Bei ihrem gestrigen Auftritt vor der Enquete-Kommission des Bundestages zur angeblichen Aufarbeitung der Corona-“Pandemie” hat die ehemalige Ethikrat-Vorsitzende Alena Buyx wieder einmal ihre grenzenlose Arroganz und Skrupellosigkeit unter Beweis gestellt. Der Bundestag hat die Kommission als reine Showveranstaltung anstelle eines echten Untersuchungsausschusses eingesetzt, um Aufklärungswillen zu simulieren und der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen. Buyx blieb ihrer Linie treu, nicht den allergeringsten Fehler in ihrer Amtszeit zuzugeben. In ihrem Eingangsstatement erklärte sie, dass man die „damals herrschenden relativ eingreifenden Maßnahmen für vertretbar bewertet“, allerdings auch immer wieder darauf hingewiesen habe, dass man die Verhältnismäßigkeit wahren müsse. Außerdem habe man bereits im April 2022 in dem Papier „Vulnerabilität und Resilienz in der Krise – ethische Kriterien für Entscheidungen in einer Pandemie“ darauf hingewiesen, dass es einen möglichst großen Freiraum für eigenverantwortliches Handeln in einer Krise geben müsse. Dieses müsse aber an das Prinzip der Solidarität gekoppelt werden.
Der für die AfD in der Kommission sitzende Datenanalyst Tom Lausen konfrontierte Buyx mit zwei Interviews von 2021, in denen sie den Fußballspieler Joshua Kimmich vehement zur Impfung gedrängt und moralischen Druck auf ihn ausgeübt hatte. Darauf schwadronierte sie, in diesem konkreten Fall nicht als Vorsitzende des Ethikrats, sondern „explizit als Wissenschaftlerin gesprochen“ zu haben. Der Sachverhalt sei damals in einen „größeren gesellschaftlichen Kontext“ eingebettet gewesen. Denn parallel zur Corona-Pandemie habe es zu diesem Zeitpunkt auch eine „Infodemie“ gegeben, bei der sehr viele „Falsch-, Fehl- und Missinformationen“ unterwegs gewesen seien. Daher habe sie im Fall Kimmich darauf hingewiesen, dass man sich gut beraten lassen soll. Das ist natürlich ausgemachter Unsinn.
“Impfen, was die Spritze hergibt”
Kimmich hatte völlig berechtigte Bedenken bezüglich der Wirksamkeit und Gefährlichkeit der Corona-Vakzine und deshalb zunächst die Impfung verweigert bevor er unter dem immensen Druck der Medien und seines Vereins Bayern München schließlich nachgab. Buyx hat sich nie in der sachlich-abgewogenen Weise geäußert, die sie nun für sich in Anspruch nimmt. „Gibt es eine moralische Pflicht, sich impfen zu lassen? Ja“, hatte sie im Februar 2021 gegenüber dem „Spiegel“ erklärt und gefordert: „Jede Dosis muss in einen Arm“. Im November 2021 forderte sie: „Da muss jetzt geimpft werden, was die Spritze hergibt, und es braucht Kontaktbeschränkungen“. Es sei „extrem frustrierend für alle Beteiligten, dass man wieder über Beschränkungen sprechen muss für Menschen, die sich selbst geschützt haben, die auch vorsichtig waren und die sozusagen ihren Beitrag längst geleistet haben“, schwadronierte sie damals weiter.
Der Ethikrat habe immer gesagt: „Wenn wirklich die Situation so schlimm ist, dass unser Gesundheitssystem an den Rand gerät, und das ist ja regional schon längst der Fall, dann ist es verhältnismäßig, sehr eingreifende Maßnahmen umzusetzen“. In Wahrheit ist das Gesundheitssystem zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd „an den Rand geraten“, auch wenn diese Lüge immer wieder beschworen wurde, um die Corona-Diktatur zu rechtfertigen. Immer und immer wieder drängte Buyx die Menschen, sich impfen zu lassen. Sogar Kindern mit Down-Syndrom oder Herzfehlern wollte sie die Impfung „off label, also außer der Reihe“ verabreichen lassen, noch bevor sie offiziell zugelassen war.
Unfassbare Dreistigkeit gegenüber Homburg-Einwand
Als der ebenfalls in der Enquete-Kommission vertretene Finanzwissenschaftler Stefan Homburg Buyx (die ihn letztes Jahr wegen angeblicher Beleidigung verklagt hatte, weil er ihr vorgeworfen hatte, sie „fasele“ ständig von der nächsten “Pandemie”), an die Sendung von Markus Lanz vom Juni 2021 erinnerte, in der sie die mRNA-Impfstoffe als „ein so elegantes Verfahren“ bezeichnet und behauptet hatte: „Die zerfallen, werden abgebaut und sind dann weg. Nach zwei Wochen kann man sie im Körper überhaupt nicht mehr nachweisen“, fuhr die CDU-Kommissionsvorsitzende Franziska Hoppermann ihm mit der Bemerkung über den Mund, das Thema Impfen stehe nicht auf der Tagesordnung und Buyx sei als Expertin zum Thema „Eigenverantwortung“ eingeladen worden. Die CSU-Abgeordnete Mechthilde Wittmann maßregelte Homburg dann auch noch, es stehe ihm nicht zu, die Sitzungsleitung zu werten. Vielmehr seien die Anordnungen von ihm „unkommentiert“ hinzunehmen (!). Ihr Gerede bei Lanz kommentierte Buyx dann aber doch noch lapidar – mit den schamlosen Worten: „Das war eine Einschätzung meinerseits. Vielen Dank“.
Tatsache ist, dass Buyx immer als Sprachrohr der Regierung und der Corona-Maßnahmen fungiert hat. Von einer unabhängigen Rolle des Ethikrates kann unter ihrer Ägide keine Rede sein. Sie ist nichts als eine selbstherrliche Opportunistin und Karrieristin. Zwar hat sie Medizin studiert und ist als Ärztin approbiert, hat aber nie in der Forschung oder als praktische Ärztin gearbeitet, sondern nur irgendwelche philosophisch-ethischen Schwurbel-Lehrstühle besetzt. Sie ist auf keinem medizinischen Gebiet Expertin, was sie aber nie davon abhielt, sich zu allem zu äußern, ohne es real einschätzen zu können. Um ihre Karriere voranzutreiben, redete sie der Politik nach dem Mund. Dies wurde dann auch mit dem Bundesverdienstkreuz und der Aufnahme ins Kuratorium der Bertelsmann Stiftung belohnt. Buyx ist die Baerbock der Medizinethik, aber keine ernstzunehmende Wissenschaftlerin oder prinzipienfeste Person. Ihre Karriere zeigt vielmehr alles auf, was in diesem Land nicht stimmt. (TPL)






















