Erinnert sich noch jemand an die Zeiten, in denen man unbeschwert und oftmals auch leicht beschwipst durch einen der strahlend bunten Weihnachtsmärkte bummeln, den Geruch von Glühwein und Spekulatius einatmen durfte?
Diese schöne Tradition wurde uns dank einer unverantwortlichen Politik leider gehörig versaut. Sicherlich gibt es nur wenig Absagen (bekannt sind insgesamt drei (Rostock, Dortmund, Hamburg-Rahlstedt), aber den Weihnachtsmarkt, wie wir ihn kannten und geliebt haben, gibt es so gut nicht mehr.
Der Weihnachtsmarkt von heute gleicht mit seinen „Merkel-Pollern“ und bewaffneten „Türstehern“ einem Hochsicherheitsgefängnis und trotzdem trauen sich – nach dem erneuten „islamischen“ Terroranschlag von Magdeburg vor einem Jahr – immer weniger Bürger auf den „christlichen“ Rummel. Leisten können sich so ein Glühwein-Tripp ebenfalls immer weniger Leute. Und viele scheuen diesen Rummel, weil man ihnen während der Corona-Zeit den Zugang verwehrt hatte.
Vielleicht aber wird für einige unserer Mitbewohner das lieb gewonnene neue und berühmt-berüchtigte „Stadtbild“ durch so einen Weihnachtsmarkt einfach nur gestört.
In manchen Städten behilft man sich dann einfach mit einer Umbenennung.
In der Kolpingstadt Kerpen (NRW, Deutschland) zum Beispiel wird aus dem traditionellen Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ein sogenannter „Genussmarkt“. Die veranstaltende Aktionsgemeinschaft Kolpingstadt Kerpen (AGK) zog damit die Konsequenzen aus immer strengeren Auflagen und fehlender finanzieller Unterstützung der Stadt. Der neue Name soll helfen, die Veranstaltung überhaupt noch finanzierbar zu machen. (Quelle: Express)
Dr. David Lücke hat dazu eine knallharte Meinung:
„Genussmarkt statt #Weihnachtsmarkt in #Kerpen? Schrottiger Glühwein, billiges Zuckerzeug garniert mit einem Bratwurstgeschwür zur Boosterimpfung? Ich kann meinen Ekel nicht verbergen. Sockenschussmarkt wäre angebracht gewesen…“
Auch in Berlin wurde das Weihnachten aus dem Markt gestrichen. Die NZZ berichtet:
„Noch vor den «LGBTQIA Winterdays» und dem «Holy Shit Shopping» eröffnet an diesem Freitag die «Winterwelt» am Potsdamer Platz die neue Saison der Berliner Weihnachtsmärkte. Die Veranstalter versprechen «Après-Ski-Feeling» in Alphüttenimitaten und «Rodel-Fieber» auf Europas angeblich «grösster mobiler Rodelbahn». Gemeint ist eine in die Jahre gekommene Rampe, die man auf Gummireifen liegend hinunterrutschen kann. Ende November kommen um die Ecke noch ein paar Buden mit Weihnachtsschmuck und Spielzeug dazu; das ist dann der «Winterwelt-Weihnachtsmarkt».
Für Menschen, die die Verweltlichung von Weihnachten mit Sorge beobachten, wie es etwa der letzte deutsche Papst tat, ist die wachsende Zahl «alternativer» Weihnachtsmärkte naturgemäss ein Graus. Nicht weil es dort feuchtfröhlich zugeht; das tut es auch auf den traditionellen Märkten. Sondern weil das eigentliche Fest, also das Geheimnis der Menschwerdung des christlichen Gottes, keine Rolle mehr spielt. Überhaupt nicht.“
Nun hat so ein Weihnachtsmarkt, auch ein traditioneller mit Gott recht wenig zu tun (oder kennt jemand die Szene, in der Jesus an einer Zuckerwatte lutscht und sich klebrigen Glühwein hinter die Binde kippt?), aber trotzdem: Das langsame Sterben dieser Tradition ist offensichtlich.
Und das stimmt einen traurig, nicht nur zur Weihnachtszeit.
Oder? Immerhin gibt es ja noch „Süßes oder Saures“ und das Zuckerfest.
Aber während es beim Zuckerfest auch ohne große Bewachung friedlich zugeht und keine Anschläge zu befürchten sind, sieht es an Halloween schon wieder anders aus:

Es könnte aber auch einen ganz banalen Grund haben, dass der Weihnachtsmarkt vor dem Aus steht:























