt  (obwohl die Jugendliche ihre Schuld zunächst geleugnet und einen Überfall Dritter behauptet hatte), sondern nur wegen gefährlicher Körperverletzung, erwirkte sie einen Haftbefehl, da Fluchtgefahr bestehe.

Durchbruch der Kuscheljustiz

Doch dann brach wieder die Kuscheljustiz durch: Die Jugendliche wurde unter Auflagen von der Haft verschont. Nach Hause kommt die Tochter nicht mehr, zunächst war sie in einer Jugendpsychiatrie untergebracht – zusammen mit ihrem Adoptivbruder kostete die Unterbringung beider Kinder 36.000 Euro monatlich –nun wird eine Alternative gesucht.

All das soll nun ausgeblendet werden, während Stalzer einfach zur Tagesordnung übergeht und als unbeschwerte Bürgermeister antreten will: .„Ich habe einen klaren Auftrag der Wählerinnen und Wähler und werde diesen annehmen“, betont sie. Alles easy, könnte man glauben, wenn man ihr zuhört: Dank exzellenter medizinischer Versorgung sei sie schnell genesen; gesundheitliche Hürden sehe sie nicht. Die Frau hat nicht einmal Hemmungen, als Bürgermeisterin fortan auch das Jugendamt zu leiten – ein sensibles Terrain angesichts der familiären Tragödie. Bleibt nur zu hoffen, dass Herdecke dies besser im Griff haben wird als ihre eigene Familie. (TPL)

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