Weitgehend unter dem Radar der ansonsten so dauerempörten linken Moralisten und Islamfans im Westen ereignet sich derzeit im Sudan ein realer Völkermord, ein geradezu monströses Großmassaker, das im Gegensatz zu gewissen anderen Konfliktherden nicht erst propagandistisch erfunden und aufgebauscht werden muss, sondern dessen Bestialität so gewaltig ist, dass die Blutlachen sogar aus dem Weltall erkennbar sind. In der Stadt Al-Faschir hat die vorrückende RSF-Miliz mindestens 1.500 Zivilisten abgeschlachtet – davon mehr als 460 Patientinnen und deren Begleitung in einer Geburtsklinik. Die RSF hatte die Großstadt nach einer mehr als 500-tägigen Belagerung eingenommen und anschließend sofort mit unsagbaren Grausamkeiten begonnen. Laut dem Sudan-Ärztenetzwerk wurde „kaltblütig jeder ermordet, den sie in dem saudischen Krankenhaus gefunden haben“.
Das Netzwerk wirft der RSF, die sich zum Großteil aus den bereits im Darfur-Konflikt für ihre Kriegsverbrechen berüchtigten Dschandschwadid-Milizen rekrutiert, einen Genozid gegen die gesamte nicht-arabische Bevölkerung vor. Das Humanitarian Research Lab (HLR) der US-Gesundheitsfakultät Yale erklärte, aus Satellitendaten gehe hervor, dass die Massaker nach wie andauern. Es habe Hinrichtungen in der Nähe von zwei Krankenhäusern sowie „systematische Tötungen“ am Wall der Stadtbefestigung im Osten der Stadt gegeben. Tom Fletcher, der Leiter des UN-Nothilfebüros Ocha, erklärte, es seien weiterhin Hunderttausende Zivilisten in Al-Faschir ohne Nahrung und medizinische Versorgung eingeschlossen. Fluchtwege seien aufgrund „intensiver Bombardierungen und Bodenangriffe“ blockiert. Laut der UNO stellt die Situation im Sudan derzeit die mit Abstand größte humanitäre Krise der Welt dar. Der Krieg zwischen dem sudanesischen Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan und seinem einstigen Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo alias Hemedti, der die islamistische RSF kommandiert, tobt seit April 2023. Der Krieg gegen alle Nicht-Araber und vor allem Christen hat in dem arabischen Failed State bereits 150.000 Tote gefordert.
Wenn garantiert keine Greta in See sticht…
Erklärtermaßen betreibt die RSF eine gezielte Ausrottung des gesamten nicht-arabischen Teils der Bevölkerung und betreibt die Vernichtung aller (auch christlich-arabischen) “Ungläubigen”, die sich weigern, zum Koran zu konvertieren. Sie ist dabei eine der ethnisch-rassistisch aggressivsten Terrormilizen der Welt. Im Gegensatz zu Gaza handelt es sich hier ausnahmsweise einmal wirklich und zu Recht um einem Genozid. Wenig überraschend, wird dieser jedoch in westlichen Medien und in den Echokammern des linken Empöriums mit seiner hochgradig selektiven Wahrnehmung so gut wie gar nicht rezipiert und thematisiert. Und auch die grenzenlose Heuchelei der woken “Black Lives Matter”-Front, die hier die beispiellose Abschlachtung schwarzer Menschen anprangern müsste, jedoch fein stille schweigt, weil die Täter ja nicht dem verhassten westlichen weißen Feindbild entsprechen, stinkt zum Himmel.
