Kaum war der groß angekündigte „Stahlgipfel“ im Kanzleramt mit den üblichen Phrasen und Absichtserklärungen beendet, reiste Bundeskanzler Friedrich Merz auch schon zur Weltklimakonferenz COP im brasilianischen Belém weiter, dem alljährlichen Hochamt des Klimazirkus. Dafür flog er zehn Stunden, um eine dreiminütige (!) Rede zu halten und nach 21 Stunden Aufenthalt schon wieder nach Berlin zurückzukehren.
Neben seiner Kurzrede, wird Merz an Sitzungen zu den Themen „Industrielle Transformation“ und „Energiewende“ teilnehmen. Dazu kann er tatsächlich einiges beitragen – vor allem einen Bericht aus erster Hand darüber, wie man mit „industrieller Transformation“ und „Energiewende“ eine florierende Volkswirtschaft in Rekordzeit ruiniert. Nirgendwo wird dies der Welt eindrücklicher demonstriert als in Deutschland.
Vor seiner Rückreise wird Merz noch an einer Bootsfahrt auf dem Amazonas und einem Abendessen mit Wirtschaftsvertretern teilnehmen. Am Rande der Konferenz will er zudem mehrere bilaterale Gespräche führen, unter anderem mit dem ultralinken brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Natürlich will die Bundesregierung sich massiv an einem neuen Fonds aus staatlichen und privaten Mitteln beteiligen, der die Abholzung der Regenwälder bremsen soll. Merz finde die Initiative „sehr interessant“, hieß es aus Regierungskreisen. Mit welcher Summe Deutschland sich daran beteiligen wird, wurde noch nicht bekanntgegeben.
Bizarre Farce
Mit seiner Reise wolle er zeigen, dass Klimaschutz „ein zentrales Anliegen der Bundesregierung ist“ – natürlich bei Gewährleistung wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und Technologieoffenheit. Dass beides in Deutschland nicht mehr gegeben ist, verschwieg man. Im Vorfeld des Gipfels hatte UN-Generalsekretär António Guterres sein übliches Mantra abgespult, mit der derzeitigen internationalen Klimapolitik stünden die Zeichen auf „Klimakollaps“. Während die USA sich nicht mehr an diesem Irrsinn beteiligen und auch andere Nationen wie China nicht daran denken, sich für diese vollkommen absurde Ideologie selbst zu zerstören, meint Merz also, sich an dieser Hysteriker-Veranstaltung beteiligen zu müssen, für die sich kaum noch jemand interessiert. Wahrscheinlich wird, wie in den letzten Jahren, bis tief in die Nacht um neue, verrückte Klimaziele gerungen, die dann aber wirklich die allerletzte Chance sein werden, um den Weltuntergang zu verhindern, dessen Datum wieder um ein paar Jahre nach hinten verschoben wird.
Dafür darf der deutsche Steuerzahler einen Langstreckenflug bezahlen, bei dem der „Klima-Fußabdruck“ keine Rolle spielt, damit Merz drei Minuten reden, an einer Bootsfahrt teilnehmen und ein paar Plattitüden von sich geben kann. Zuhause werden Grüne und Linke, zu deren Beschwichtigung diese bizarre Farce veranstaltet wird, ihm natürlich vorwerfen, dass er viel zu wenig für den Klimaschutz tue und wieder einmal den Untergang der Menschheit beschwören. Deutschland geht inzwischen ungebremst den Bach hinunter. (TPL)






















