Die Politik der EU verschlimmert die Energiekrise in Deutschland und anderen Ländern noch weiter. Katar droht nun, die Lieferungen von Flüssiggas an die EU zu stoppen. Grund dafür ist das geplante EU-Lieferkettengesetz, das einen riesigen Katalog von Berichtspflichten und Strafen für Lieferanten vorsieht. Auf der ADIPEC in Abu Dhabi, einer der wichtigsten Messen für die Öl-, Gas- und Energieindustrie, erklärte der katarische Energieminister Saad al-Kaabi am Montag: „Wenn Europa diese Regeln nicht lockert oder sie sogar aufhebt, dann werden wir Europa definitiv nicht mehr mit Energie beliefern“. Auch die USA haben bereits gedroht, die Flüssiggas-Lieferungen in die EU zu stoppen. Da auch russisches Gas tabu ist, droht Europa eine weitere Explosion der Gaspreise.
„Wenn ganze Länder mittlerweile einen Bogen um Europa machen, zeigt das, in welche Gefahr wir mit der Überbürokratisierung in der EU laufen. Da wird Wirtschaften verunmöglicht“, kritisierte der österreichische Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, der sich mit einer Wirtschaftsdelegation in Abu Dhabi befindet. „Wir sehen, dass Betriebe zunehmend Produktionsstätten auslagern. Das sollte uns wachrütteln. Wir brauchen endlich wieder einen Fokus auf die Wettbewerbsfähigkeit. Wir müssen aufhören damit, die Wirtschaft und die Arbeitsplätze aus Europa zu vertreiben!“, sagte er weiter. Die Aussage des Energieministers von Katar müsse „ein Weckruf für alle politischen Entscheidungsträger in Brüssel sein“.
“In Schönheit sterben”
Alfred Stern, der Chef des österreichischen Energiekonzerns OMV warnte: „Wir brauchen Zugang zu verschiedenen Liefermärkten. Katar ist nach den USA der zweitgrößte LNG-Produzent der Welt und wir müssen uns alle möglichen Zugänge zu Gas offenhalten, wenn wir den Gaspreis herunterbringen wollen“. Die EU forderte er auf, das Lieferkettengesetz zu überdenken. Es gelte nun, pragmatisch zu bleiben, „denn wenn wir den Zugang zu wettbewerbsfähiger Energie verlieren, wird unser Wohlstand auch zurückgehen“. Europa müsse zudem auch selbst wieder mehr Gas fördern, auch wenn es selbst dann noch Netto-Importeur bleiben werde. Ohne ein rasches Umdenken in der EU werde „Europa in Schönheit sterben“, so Hartmannsdorfer.
Allerdings deutet nichts darauf hin, dass man in Brüssel noch so viel Rationalität aufbringt. Dort hat man sogar bereits einen „Klima-Sozialfonds“ im Umfang von mindestens 65 Milliarden Euro aufgelegt, um die katastrophalen Folgen der durch den Klimawahn selbst verschuldeten Deindustrialisierung abzufedern. Wer mit voller Absicht die wirtschaftliche Zerstörung eines ganzen Kontinents aus rein ideologischen Gründen betreibt, hat sich von jeder Vernunft verabschiedet und wird sich auch durch noch so drängende Appelle nicht mehr umstimmen lassen. Die einzige Rettung für die Länder Europas ist, sich dem Brüsseler Wahnsinn endlich konsequent zu verweigern und ihr Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen. (TPL)