Dass selbst die hier übrigens von keiner milliardenschweren Lügenpropaganda inszenierte, sondern reale und wohldokumentierte grausame Ermordung von Frauen und Kindern in einer Geburtsklinik nicht die westlichen Schlagzeilen beherrscht, ist ein Beweis für den blinden Fleck der linken Pseudomoral. Weder werden Berliner Hochschulgruppen hier militante Solidaritäts- und Protestaktionen lostreten, noch wird eine Greta Thunberg nebst verstrahlten Mitstreitern mit riesigem Getöse an der Spitze einer „Sudan-Hilfsflotte“ den Nil hinaufschippern, um den von der Ausrottung bedrohten Menschen in Al-Faschir und der verwüsteten Kriegsregion zur Hilfe zu eilen. Auch von den ach so humanen „Kulturschaffenden“ in Deutschland und anderen Ländern kommen hier keine flammenden Appelle, Demonstrationen und Petitionen gegen das Leid im Sudan. Dass die EU-Kommission und europäische Regierungen so auffallend still sind, könnte auch damit zu tun haben, dass sie 2024 mit RTF-Kommandeur Hemedti einen schmutzigen Deal schlossen, demzufolge dieser afrikanische Flüchtlingsströme zurückhalten sollte. Nun sorgen seine Truppen für eine neue Massenflucht.
Wenn Israel nicht schuld ist, interessieren Tote nicht
Und so beweist die Nicht-Reaktion auf eines der barbarischsten Massaker der Gegenwart einmal mehr eindrucksvoll, dass es sich im Fall der “Israelkritik” und wohlfeilen Empörung über den Gaza-Krieg tatsächlich nur Antisemitismus handelt. Der jüdische Publizist Zeev Rosenberg schreibt bitter: “Nur weil Israel nichts damit zu tun hat, ist es kein Thema? Innerhalb von 48 Stunden werden 2.000 Kinder, Frauen und Männer ermordet – und die Welt schaut weg. Das Schweigen ist kein Zufall. Es zeigt, wie sehr moralische Empörung zur politischen Waffe geworden ist – selektiv, bequem und verlogen. Wer bei Israel aufschreit, aber beim Sudan schweigt, hat jedes Recht auf moralische Überlegenheit verloren.”
Es ist wesentlich öffentlichkeitswirksamer, Israel fälschlicherweise Genozid vorzuwerfen, wenn es sich legitimerweise gegen den Terror der Hamas-Mörder wehrt (die übrigens islamistische Brüder im Geiste der RSF sind!), als sich gegen die wahren Völkermörder auf der Welt zu positionieren. Die RSF würde auch eine Greta Thunberg und Co. nicht mit Samthandschuhen anfassen und nach drei Tagen wieder freilassen, wie es Israel getan hat, es warnt auch nicht die Zivilbevölkerung vor jedem Angriff, sondern nutzt den gezielten Terror als Mittel zu Zweck, und es setzt auf Schadensmaximierung statt -minderung; all das eben, was Islamisten und aggressive arabische Terrormilizen von Al-Quaida über bis “Islamischen Staat” bis Al-Nusra-Milizen schon immer taten und tun.
Abgrundtiefe Verlogenheit
Und so vermelden auch dieselben Medien, die im Fall Israels fieberhaft jede noch so absurde und mit minimalster Recherche leicht widerlegbare Propagandalüge der Hamas mit hysterischer Dramatik in die Welt posaunen, die aktuellen von unabhängiger Seite dokumentierten Grausamkeiten im Sudan kaum oder nur beiläufig, so wie sie das auch schon bei den Greueln im Kongo taten. Der “vergessene Kontinent Afrika”, dessen humanitäre Abgründe und Schicksale allenfalls insofern interessieren, als sie sich zur Rechtfertigung einer illegalen Massenflucht übers Mittelmeer nach Europa instrumentalisieren lassen lässt (von der die zynischerweise gar nicht die wahren Opfer, sondern vielfach Täter, Islamisten und Wirtschaftsmigranten profitieren), während das tatsächliche Elend von Millionen Menschen niemanden juckt, ist ein Zeugnis des linken Herrenmenschentums mit seiner à-la-carte-Opferselektion, die übrigens eine Form von realem Rassismus darstellt.
Diese abgrundtiefe, böse Verlogenheit beginnt im Westen mit der Täter-Opfer-Umkehr eines immer aggressiveren Islamismus, der zum Leidtragenden von “Islamophpbie” oder “antimuslimischer Gewalt” umgedichtet wird –, und endet in der Ausblendung arabischer Terrorexzesse, ob dem von 7. Oktober 2023 oder jetzt im Sudan. (TPL)























