Während man in Deutschland alles daran setzt, die AfD zu vernichten, bemüht sich die Partei von US-Präsident Donald Trump weiterhin um enge Beziehungen zur einzigen deutschen Realopposition: Die republikanische Abgeordnete Anna Paulina Luna sprach nun via Twitter eine Einladung an AfD-Co-Chefin Alice Weidel nach Washington aus. „Bitte ziehen Sie in Erwägung, mit einer Delegation Ihrer AfD-Mitglieder nach Washington D. C. zu kommen Ich würde Sie gerne zusammen mit einigen anderen Kongressabgeordneten empfangen“. Weidel entgegnete darauf: „Vielen Dank für die freundliche Einladung. Ich werde Sie kontaktieren, um zu besprechen, wie wir das möglich machen können“.
Nicht nur linke Medien schäumen über die Offerte aus Washington; diese stellt auch eine gezielte Botschaft – um nicht zu sagen: schallende Ohrfeige – an bzw. für die deutsche Bundesregierung dar, die im Ausland – anders als die offenbar als zukünftige bestimmende Größe gehandelte AfD – überhaupt keine Rolle mehr spielt und auch keinen Respekt genießt, wie gerade erst Außenminister Wadephul bei seiner Zurechtstutzung durch China, der er die Absage seiner geplanten Reise folgen ließ, feststellen musste. Weidel und die AfD stehen jedoch überall in bestem Ansehen – und zwar nicht etwa bei Russland, als dessen “Spionagestelle” sie neuerdings belegfrei diffamiert wird (obwohl die AfD auch für eine Renormalisierung der Beziehungen zu diesem wichtigsten Staat Europas eintritt), sondern vor allem auch bei den USA.
Traditionell gute Beziehungen
Damit setzen sich die guten Kontakte der AfD ins Trump-Lager fort: Im Januar reiste eine Delegation der Partei zu Trumps Amtseinführung. Wenige Tage zuvor hatte Weidel ein langes Gespräch mit Twitter-Chef Elon Musk auf dessen Plattform geführt. Die Versuche des deutschen Machtkartells, die AfD mit allen Mitteln zu diffamieren und ihrer Rechte zu berauben, sind auch in den USA aufmerksam registriert worden. Im September waren die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch und Joachim Paul, der auf skandalöse Weise um sein passives Wahlrecht betrogene AfD-Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen, in Washington von Mitgliedern der Trump-Regierung empfangen worden. „Wir hatten mit dem Domestic Policy Council des Weißen Hauses, mit dem State Department, dem Office des VP und dem National Security Council zu tun“, erklärt von Storch im Anschluss gegenüber „Nius“.
Die Einladung an Weidel ist sicher auch der Versuch, der AfD von den USA aus weiterhin Unterstützung zu signalisieren und zu zeigen, dass man die antidemokratischen Vorgänge in Deutschland sehr wohl zur Kenntnis nimmt. Sollte tatsächlich ein Verbotsverfahren angestrengt werden, ist es also nicht unwahrscheinlich, dass es auch schärfere Reaktionen der Trump-Regierung geben wird. Ein Besuch Weidels bei mehreren Kongressabgeordneten mit entsprechender medialer Begleitung kann nur hilfreich sein, um der Bundesregierung zu demonstrieren, dass man ein neuerliches Abgleiten Deutschlands in die Diktatur nicht einfach so hinnehmen wird. (TPL)























