Steve Bannon legte in einem Interview mit WELT hinter der Bezahlschranke die Landkarte der kommenden Jahre auf den Tisch. Jedoch hat Bannon kein Klagelied angestimmt, sondern ein Siegesplan. Der Aufstieg der radikalen Linken ist der beste Verbündete, den die patriotische Rechte je hatte.
Bannon geht im Interview auf den muslimischen, antisemitischen, Sozialist und Wahlsieger Zohran Mamdani, der mit billigen, sozialistischen Versprechen in das New Yorker Rathaus einziehen konnte. Hinter ihm steht eine Generation, die seit den Neunzigern Fakultäten, Gerichtssäle, Redaktionen und Silicon-Valley-Vorstände erobert hat. Dreißig Jahre geduldige Infiltration, nun bereit zur offenen Machtübernahme.
Im Welt-Interview sagte der Top-Politstratege über Mamdani:
„Ich meine, das ist ein wütender Mann. Das war provozierend, insbesondere gegenüber dem Präsidenten, und der antwortete: „Und so beginnt es.“ Die Leute sollten sich klarmachen, dass sie einen Kampf vor sich haben. Dieser Mann ist ein ernst zu nehmender Gegner. Das habe ich von Anfang an gesagt – schon früh in den Vorwahlen. Vergessen Sie die Republikanische Partei in New York – die ist ein Witz –, aber die nationale Republikanische Partei und einige der klügsten Strategen erkennen nicht die Macht der Working Families Party und der Democratic Socialists of America für die Basisarbeit. In der modernen Politik geht es heute darum, Wähler mit geringer Wahlbeteiligung zu mobilisieren, und die haben sie heute Abend eindeutig mobilisiert. Das ist sozusagen das Trump-Modell. Das ist sehr ernst.“
Steve Bannon richtet einen klaren Appell an Präsident Trump: „Die hohe Mobilisierung der Ultra-Linken ist kein Zufall, sondern unser Weckruf.“ Wer das wie die üblichen Experten wegwische, verspiele das Land. Seine Prognose ist glasklar. Republikaner wie Demokraten gleiten in die Bedeutungslosigkeit. Die wahre Energie pulsiert nur noch an zwei Polen: bei Trump und der MAGA-Bewegung auf der einen, bei der neomarxistischen Linken auf der anderen Seite. Die offizielle Republikanische Partei, so Bannon, hat längst ihren Plan: Trump noch einmal ausnutzen, dann MAGA abservieren und zurückkehren zu Neokonservatismus und Neoliberalismus. Deshalb sein Aufruf: Jede Stimme, jeder Dollar, jeder Post gehört jetzt dem direkten Zweikampf. Wer diesen Weckruf ernst nimmt, entscheidet das kommende Jahrzehnt.
Dem Außen- und Heimatschutzministerium empfiehlt Bannon zudem, die Einbürgerungsunterlagen von Mamdani zu überprüfen. Er sei sich sicher, daß damit etwas nicht in Ordnung sei: „Wenn der Mann in seinen Einbürgerungsunterlagen gelogen hat, sollte er sofort abgeschoben und in ein Flugzeug nach Uganda gesetzt werden.“
Bannon gibt zu bedenken, dass die Wirtschaftsdaten der USA zwar solide und die Inflation weniger angestiegen ist, als erwartet, sich aber trotzdem hat sich das Leben vieler Amerikaner nicht spürbar verbessert habe. Das verschärfe den Drang, sich anderen Parteien, besonders im extremen Spektrum zuzuwenden, die ähnlich wie die Linke in Deutschland den Menschen vorgaukelt, mit den üblichen Instrumenten der sozialistischen Umverteilung aus Reichensteuer, Enteignungen und Mietendeckel und der Mittelkürzung bei Polizei, Feuerwehr und Sicherheitsbehörden würden sich alle privaten Geldsorgen erledigen lassen. Hinzu kommen eine ausgeprägte Israelfeindschaft, ein offen zur Schau getragener Hass auf weltanschauliche Kontrahenten und eine nach außen aggressive Solidarisierung mit vermeintlich benachteiligten Minderheiten wie der LGBT-Lobby und Muslimen. Als Treiber dieser unheilvollen Entwicklung benennt Bannon in den USA wie auch in Deutschland: Sowohl zugewanderte Migranten und vor allem sehr junge bis junge weibliche Wähler. Wählerdaten aus Ney York zeigen, dass über 80 Prozent der jungen New Yorkerinnen zwischen 18 und 29 Jahren Mamdani die Stimme gaben und immerhin noch 62 Prozent der Frauen zwischen 30 und 44.
Bannon ist sich aber auch sicher: Je sichtbarer die rote Fahne weht, desto schneller füllt sich das Gegenlager.
(SB)






















