Im Zuge der Massenmigration ist der öffentliche Raum in Deutschland zum Hochrisikogebiet geworden. Bereits im Sommer wurden massenhaft Volksfeste abgesagt, weil die Städte und Kommunen sich die horrenden Kosten für die mittlerweile überall vorgeschriebenen Sicherheitskonzepte nicht leisten konnten. Dieser Trend setzt sich nun fort. In Nordrhein-Westfalen wurde der Weihnachtsmarkt in Overath abgesagt, die Stadt Kerpen benennt ihren kurzerhand zum „Genussmarkt“ um, damit er auf einer kleineren und leichter zu sichernden Fläche stattfinden kann, deren Sicherung weniger kostspielig ist. Köln gibt für die Durchführung seines Weihnachtsmarkts in diesem Jahr 1,1 Millionen Euro für technische Sperren, Personal und Logistik aus.
Das sind nochmals rund 200.000 Euro mehr als noch 2024. Nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt im letzten Jahr, wurde in Köln zunächst am Alter Markt eine weitere mobile Absperrung errichtet, nun kommt noch eine weitere am Dom hinzu. Auch der neue Weihnachtsmarkt am Friesenplatz soll vor einem in die Menge rasenden Auto geschützt werden.
Immer unbezahlbarer für Veranstalter
In Magdeburg sollen umfangreiche neue Sicherheitsmaßnahmen angewandt werden, deren Kosten die Stadt mit einem sechsstelligen Betrag beziffert. In Starnberg schlagen die mobilen Fahrzeugsperren mit rund 130.000 Euro zu Buche. In Berlin werden Veranstaltungen nur noch genehmigt, wenn die Zufahrten abgesperrt sind – entweder durch quer stehende Lkw oder durch Poller beziehungsweise mobile Fahrzeugsperren. Die Veranstalter müssen das alles selbst zahlen und sind inzwischen endgültig am Limit; viele können das nicht mehr leisten. Zudem müssen sie Anträge bei 15 (!) Behörden stellen und für jeden Bescheid Gebühren zahlen sowie eine Firma beauftragen, die die Verkehrsschilder aufstellt. Zum Schutz der Bäume auf dem Breitscheidplatz muss ein „Baumbegleiter“ (!) für mehrere Tausend Euro gestellt werden, der überprüft, ob die Bäume nicht beschädigt werden.
Und das alles für Weihnachtsmärkte, die bis vor zehn Jahren Orte unbeschwerter Freude waren. Auch sie können -wenn überhaupt- nur noch unter maximalen Sicherheitsbedingungen stattfinden. Jede Unbefangenheit ist verlorengegangen, weil man auf Schritt und Tritt dran erinnert wird, dass man überall und jederzeit zum Opfer eines Messer- oder sonstigen Angriffs werden kann. Das ist die Bilanz nach einem Jahrzehnt kultureller Bereicherung durch offene Grenzen. (TPL)






















